Neubau Teil 2: Warum die KfW den älteren Standard günstiger fördert
Shownotes
Key Insights
- Ohne Förderung kaum leistbar: Bei Baukosten von deutlich über 2.000 bis über 3.000 Euro pro Quadratmeter ist ein Neubau mit Grundstück schnell bei einer Million Euro, deshalb gehört für Elisabeth immer ein Fördermittel-Mix dazu.
- KfW 300 für Familien: 170.000 Euro, mit QNG-Zertifikat 220.000 Euro, aktuell zu einem Prozent – Voraussetzung sind ein geborenes Kind unter 18, Eigennutzung, KfW-40-Standard und kein bestehendes wohnwirtschaftliches Eigentum.
- Einkommensgrenze im Durchschnitt: Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen aus dem vorletzten und vorvorletzten Jahr, das im Schnitt 90.000 Euro nicht übersteigen darf – ein einzelnes Jahr darüber schließt nicht aus.
- 297/298 als Auffangbecken: Ohne Einkommensgrenze, für Eigennutzer und Kapitalanleger, aber nur 100.000 bzw. 150.000 Euro zu drei Prozent – für Elisabeth ein Tropfen auf den heißen Stein.
- KfW 55 unter gleicher Nummer: Die befristete 55er-Förderung läuft zu 2,19 Prozent unter 297/298 und soll liegengebliebene Baugenehmigungen aktivieren; dass der ältere Standard bessere Konditionen bekommt, hält Elisabeth für unfair.
- Mitte November statt 31.12.: Energieberater und Kreditentscheidung brauchen jeweils rund zwei Wochen, danach schließen die Banken die Einreichung – wer noch offen ist, sollte jetzt Sicherheit schaffen.
- Förderzinsen folgen dem Haushalt: Die Politik steuert über den Zins, wie schnell ein Fördertopf leerläuft; wer ohne Zeitdruck nach 40er-Standard baut, kann laut Elisabeth bis Februar oder April abwarten.
- Standard nach Kosten und Nutzen: Ein 55er- und ein 40er-Angebot einholen und gegenüberstellen lassen – liegt der Fördereffekt bei 20.000 Euro, die Mehrkosten aber bei 60.000 Euro, rechnet sich der höhere Standard nicht.
Links
- „Bauen ist nie günstig“: Neubau mit Generalunternehmer (Teil 1) — Erster Teil der Neubau-Reihe, auf den Marco zu Beginn verweist.
- KfW 300 – Wohneigentum für Familien — Offizielle Programmseite zu Voraussetzungen und Konditionen.
- KfW 297/298 – Klimafreundlicher Neubau — Offizielle Programmseite, unter der auch die befristete KfW-55-Förderung läuft.
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Credits
- Host: Marco Beck
- Expertin: Elisabeth Beck
- Produktion/Schnitt: Bauffy GmbH
- Website: https://bauffy.de
- © 2026 bauffy – Deine Boutique für Baufinanzierung
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge beim bauffy Podcast. Mein Name ist Marco und heute
00:00:06: folgt Teil 2 zu unserer kleinen Reihe Neubau. Bevor wir das tun, wie gewohnt erst mal: Hallo
00:00:15: Eli. – Hallo Marco.
00:00:17: Ja, bevor wir in den Neubau einsteigen, wie gewohnt die aktuelle Zinslage. Der Swap ist
00:00:24: bei 3,44. Das ist im Vergleich zu den letzten Wochen respektive ein, zwei Monaten ja schon
00:00:32: fast eine Abwärtsfahrt.
00:00:35: Jetzt habe ich gerade dran gedacht, ich würde mir eigentlich wünschen, wenn wir so diese
00:00:39: Fernbedienung hätten mit diesen unterschiedlichen Special Effects. Dieses jubelnde Publikum
00:00:46: stelle ich mir gerade vor.
00:00:48: Ja, da müssen wir dann wohl noch dran arbeiten an den Special Effects. Ist auf die To-do-Liste
00:00:52: genommen, aber ich glaube, jeder hat verstanden, was damit gemeint war.
00:00:58: Genau, so wirklich positive Nachrichten vom Zinsmarkt. Es wird günstiger, besonders in den
00:01:06: zehnjährigen Zinsbindungen sind eigentlich fast alle Bankpartner runtergegangen. In den längeren
00:01:11: Zinsbindungen, 15, 20 Jahre, ist die Bewegung nicht groß da. Da ist aber generell die Bewegung
00:01:17: auch nicht so volatil wie jetzt bei den Zehnjahreszinsbindungen. Deswegen für alle, die jetzt
00:01:23: vor kurzem, vor drei Wochen, eine Einreichung gemacht haben und aktuell noch in Verhandlungen sind
00:01:30: oder in Prüfung: Schaut euch bitte noch mal die Zinssätze an. Ihr könnt auch in etwa
00:01:35: immer den Unterschied von Einstand zu Einstand abschätzen. Und dann würde ich ganz klar
00:01:41: meinen Finanzierungsberater ansprechen, ob da nicht noch was geht.
00:01:45: Dementsprechend haben Banken auch schon nachgezogen, verstehe ich das richtig?
00:01:48: Ja, wir hatten ja besprochen, Sparkassen, Volksbanken machen das meistens wöchentlich.
00:01:55: Und die Großen machen das in Wellen. Und da kam ja jetzt vor kurzem eine kleinere Welle
00:02:00: bei der Commerzbank und auch bei der ING. Und deswegen, wie gesagt, für die meisten,
00:02:05: die bei Regionalbanken sind, lohnt es sich, da auch noch mal reinzugehen. Und bei der
00:02:10: HypoVereinsbank, die ja täglich preist, da haben wir ja den Vorteil, da wird immer zur
00:02:14: Genehmigung der ja günstigste Einstand genommen. Das heißt, da nimmt man das so oder so mit.
00:02:19: Sehr schön. Dann würde ich sagen, machen wir da einen Haken dran. Das sind ja in der Tat
00:02:23: wieder bessere News nach angespannten Monaten, muss man tatsächlich sagen. Und hoffen wir,
00:02:31: dass es so bleibt bzw. die Richtung weiterhin nach unten geht.
00:02:35: Also mir würde weiter, weiter unten noch mehr gefallen.
00:02:38: Weiter, weiter, weiter.
00:02:39: Das Thema ist ja, wir sind ja von richtig teuer zu teuer gekommen. Also es ist immer noch, finde ich,
00:02:44: ein extrem hoher Einstand.
00:02:46: Das ist absolut richtig. Aber man lernt ja auch, mit kleinen Schritten zufrieden zu sein.
00:02:54: Sehr schön. Du, dann lass uns in das Thema Neubau wieder einsteigen. Wir hatten letzte
00:03:02: Woche ja schon besprochen, wie das mit einem Generalunternehmer, insbesondere die Baukostenaufstellung,
00:03:11: funktioniert, welche Fallstricke es dabei gibt und wie es um das Thema Eigenleistung dabei steht.
00:03:18: Für alle, die das noch nicht gehört haben, lohnt es sich, damit zu starten. Und wir hatten das
00:03:24: letzte Woche auch bewusst aufgeteilt, um es nicht aufzublasen, sozusagen in Teil 1 und Teil 2.
00:03:32: Und wollen uns heute, weil wir – du hattest das so schön gesagt letzte Woche, „Bauen ist nie günstig“ –
00:03:39: dem Thema Förderungen widmen, damit ja das Thema eben auch möglichst erschwinglich wird.
00:03:47: Wir haben hier drei KfW-Programme, zwei, die wir heute etwas detaillierter durchgehen wollen.
00:03:53: Das ist die Nummer 300, 297/298 und KfW 55 dann zum Schluss noch. Damit kann jetzt
00:04:01: erst mal wahrscheinlich kaum jemand etwas anfangen. Da gehen wir jetzt allerdings gleich rein.
00:04:08: Vielleicht, bevor wir das tun, Eli, kurz von deiner Seite aus: Wieso ist das Thema Förderungen in dem
00:04:15: Zusammenhang besonders wichtig? – Wir haben halt im Neubau extrem hohe Preise. Also wenn ich mir
00:04:22: mal anschaue, dass wir mittlerweile deutlich über den 2.000 Euro den Quadratmeter liegen und eigentlich
00:04:31: auch bei manchen Hausherstellern sogar schon deutlich über den 3.000, dann muss man sich einfach das
00:04:38: hochrechnen, und da ist man ganz, ganz schnell bei einer Million angekommen, wenn man das Grundstück
00:04:43: noch mitnimmt. Und das muss sich eine Familie auch erst mal leisten können. Und deswegen ist es umso
00:04:48: wichtiger, oder eigentlich geht es gar nicht mehr ohne Förderung, weil man dann ein Stück weit das
00:04:55: wieder leistbar bekommt für die Familien, für die Bauherren. Und deswegen ist für mich der Neubau
00:05:02: immer verbunden mit einem Fördermittel-Mix. – Du hattest gerade schon speziell Familien angesprochen.
00:05:08: Da starten wir, glaube ich, auch direkt in das erste Programm rein. Wir gliedern das heute nach
00:05:14: Attraktivität, von oben nach unten sozusagen. Das ist dann das Programm KfW 300, Wohneigentum für
00:05:22: Familien im Neubau. Erklär uns das doch mal: Wie funktioniert das Programm? – Also man braucht auf
00:05:29: jeden Fall minimum ein Kind. Das ist tatsächlich die Grundvoraussetzung. – Das ist wahrscheinlich auch
00:05:35: die Definition von der Familie. – Dünnes Eis. Für alle, die Vierbeiner haben: Also ich glaube,
00:05:45: ich kann für Marco und mich sprechen, ich sehe das auch schon als Familie, aber … – Sehe ich
00:05:51: so. – Die KfW tut das nicht. Deswegen, wir sprechen hier über Menschenkinder. Zwei-Beine-Familie.
00:05:59: Genau. Und da brauchen wir minimum eins von. Und das darf tatsächlich auch nicht, sage ich jetzt
00:06:06: mal, noch im Bauch der Mama sein. Das muss geboren sein, weil wir tatsächlich der KfW
00:06:20: den Nachweis … Ich habe ja bei manchen Landesförderungen den Vorteil, dass ich da eine
00:06:23: attestierte Schwangerschaft nutzen kann, um die Fördermöglichkeiten auszuweiten. Das ist hier
00:06:28: nicht so. Genau. Deswegen ist das … – Und es muss auch jünger sein als 18, wie ich hier lese. – Genau.
00:06:36: Also wir sprechen genau dann von einem Kind im Haushalt unter 18. Und dann kann ich zinsvergünstigt
00:06:46: ein Darlehen bis zu 220.000 Euro bekommen. Wieso „bis zu“? Da haben wir halt die Unterscheidung. Es
00:06:55: muss auf jeden Fall ein KfW-40-Standard sein, also der bestmögliche, den es gerade gibt im
00:07:01: KfW-Bereich. Und dann habe ich noch die Möglichkeit, wenn mein Hausbauer ein sogenanntes
00:07:06: Nachhaltigkeitszertifikat, ein QNG, anbietet, dann kann ich noch mal statt 170 die 50.000 Euro
00:07:15: mehr bekommen zu dem guten Zinssatz. Wenn er das nicht anbietet, verbleibt es halt bei den 170.000.
00:07:21: Verstanden. Kannst du uns kurz sagen, was QNG genau bedeutet? – Das ist ein Stück weit ein
00:07:27: Nachhaltigkeitszertifikat, dass der Bauträger oder der Bauherr einen Nachweis, dass lückenlos in
00:07:35: allen, sag ich jetzt mal, Gewerken gewisse Nachhaltigkeitskriterien eingehalten wurden.
00:07:41: Und wie gesagt, da gibt es einfach manche Bauherren, Generalunternehmer, die können das leisten.
00:07:48: Und Kleinere, die machen das nicht. Und das kostet dann auch immer extra. Da muss man einfach
00:07:53: immer schauen, lohnt sich das, lohnt sich das nicht. Wenn so ein Bauträger das sehr oft macht,
00:07:58: dann kann er einfach Stückkostendegression betreiben und hat einfach schlankere Prozesse,
00:08:03: kann das gut anbieten, ohne große Mehrkosten. Wenn man bei Kleineren ist, entfällt das in der
00:08:08: Regel. Aber wie gesagt, das ist einfach nur die Ausgestaltung, wie viel Geld bekomme ich. Und
00:08:12: warum ist es so attraktiv? Aktuell liegt der Zinssatz bei einem Prozent. – Das ist sehr attraktiv,
00:08:19: wenn man sich die aktuelle Zinslage anschaut. – Und der Darlehensbetrag mit den 170.000 Euro macht
00:08:25: natürlich auch Spaß, weil da ist wirklich die … Also man merkt das auch, wenn ich das dann eingebe,
00:08:31: das hat eine ordentliche Ratenersparnis, und das ist dann auch wirklich direkt spürbar, und das meine
00:08:37: ich halt damit. Besonders für Familien ist das dann super, weil man da wirklich dann auch entlastet
00:08:42: wird. – Ich nehme an, das trifft natürlich für den Neubau, für den Eigennutz zu. – Ja, genau,
00:08:49: also Kapitalanleger, die Kinder haben, sind hier wie immer nicht mit eingeschlossen. Ist ja auch
00:08:55: sinnig meiner Meinung nach, weil der Gesetzgeber möchte ja den Familien ins Eigenheim verhelfen
00:09:01: im Neubau, und deswegen muss ich sagen, ist auch mittlerweile mit den Gehaltsgrenzen, wozu wir noch
00:09:08: kommen, die Förderung auch so ausgelegt, dass man das auch erreichen kann. Das war ja nicht immer so,
00:09:15: die hat ja mit wirklich Einkommensgrenzen angefangen, da hätte eigentlich nur die Tochter vom reichen
00:09:22: Papa die Förderung bekommen können. Und die liegt mittlerweile … Bei der KfW ist das ja so, wir
00:09:30: schauen uns immer das vorletzte und vorvorletzte Jahr an, ziehen uns da den Einkommensteuerbescheid.
00:09:38: Das heißt, wenn wir jetzt im Jahr 2026 sind, dann nehmen wir uns die Einkommensteuerbescheide 23 und
00:09:44: 24, schauen dort auf die Seite 2 zum zu versteuernden Einkommen. Das ist ja noch mal was anderes, als wenn
00:09:53: wir uns das Gesamteinkommen betrachten. Und dieses zu versteuernde Einkommen darf dann im
00:10:01: Durchschnitt dieser zwei Jahre nicht über 90.000 Euro liegen. Das heißt, ich mache dir ein Beispiel:
00:10:07: Wenn ich jetzt im Jahr 23 bei 95.000 lag und im Jahr 24, weil eine Elternzeit mit drin war, nur bei
00:10:14: 60, dann, auch wenn ich jetzt in einem Jahr drüber war, würde der Durchschnitt unter 90.000 liegen und
00:10:20: ich würde förderfähig sein. – Gibt es da prozessual in der Beantragung Punkte, die besonders zu beachten
00:10:30: sind? – Wir müssen … Und das ist aber meistens so: Wenn wir dann einen Haushersteller haben, sei es im
00:10:35: Fertig- oder auch im Massivhausherstellerbereich, die arbeiten alle mit Energieberatern zusammen,
00:10:40: die uns dann diesen Antrag zur Verfügung stellen, den ich brauche, um das dann bei der Bank zu
00:10:44: beantragen. Und dieses KfW-Darlehen wird dann von dem Bankpartner angeboten, mit dem wir dann auch
00:10:50: das Bankdarlehen machen. Also das ist dann ein Teil der Finanzierung, und dann müssen sich jetzt auch
00:10:56: die Käufer, Käuferinnen oder Bauherren in dem Punkt nicht selbst darum kümmern. Das heißt,
00:11:01: das mache ich dann mit dem Bankpartner für die Bauherren. – Gibt es Bankpartner, die dann
00:11:06: nicht kompatibel sind? – Es gibt Bankpartner … Ich müsste mich jetzt noch mal reinlesen, aber ich
00:11:12: bin der Meinung, die ING beispielsweise, die hat es jetzt nicht mit angeboten, weil die dachten,
00:11:18: das ist nur auch vorübergehend, und bei denen dauert das ja tatsächlich fast sechs Monate,
00:11:24: wenn die so was einlesen wollen, bis das dann auf der Endseite zur Verfügung steht. Aber
00:11:31: es gibt bei … Jetzt bei dem 300er-Programm ist das aber so, da gibt es ganz, ganz wenige Bankpartner,
00:11:37: die das nicht anbieten. – Sehr gut. Gibt es zu dem Programm noch Punkte, über die wir noch nicht
00:11:44: gesprochen hatten? – Wichtig für die, die schon Eigentümer von Immobilien sind: Auch das kann
00:11:49: ein Ausschluss sein, dass wir, wenn jetzt wohnwirtschaftliches Eigentum besteht … Ich mache
00:11:55: ein Beispiel: Jetzt aktuell wohnt man in der Eigentumswohnung und möchte in das Haus ziehen,
00:12:01: dann ist man tatsächlich auch nicht förderfähig, weil der Ersterwerb ein Stück weit gefördert wird.
00:12:08: Ich hatte jetzt ein Beispiel, da habe ich auch mit der KfW gesprochen, das war ein Kunde,
00:12:12: der hatte gewerbliches Eigentum. Das heißt, es waren Praxisräume, die genutzt wurden, und das ist
00:12:19: tatsächlich etwas, was nicht zum Ausschluss führt, weil wir wirklich über wohnwirtschaftlich
00:12:25: genutztes Eigentum sprechen. – Das ist ja noch mal eine wichtige Einschränkung, die wir an der Stelle
00:12:31: dann haben. Gut, sollen wir dann weitergehen zum nächsten Programm? – Ja, für alle, die
00:12:38: das Familienprogramm nicht bekommen oder dort rausgeschmissen werden, ist dann das Auffangbecken
00:12:44: der Klimafreundliche Neubau 297/298, weil wir da keine Einkommensbegrenzung haben. Das heißt,
00:12:51: da können sowohl Kapitalanleger als auch Eigennutzer von partizipieren. Dementsprechend
00:12:57: ist der Zinssatz auch nicht ein Prozent, sondern drei Prozent. – Immer noch attraktiver als …, oder?
00:13:07: – Na ja. Ich muss schon sagen, ja, es ist ein Fördereffekt dabei, aber ich finde,
00:13:14: halt wenn man schon so ein zinsgünstiges Darlehen anbietet, dann sollte man das auch wirklich
00:13:20: merklich fördern. Das ist dann so ein Tropfen auf den heißen Stein, nenne ich das immer ganz
00:13:26: gerne. – Deswegen wird in Deutschland wahrscheinlich auch weniger gebaut, als man es gerne hätte.
00:13:30: – Auch die Darlehensbeträge sind geringer. Im Vergleich jetzt zum Familienprogramm sind es
00:13:35: nur 100.000 für Nicht-QNG und 150.000, wenn dann dieses Nachhaltigkeitszertifikat geliefert
00:13:42: werden kann. – Also sprich, insgesamt fällt das dann wahrscheinlich in der Mischbetrachtung mit dem
00:13:49: normalen Bankdarlehen dann auch deutlich weniger ins Gewicht. – Exakt. Also das ist, wie gesagt, deswegen …
00:13:55: Einfach auch 70.000 Euro mehr zu zwei Prozent besserem Zinssatz ist noch mal was anderes,
00:14:01: als wenn ich jetzt über 100.000 Euro zu drei Prozent spreche. Klar, der normale Zinssatz liegt
00:14:07: da um einiges drüber, aber die Mischkalkulation wird das jetzt nicht rausreißen. Ich habe auch
00:14:13: eine Theorie, und da kommen wir auch ein Stück weit zum Punkt, dass ja in diesem Programm … Da wurde ja
00:14:21: ganz kurzfristig reingewurstelt, weil normalerweise im Neubau finanz…, also gefördert wird immer nur
00:14:27: der neueste Standard, und da sprechen wir, wie gesagt, über das KfW-40er-Haus. Und der nächstältere
00:14:36: Standard war ja der KfW-55er-Standard. Da gab es bis vor kurzem ja gar keine Förderungen mehr dafür,
00:14:43: die wurden abgestellt. Und dann hat aber der Gesetzgeber oder die Bundesregierung gemerkt,
00:14:48: wir haben ja ganz viele Baugenehmigungen vergeben, aber die Leute fangen einfach nicht an zu bauen.
00:14:56: Kann mitunter auch daran liegen, weil die alte KfW-55er-Förderung, da hat man ja an die 50.000
00:15:03: Euro an Zuschuss bekommen, also das war ja wirklich absolut cool, und das wurde ja von
00:15:09: heute auf morgen gestrichen, wenn man nicht schnell genug war. Und das hat natürlich dazu
00:15:13: geführt, dass viele Förderungen in 23, 24, die nicht zustande gekommen sind bei den 55er-Förderungen,
00:15:22: dass dann erst mal die Bauherren gesagt haben, wir müssen da jetzt erst mal Stopp drücken,
00:15:27: weil auch die Zinsentwicklung ihr Übriges getan hat. Und dann sind einfach viele Baugenehmigungen
00:15:32: liegen geblieben, die jetzt nicht umgesetzt wurden. Und da ist einfach die Bundesregierung
00:15:37: hingegangen und hat gesagt, okay, wir wollen jetzt ein Programm schaffen, zeitlich befristet,
00:15:42: in dem wir die Attraktivität schaffen, dass die Bauherren, die jetzt diese Baugenehmigung
00:15:48: vorliegen haben, die irgendwo in der Schublade steckt, die aus der Schublade holen und anfangen
00:15:55: zu bauen. Und da ist jetzt, sag ich mal, diese zeitlich befristete KfW-55er-Förderung ins Leben
00:16:02: gerufen worden, die aktuell Zinsen nicht von 3 % hat, sondern von 2,19 %. Das heißt,
00:16:09: die liegt zwischen der Familienförderung und der KfW-40-Förderung. – Das ist dann die Nummer 297? –
00:16:18: Immer noch die gleiche Nummer, sehr verwirrend, aber halt ein anderer Standard. Und was ich halt so …
00:16:23: Also auf der einen Seite freut es mich natürlich für alle, die den 55er-Standard sich genehmigt,
00:16:29: also eine Baugenehmigung haben, die jetzt noch mal den tollen Zinssatz mitnehmen können,
00:16:34: aber ich finde es halt einfach auch echt einen Schlag ins Gesicht, dass man einen schlechteren
00:16:39: Standard mit einem besseren Zinssatz betitelt. Und warum, denke ich, was ist die Strategie dahinter?
00:16:47: Das ist ja eigentlich nur bis Mitte dieses Jahres … war es geplant. Weil der Andrang aber so groß war,
00:16:53: hat man gesagt, okay, man verlängert bis Ende des Jahres. Dann sind sogar die Mittel fast kurz
00:16:58: davor gewesen auszugehen, und selbst da hat man dann die Mittel noch mal aufgestockt. Das heißt,
00:17:03: das Interesse, von diesen Baugenehmigungen runterzukommen, ist extrem hoch seitens der
00:17:09: Bundesregierung. Und damit halt nicht ein Stück weit zu viel Konkurrenz besteht, oder vielleicht auch im
00:17:16: Haushalt nur Mittel für eines dieser Programme auch gut da war, gehe ich davon aus, dass man jetzt,
00:17:23: solange die 55er-Förderung besteht, da halt den Zinssatz so gut hält, dass die genutzt wird, und
00:17:29: dann aber versucht, über einen schlechteren Zinssatz im 40er-Standard für alle, die jetzt keine Kinder
00:17:36: haben, das jetzt erst mal unten zu halten in den Fördermengen. Und ich gehe ganz stark davon aus,
00:17:43: das ist meine Hoffnung, dass dann der Zinssatz für die KfW-40-Förderung für die ohne Kinder ab
00:17:51: Januar, wenn die 55er ausgelaufen ist, deutlich besser wird. – Sprich, wenn wir das noch mal kurz
00:17:58: zusammenfassen: Also wir haben das 300er-Programm für Familien, das mit Abstand am
00:18:05: attraktivsten ist von den Konditionen. Dann haben wir das 297er und 98 – die 97 ist in dem
00:18:15: Fall für den Eigennutz, 98 für die Kapitalanleger – und das 55er. Und das KfW 55 ist, nach dem KfW-
00:18:25: Standard 55 benannt, attraktiver in seinen Konditionen als die 297 und 98.
00:18:34: – Genau, es ist auch die gleiche Nummer, es ist halt nur zeitlich befristet ein Stück weit.
00:18:40: Also es ist auch unter …, läuft auch unter der Nummer 297. – Okay, das hatte ich bisher so nicht
00:18:46: verstanden, aber an der Stelle würde ich mir vielleicht etwas Klarheit, Einfachheit wünschen.
00:18:53: – Ja, das ist halt auch die Verwirrung, die entsteht. Aber woher kommt das? Die Bundesregierung hat das
00:18:58: halt kurzfristig entschieden, und weil es halt nur zeitlich befristet war für ein halbes Jahr,
00:19:03: wollte halt niemand eine eigene Seite kreieren oder da groß was investieren, und deswegen hat man
00:19:08: es halt in die bestehende 40er-Förderung reingefriemelt. – Damit wird es ja noch diffuser,
00:19:13: ich dachte tatsächlich, das wäre noch mal eine eigene Nummer, aber dann ist es ja tatsächlich
00:19:19: die schlechtere Energieeffizienzklasse zu besseren Konditionen unter dem gleichen Dach. – Ja, genau.
00:19:28: Schön. Und das ist halt das, wo ich einfach sage, dass man merkt einfach, okay, ich kann es verstehen,
00:19:36: es ist nur zeitlich befristet, die wollten da so wenig Aufwand wie möglich haben, und es ist ja
00:19:39: auch toll, dass die das so schnell wie möglich rausbringen wollten. Ist natürlich aber, wie gesagt,
00:19:46: sehr undurchsichtig, und für die, die jetzt keine Kinder haben und in den besseren Standard investieren
00:19:52: wollen, wie gesagt, einfach nicht fair meiner Meinung nach. – Ja, absolut. Am Ende des Tages ist ja
00:19:58: eine Betrachtungsweise auf mehreren Ebenen möglich. Aus einem Effizienzgedanken wirft die Art und Weise,
00:20:04: glaube ich, durchaus Fragen auf. Wenn man jetzt allerdings sich anschaut, wir brauchen mehr Neubau,
00:20:13: mehr Wohnraum in Deutschland, macht das ja auch durchaus Sinn, das vorhandene Potenzial jetzt
00:20:19: dann auch noch zeitlich begrenzt auszuschöpfen. Was mich dann noch mal zu der Frage bringt: Es gibt
00:20:24: momentan keinen Stichtag, wo 55 komplett ausläuft, oder ist das jetzt der 31.12.? – Der 31.12.,
00:20:32: wobei ich muss dazu sagen, man muss ja immer bedenken, dass wir zum einen den Energieberater
00:20:38: brauchen, der diesen Antrag erstellt. Das dauert schon mal zwei Wochen. Dann brauchen wir die
00:20:42: kompletten Unterlagen, weil, damit die Bank das beantragen kann, muss sie vorher die Kreditentscheidung
00:20:47: getroffen haben. Auch da kann man noch mal zwei Wochen rechnen, minimum. Und dann muss man halt
00:20:55: auch den Unterlagenkomplex vollständig haben. Bedeutet einfach, dass für alles, was nicht bis
00:21:02: spätestens Mitte November schon spruchreif ist, die Aussichten sehr, sehr gering sind, dass das
00:21:08: noch bis Ende des Jahres durchgebracht werden kann, weil dann auch die Banken tatsächlich
00:21:13: die Einreichung für diese KfW-Programme schließen, weil sie halt einfach nicht mehr
00:21:17: gewährleisten können, dass das durchgebracht werden kann. – Verstanden. Dementsprechend ist da
00:21:22: der Zug für die allermeisten tatsächlich schon durch. – Bald. Also, wie gesagt, für alle,
00:21:27: die das noch offen haben, da sollte jetzt nicht weiter gezockt werden, sondern weil der Zinssatz
00:21:33: einfach mit den 2,19 sehr attraktiv ist, sollten wir da wirklich schauen, dass wir da relativ fix
00:21:40: auch Sicherheit bekommen. – Alle, die nach 40er-Standard bauen, besser auf Zeit spielen? – Wenn das in der
00:21:48: Familienförderung nicht abbildbar ist, dann kann man gerne … Wenn man jetzt, sag ich mal,
00:21:52: keinen Druck dahinter hat, würde ich mir da schon bis Februar, April mal angucken, wie die KfW
00:21:59: reagiert. Weil das ist tatsächlich auch eine sehr interessante Sichtweise: Die KfW ist ja ein Laden,
00:22:05: der, sag ich mal, von der Bundesregierung oder vom aktuellen Haushalt mit Geld geflutet wird,
00:22:12: je nachdem. Und je nachdem, wie die Haushaltslage ist, so ist dann auch ein Stück weit die Politik
00:22:18: der KfW. Ich mach dir ein Beispiel: Wir hatten bei der Sanierungsförderung im Bestand hatten wir,
00:22:24: als das aufgerufen wurde, noch zu Habeck-Zeiten Zinssätze von 0,5, 0,6 Prozent. Der Zinssatz ist
00:22:33: so angezogen worden, weil einfach die Gelder nicht da sind, um diese Förderung zur Verfügung zu
00:22:39: stellen. Und das ist immer so ein Stück weit Planung von der Politik, dass die sagen oder auch
00:22:44: Berechnungen durchführen lassen: Wir haben in etwa 100 Millionen, 200 Millionen, die wir zur
00:22:51: Verfügung stellen für diesen Fördertopf. Und dann wird ganz klar geguckt, okay, je niedriger ich
00:22:58: diesen Zinssatz setze, desto höher wird auch die Wahrscheinlichkeit sein, dass diese Förderung
00:23:04: extrem attraktiv ist und dann auch ganz viel in Anspruch genommen wird. Und dann kann es halt sein,
00:23:08: wenn die zu attraktiv ist, dass ich dann das Problem habe, dass nach einem Monat oder –
00:23:13: wir hatten es ja auch schon – nach drei Tagen der Fördertopf leer ist und ich auf einmal die
00:23:18: Förderung einstampfen muss. Und deswegen, weil die dann auch nicht ein Stück weit sich die Blöße
00:23:23: geben wollen politisch, dass die jetzt alle vier bis acht Wochen die Förderung einstampfen müssen,
00:23:31: wird dann … ist dieser Zinssatz dann schon ein Stück weit klar abhängig vom Kapitalmarkt, ja.
00:23:37: Aber wir haben jetzt auch beispielsweise bei der Familienförderung gesehen, dass, auch wenn der
00:23:43: Kapitalmarkt durch die Decke gegangen ist, die Förderung bei 1 Prozent geblieben ist. Wohingegen
00:23:48: jetzt die Förderung für alle, 297/298, die hat extrem auf den Kapitalmarkt reagiert. Da sind wir
00:23:55: wirklich hoch- und runtergegangen. Und da merkt man einfach nur, je mehr wir an Förderberechtigten
00:24:03: haben, desto mehr guckt auch eine KfW und dann hintenrum die Haushaltsplanung: Was können wir
00:24:11: uns leisten? Wie geht es? Und dann kann es auch sein, dass, wie gesagt, der Haushalt beschlossen
00:24:17: ist und dann auf einmal von heute auf morgen der Zinssatz wieder nach unten hin angepasst wird.
00:24:23: Und das sollte man einfach sich mal durchdenken, ein Stück weit, weil das wichtig ist in der
00:24:28: Sichtweise, um zu schauen: Okay, wie ist die aktuelle politische Lage? Und das ist dann auch
00:24:33: immer ein ganz guter Indikator, wie es dann auch mit den Förderungen weitergehen wird.
00:24:37: Alles klar. Sehr spannend. Wie schaut es denn – wäre jetzt meine letzte Frage für heute –
00:24:43: in Richtung Kombination mit Landesfördermitteln aus? – Sehr gute Nachrichten. Ich sage immer zu den
00:24:49: Familien, wo wir alles mitmachen können: Das ist der Dreiklang der Finanzierung, wenn wir zum einen
00:24:57: die Förderung der KfW, also die Bundesförderung, nutzen können und dann auch die Landesförderung.
00:25:03: Das heißt, das darf auch beides gleichzeitig beantragt werden. Da gibt es kein Ausschlusskriterium.
00:25:08: Geht das dann auch gleichzeitig gut, oder muss das eine vor dem anderen erfolgen?
00:25:12: Nö. Die Landesbank gibt ja immer vorrangig dem Bankpartner ein Stück weit die Gesamtsumme frei.
00:25:21: Und dadurch, dass ja der Bankpartner das Bank- und das KfW-Darlehen beantragt,
00:25:26: haben wir da keine Schwierigkeiten. – Okay. Jetzt muss ich mich noch mal korrigieren.
00:25:30: Wir hatten in der Vorbesprechung … Hattest du noch ein anderes, weniger relevantes,
00:25:34: aber der Vollständigkeit halber dann doch relevantes Programm angesprochen.
00:25:41: Lass uns da noch kurz einmal drauf eingehen. – Das schimpft sich „Neubau im Niedrigpreissegment“.
00:25:49: Finde ich sowieso schon lachhaft, diesen Namen, weil es gibt kein Niedrigpreissegment im Neubau.
00:25:55: – Ich merke schon, du bist kein Fan. – Absolut nicht. Also ich habe auch
00:25:58: tatsächlich nicht einen einzigen Fall dort gehabt, und ich hatte mal einen auf dem Tisch,
00:26:04: die haben, bevor sie mich kennengelernt haben, ihr komplettes Haus nach dieser Förderung
00:26:11: geplant. Weil das sind wirklich ganz, ganz schlimme Voraussetzungen. Da darfst du ja nur
00:26:15: eine bestimmte Zimmeranzahl haben. Also es ist wirklich auf ganz, ganz einfachen Bau ausgelegt.
00:26:22: Nicht zu groß, also ganz kleine Flächen, die man überhaupt machen darf. Ganz kleine Zimmer.
00:26:29: Und das Problem war, dass dadurch, dass halt niemand diese Förderung nutzt, keine Bank das
00:26:34: angeboten hat, und die Banken, die es angeboten haben, die haben den Bankzins … Da war der so
00:26:39: teuer gewesen, dass das halt einfach insgesamt eigentlich günstiger gewesen wäre, das Haus
00:26:46: einfach ohne diese Förderung zu planen. Und deswegen ist das für mich echt eine Förderung,
00:26:51: die eigentlich abgeschafft gehört, und die Mittel, die dort reserviert sind, die keiner nutzt,
00:26:57: die gehören eigentlich aufgeteilt auf die wirklichen Förderungen, die dann auch genutzt werden,
00:27:01: dass wir vielleicht auch in dem Bereich jetzt nicht für Menschen mit Kindern den Zinssatz
00:27:06: auch ein Stück weit vergünstigen können. – Ich glaube, da müssen wir dann in dem Fall
00:27:11: auch gar nicht weiter drauf eingehen. – Was noch ein wichtiger Zusatz ist für alle
00:27:15: KfW-Förderungen, jetzt weniger für die Familienförderung, weil da ist ja, sage ich mal,
00:27:20: zusätzliches Eigentum nicht erlaubt, also wohnwirtschaftlich. Aber
00:27:26: beispielsweise jetzt bei der 55er-Förderung kriege ich ja die 100.000 Euro pro Wohneinheit.
00:27:33: Das heißt, für alle die, die ein Zweifamilienhaus oder ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung
00:27:39: planen, können die dann von der doppelten Fördersumme, statt 100.000 von 200.000 Euro,
00:27:45: partizipieren zu dem tollen Zinssatz. Was dort wichtig ist, ist, dass es zum einen einen
00:27:52: Küchenanschluss gibt – die muss nicht verbaut sein – und dass auch die Bäder, ein Stück weit
00:27:59: ein eigenes Bad besteht und auch die ganzen Zugänge da sind. Und das muss eine abgeschlossene
00:28:06: Wohneinheit sein. Das heißt, wenn dort Wände für den Grundriss gezogen wurden, dann ist
00:28:12: es auch wichtig, dass die dann auch in echt so gebaut werden, weil die KfW auch Stichproben
00:28:17: macht und das dann sein kann, wenn man jetzt das Zweifamilienhaus auf dem Papier geplant hat und
00:28:23: dann aber ein Einfamilienhaus hat, dass dann auch ein Teil der Förderung ein Stück weit wieder
00:28:27: eingezogen wird. – Ist jetzt in meiner naiven Ansicht eigentlich selbstverständlich, scheint in der
00:28:34: Praxis dann ab und zu auch mal anders zu laufen. – Dazu werde ich jetzt keine Aussage treffen. – Gut,
00:28:42: dann würde ich sagen, hast du noch Punkte, die wir teilen müssen zu dem Thema? – Vielleicht als
00:28:51: Letztes ganz grundsätzlich: Ich würde mich aber auch nicht von diesen Standards verrückt machen
00:28:58: lassen. Besonders wenn man jetzt keine Kinder hat und diese tolle 300er-Förderung nutzen kann,
00:29:04: bin ich immer auch ein Freund davon, dass ich mit einem Bauträger kläre: Was kostet mich der
00:29:09: Standard? Das kostet mich der Standard. Weil man muss auch zugeben, das ist ja nicht das Gelbe vom
00:29:15: Ei. Also man muss auch immer sagen: Wo kommen diese Standards her? Die werden ja von der Politik
00:29:20: gemacht, und dann muss man sich halt wirklich fragen. Und wenn man dann wirklich mit Menschen
00:29:28: vom Fach spricht und man sich eigentlich quasi mit diesen 40er-Häusern, im besten Falle noch mit
00:29:34: Styropor, luftdicht abschließt, muss man halt immer gucken, zu welchem Preis. Und wenn ich dann
00:29:40: für 20 cm mehr Dämmstärke umfangreich mehr ausgebe, mein Fördereffekt aber für den 40er-Standard
00:29:48: irgendwie bei 20.000 Euro liegt und ich aber für diesen 40er-Standard eher 60.000 Euro mehr
00:29:54: ausgeben muss, dann muss ich mich halt irgendwo fragen: Macht das wirklich Sinn? Also da würde
00:30:00: ich mich auch wirklich auf jemanden, der dann auch vom Fach ist und das auch wirklich im Auftrag
00:30:08: von den Bauherren auch entscheiden kann … Der Handelsvertreter, der euch das, sage ich mal,
00:30:13: Fertighaus im 40er-Standard … Der will euch das natürlich verkaufen. Der wird immer sagen: ganz,
00:30:18: ganz toll. Aber da würde ich mich wirklich auch im ersten Schritt so emotionsfrei wie möglich,
00:30:25: neutral aufstellen und mir wirklich mal ein 55er-Angebot geben lassen, ein 40er-Angebot, und dann
00:30:31: kann das der Finanzierungsberater ein Stück weit auch gegenüberstellen: Wie groß ist die
00:30:36: Ersparnis mit der Förderung, und was spare ich mir, wenn ich einen einfacheren oder einen älteren
00:30:42: Standard nehme? Und das ist dann immer noch ein Top-Haus. Also das darf man nicht vergessen. Und
00:30:48: deswegen, das ist auch wichtig zum Schluss, das einfach auch noch mal in die Überlegung mit aufzunehmen.
00:30:53: Finde ich super. Super Schlusswort. Sagen wir hier ja auch relativ häufig, würde ich sogar sagen, fast in
00:31:01: jeder Folge: Die Immobilie muss dann ja zu einem selbst passen und zur eigenen Lebenssituation, und
00:31:09: dann sollte der Standard eher sekundär sein. Das ist eine Entscheidungshilfe, aber es muss zu
00:31:17: einem selbst passen. – Ja. – Sehr schön. Dann würde ich sagen, machen wir da für heute einen Haken
00:31:22: dran. Damit haben wir das Thema Neubau vorerst abgeschlossen. Nächste Woche geht es dann mit
00:31:31: einem neuen Thema weiter. Wenn euch das gefallen hat, lasst gerne ein Abo auf eurer Podcastplattform
00:31:40: nach Wahl da. Wir sehen, es kommen immer mehr Leute auf den Podcast und hören zu. Damit den
00:31:48: noch mehr Leute entdecken, hilft das enorm. Und ansonsten würde ich sagen: Bleibt gesund.
00:31:55: Das Wetter wird stürmisch und kälter. Bis bald. Bis nächste Woche. – Bis dann. Ciao, ciao.
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