„Bauen ist nie günstig“: Neubau mit Generalunternehmer (Teil 1)

Shownotes

Key Insights

  • Grunderwerbsteuer nur aufs Grundstück: Beim Generalunternehmer sind Grundstückskauf und Hausbau getrennte Vorgänge, deshalb fällt die Grunderwerbsteuer anders als beim Bauträger nicht auf die Baukosten an.
  • Keiner arbeitet mit der DIN 276: Jeder Hersteller hat seine eigene Aufstellung, bei jedem fehlen andere Positionen, und was nicht im Festpreis steckt, wird geschätzt.
  • Abbruch und Erdarbeiten: Diese beiden Positionen bieten Hersteller meist nicht selbst an und schätzen sie aus Eigeninteresse notorisch zu niedrig.
  • Zeitlicher Versatz: Der Werkvertrag ist oft unterschrieben, bevor ein Kostenvoranschlag für die Erdarbeiten vorliegt, und genau dort wird es laut Elisabeth richtig gefährlich.
  • Pauschale Baunebenkosten: Architekt, Baustrom oder Bodengutachten verschwinden häufig in einem Pauschalbetrag ohne Unterpunkte.
  • Eigene Aufstellung mit Puffer: Wer die Kosten selbst entlang der DIN 276 aufstellt und offene Punkte über Kostenvoranschläge absichert, braucht umso mehr Puffer, je mehr Variablen offen sind.
  • Eigenleistung aus Bankensicht: Der Generalunternehmer nimmt Material und Lohn heraus, die Bank rechnet nur den Lohnanteil als Eigenleistung an, das Material bleibt Teil der Gesamtkosten.
  • Vom schlüsselfertigen Haus aus rechnen: Elisabeth rät, Eigenleistungen nicht zu groß zu planen und Gewerke wie Böden, Malerarbeiten oder Innentüren eher selbst zu vergeben.

Keine individuelle Beratung

Die Inhalte dieses Podcasts dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung. Trotz sorgfältiger Aufbereitung übernehmen wir keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit.

Keine Rechts- oder Steuerberatung

Dieser Podcast stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Bitte wenden Sie sich bei rechtlichen oder steuerlichen Fragen an entsprechend qualifizierte Expertinnen und Experten.

Externe Links liegen in der Verantwortung der jeweiligen Betreiber. Zum Zeitpunkt der Verlinkung waren keine Rechtsverstöße erkennbar.

Transparenz / Werbung

Diese Folge enthält keine Werbung.

Urheberrecht / Marken

Alle genannten Marken sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. Inhalte, Ton und Texte dieses Podcasts sind urheberrechtlich geschützt.

Credits

  • Host: Marco Beck
  • Expertin: Elisabeth Beck
  • Produktion/Schnitt: Bauffy GmbH
  • Website: https://bauffy.de
  • © 2026 bauffy – Deine Boutique für Baufinanzierung

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge beim bauffy Podcast. Mein Name ist Marco und heute

00:00:07: nehmen wir uns, nachdem der Bauturbo in Deutschland noch nicht so ganz zündet, das Thema Neubau

00:00:13: vor. Bevor wir das tun, wie gewohnt erstmal: Hallo, Eli.

00:00:17: Hallo, Marco. Ja, lass uns mit der Lage starten, bevor wir

00:00:22: ins Thema Neubau gehen: der Swap. Wir nehmen heute mal wieder einen Samstag auf, liegt

00:00:28: bei 352. Dementsprechend nach wie vor eine Seitwärtsbewegung, nachdem ich das letzte

00:00:37: Woche schon so angekündigt hätte, als hätten wir das schon seit Wochen. Das ist jetzt mal

00:00:43: eine Woche mehr. Zwischenzeitlich ging er sogar kurz unter die 350 im Laufe der Woche.

00:00:49: Wie schaut es denn bei den Banken? Wie sieht die Stimmung aus?

00:00:53: Ja, also für die täglich preisenden Banken und auch die wöchentlichen Sparkassen, Volksbanken,

00:00:58: die preisen, sieht das natürlich sehr gut aus. Das heißt, wir sind günstiger im Vergleich

00:01:03: zu letzter Woche, wobei das wirklich Basispunkte, also 0,0er-Bereiche sind. Nichtsdestotrotz sollte

00:01:12: man auf jeden Fall jetzt sehr scharf den Trend beobachten. Und ich sehe hier wirklich einen

00:01:16: leichten positiven Trend in die richtige Richtung und hoffe natürlich, dass sich das jetzt auch für

00:01:22: die nächsten Wochen so weiterentwickelt, dass wir dann auch wieder humanere Zinssätze bekommen.

00:01:27: Sehr gut, dann machen wir da einen schnellen Haken dran heute und steigen direkt in das Thema

00:01:35: Neubau ein. Ein durchaus komplexeres Thema. Ich glaube, in unserer Vorbereitung hattest du

00:01:43: das „Ist schon ein Brecher“ benutzt. Ja, ist es. Kommt halt drauf an, worauf man sich konzentriert. Das

00:01:52: bringt mich dann auch schon direkt zum Punkt. Wir wollen uns heute auf Generalunternehmer,

00:02:01: Neubau durch Generalunternehmer konzentrieren. Vor allem auch aufgrund der Tatsache, dass wir

00:02:08: ja in Deutschland nach wie vor etwas, um es diplomatisch zu formulieren, unseren Zielen

00:02:14: hinterherhinken, was das Thema Neubau angeht. Ich habe mal eine Studie herausgesucht. Die

00:02:22: Frage ist ja relativ schnell: Woran hat es gelegen? Das Thema Zinsen, Marktlage ist allen

00:02:29: bekannt. Sprechen wir jede Woche darüber. Das ist natürlich ein Aspekt. Der andere Aspekt,

00:02:35: der beim Neubau, denke ich, aber durchaus relevant sind. Und so hat das auch eine Studie des

00:02:40: Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung identifiziert: Nicht nur die finanziellen Hürden,

00:02:47: sondern vor allem auch die Kosten und die Planungsunsicherheit. Und genau darum soll es

00:02:53: uns heute in der Folge konkret gehen, nämlich das Thema Baukostenaufstellung. Wie gehe ich damit um?

00:03:02: Wie schaffe ich es, dass in die Unsicherheit Sicherheit kommt und man am Ende des Tages

00:03:09: Licht reinbekommt und dann vielleicht auch gar nicht so kompliziert ist, wie es dann auf den

00:03:16: ersten Blick vielleicht wirkt. Vielleicht starten wir aber, startest du, Eli, einmal kurz mit der

00:03:23: Unterscheidung Neubau. Es gibt drei verschiedene Arten des Neubaus. Wir fokussieren uns heute auf

00:03:29: den Generalunternehmer, was da die Unterschiede sind. Sehr, sehr gerne. Also wir starten mit dem

00:03:39: Neubau umgesetzt durch einen Bauträger. Da ist einfach der Punkt, das kann man erkennen,

00:03:44: dass man Grundstück und Haus zusammenbekommt, dass man das in einem Kaufvertrag zusammen erwirbt und

00:03:53: dann der Bauträger das Haus schlüsselfertig auch baut. Nachteil ist meistens, dass man die

00:04:00: Grunderwerbsteuer auf das gesamte Vorhaben zahlt, das heißt Grundstück und Baukosten, und dadurch

00:04:07: halt auch eine höhere Belastung in den Nebenkosten herrscht. Man kann, sage ich jetzt mal, leichte

00:04:14: Änderungen noch mal reinbringen, wie den Boden anders machen, die Wände ein bisschen verrücken,

00:04:19: aber hat jetzt nicht so viel Spielraum. Dann kommen wir zum Neubau durch den Generalunternehmer. Da

00:04:25: bringe ich mein Grundstück mit. Bedeutet, dass ich das vorab erworben haben muss, damit ein

00:04:33: Häusle draufgebaut werden kann. Vorteil hier ist, dadurch, dass das zwei getrennte Vorgänge sind,

00:04:39: dass ich die Grunderwerbsteuer nur auf das Grundstück zahle. Das heißt, da in den Nebenkosten

00:04:46: natürlich eine erhebliche Ersparnis haben. Und wenn wir dann zum letzten Punkt kommen,

00:04:52: das ist der Neubau über Einzelgewerksvergabe. Auch da bringe ich mein Grundstück selbst mit,

00:05:00: aber nicht einen Generalunternehmer, der alle Gewerke für mich übernimmt, sondern schließe

00:05:06: dann jeweils für jedes Gewerk einzelne Verträge ab. Virtuell gibt es dann wahrscheinlich noch

00:05:13: eine vierte Möglichkeit und die bedeutet, ich bringe mein Grundstück mit und mache alles selbst.

00:05:21: Ja. Da hat man aber in der Regel keine Probleme, sich zurechtzufinden, wenn man es eh kann. Ja,

00:05:27: und ich glaube, der Prozentsatz ist so gering, dass ich, glaube ich, 99,999999 % als Suicide-

00:05:35: Programm schätzen würde. Sehr gut. Dann lass uns tiefer gehen. In dem Fall, ich habe jetzt ein

00:05:45: Grundstück und baue dann neu mit einem Generalunternehmer zusammen. Das haben wir uns

00:05:51: ja heute rausgepickt. Ist dann das Thema der Baukostenaufstellung im ersten Schritt ein

00:05:57: hochrelevantes? Warum ist das so? Genau, also die Thematik ist ja, man hat ja – oder die meisten

00:06:04: Menschen, mit denen ich spreche über das Thema, die haben ja immer die Vorstellung: Super,

00:06:09: ich gehe zu einem Generalunternehmer wie einem Fertighaushersteller oder einem Massivhaushersteller,

00:06:14: wie sie auch alle in diesen Neubau-Musterhäusern sitzen, und krieg ein Haus zum Festpreis und hab

00:06:21: dann das Rundum-sorglos-Paket, brauch mir keine Sorgen zu machen. Das ist leider nicht so, und

00:06:28: deswegen ist es halt wichtig, dass wir heute einmal über die Kostengruppen sprechen. Da gibt es

00:06:34: nämlich nach der DIN 276 eine schöne Aufteilung, und dann einfach mal einen Strich ziehen: Was ist

00:06:40: in der Regel bei den Verträgen von den Fertighausherstellern, Massivhausherstellern mit

00:06:44: dabei und was halt nicht. Ja, genau, also ich glaube, genau da gehen wir jetzt auch einmal

00:06:51: high level im ersten Schritt drüber, welche Items das beinhaltet. Ich glaube, der wichtigste

00:06:59: Punkt vorab: Das werden wir auch in die Shownotes packen, dann kann sich das jeder, den das

00:07:05: interessiert, selbst durchlesen, weil wir werden jetzt nicht jeden einzelnen Punkt, man kann sich

00:07:09: vorstellen, das ist eine DIN-Norm, da könnten wir wahrscheinlich ein Halbtages-Podcast damit füllen,

00:07:17: wenn wir das tun würden, aber es gibt acht große Blöcke in der Norm, und da würde ich sagen,

00:07:25: da gehen wir jetzt einfach mal von oben bis unten durch, was interessant und relevant zu erzählen ist.

00:07:33: Starten wir mit dem Grundstück. Genau, das ist die Kostengruppe, die man ja selbst beschaffen muss,

00:07:38: meistens sehr, sehr schwierig, in nichtländlichen Gegenden ein passendes Grundstück zu finden, und

00:07:45: deswegen aber auch relativ abgehakt. Da sind dann die Grundstücksnebenkosten noch mit enthalten,

00:07:51: aber sonst außer dem Kaufpreis fürs Grundstück gibt es da nicht viel zu erzählen.

00:07:56: Dann springen wir doch direkt weiter in die zweite Kostengruppe, das sind dann die

00:08:00: vorbereitenden Maßnahmen. Da zählt alles darunter, dass ich mein Grundstück, was ich dann gekauft habe,

00:08:08: entsprechend für den Bau vorbereite. Bedeutet, wenn da noch riesige Bäume draufstehen, die

00:08:13: abmüssen, wenn irgendwo Hausanschlüsse für Abwasser reingepackt werden, für den Strom,

00:08:19: all das, was vorbereitet werden muss, damit ich anfangen kann zu bauen.

00:08:23: Ja, oder erstmal erschlossen werden muss sogar.

00:08:26: Exakt.

00:08:29: Sehr gut, dann sind wir auch schon in der dritten Kostengruppe bei der Baukonstruktion oder bei

00:08:36: dem Baukonstruktion. Genau, das heißt also, wir haben jetzt alle Erschließungsmaßnahmen gemacht,

00:08:41: das Grundstück ist gekauft, nun fangen wir an, die Außenhülle des Hauses zu bauen. Das

00:08:49: wirklich die Außenwände, auch die Innenwände, Böden, all das, was das Haus trägt, das Dach

00:08:57: obendrauf, das gehört zu der dritten Kostengruppe, der Baukonstruktion.

00:09:02: Sehr gut, dann die vierte, da sind wir schon bei den technischen Anlagen.

00:09:07: Auch das ist sehr verständlich, meiner Meinung nach. Das heißt, das Haus steht jetzt, wir haben

00:09:13: Böden, wir haben Wände, es ist ein Dach drauf, und jetzt füllen wir das Haus mit all den Anlagen,

00:09:20: die gebraucht werden, sei es die Heizung, die Elektrik, die am Ende des Tages, das

00:09:26: Smart-Home-System, die Wallbox. All das sind Punkte, die dann ein Stück weit das Haus zum

00:09:32: Leben erwecken.

00:09:34: Zum Leben erwecken ist dann hoffentlich auch außerhalb des Hauses – was für eine

00:09:42: Überleitung. Kostengruppe 5, die Außenanlagen und die Freiflächen.

00:09:47: Genau, das ist für mich auch schon ein erstes Sammelbecken: alle, der Rollrasen, der

00:09:55: Swimmingpool, all das, was halt außen stattfindet, Garagenstellplätze, das wird unter der

00:10:01: Kostengruppe subsumiert.

00:10:02: Sehr gut, dann haben wir die sechste. Das mache ich jetzt mal ganz kurz, ich kann ja

00:10:06: lesen: Sind wir dann bei der Ausstattung, Thema Küche, Einbauküche, Möblierung etc., fällt

00:10:12: da dann drunter, und dann sind wir bei der siebten, bei den Baunebenkosten.

00:10:17: Genau, auch da werdet ihr merken, dass die Punkte, die dort drinstecken, bei anderen

00:10:26: Herstellern weit auseinanderlaufen.

00:10:29: Aber ganz klassisch sind die Baunebenkosten, all das, was halt wirklich gemacht werden

00:10:35: muss, damit dieser Bau überhaupt umgesetzt werden kann.

00:10:38: Ein klassisches Beispiel ist hier der Architekt, der überhaupt erst mal die Zeichnung macht,

00:10:44: wie, wo gebaut wird und was genau umgesetzt wird.

00:10:48: Aber auch, sage ich mal, die Energieeffizienz-Experten, die dann vielleicht eventuelle Förderprogramme

00:10:54: prüfen und dann auch umsetzen, das fällt alles unter die klassischen Baunebenkosten.

00:11:00: Sehr gut, und dann schließen wir den Überflug auch schon ab mit der Finanzierung, die dann

00:11:08: steht.

00:11:09: Ist tatsächlich auch meistens nicht mit eingeplant.

00:11:13: Da ist ein großer Faktor tatsächlich die Bauzeitzinsen, das heißt die Doppelbelastung,

00:11:18: die man während des Baus hat, wenn man beispielsweise noch in Miete wohnt und gleichzeitig Miete

00:11:25: und dann die anfallenden Zinsen auf das, was schon ausgezahlt ist, zahlen muss.

00:11:30: Sehr gut, da sind wir jetzt ja schnell drübergeflogen, um einmal den groben Überblick zu

00:11:37: geben.

00:11:38: Das klang schon fast zu einfach aus meiner Sicht.

00:11:45: Lass uns jetzt einmal in die Punkte einsteigen, weshalb wir die Folge ja dann auch tatsächlich

00:11:50: machen.

00:11:52: Es gibt ja ein paar Fallstricke, vor allem die du in der Praxis dann auch gerne mal siehst.

00:11:59: Wo liegen die denn bei dem ganzen Thema Kostenaufstellung und wie geht man damit am besten um?

00:12:04: Der erste Fallstrick ist, dem man sich im Klaren sein muss: Keiner von diesen Herstellern

00:12:12: arbeitet mit der DIN 276.

00:12:14: Keiner.

00:12:16: Also, die haben alle ihre eigene Aufstellung ein Stück weit, und wenn man dann anfängt,

00:12:23: mit Hausherstellern zu sprechen, und dann erste Werkverträge, Vorschläge bekommt – und wir

00:12:29: würden immer über ein schlüsselfertiges Haus sprechen.

00:12:32: Das heißt, die stellen mir das wirklich, tut die komplett hierhin, das Ding.

00:12:36: Dann habe ich aber die Problematik, dass bei jedem von denen unterschiedliche Sachen nicht

00:12:43: drin sind.

00:12:44: Und wenn die das zu einem Festpreis nicht anbieten, dann fangen die an, Schätzungen

00:12:51: zu betreiben.

00:12:52: Und die zwei Punkte, wo das Kind meistens in den Brunnen fällt, von Sachen, die

00:12:59: in diesem Festpreis nicht mit enthalten sind und von dem Fertighaushersteller, Massivhaushersteller

00:13:05: geschätzt werden, sind zum einen die Abbrucharbeiten, also die Abbruchmaßnahmen und die Erdarbeiten.

00:13:13: Das heißt, wenn ich ein Grundstück mit einem Bestandshaus kaufe, was einfach nicht zu

00:13:18: alt ist, was wegmuss, so ein Abriss, das kostet extrem viel Geld, das muss man wirklich

00:13:25: gut kalkuliert haben.

00:13:26: Sprich, da sind wir in der Kostengruppe vorbereitende Maßnahmen.

00:13:30: Exakt.

00:13:32: Das ist so der erste Punkt, wo eine Kostenexplosion stattfinden kann, weil wenn ich so ein Ding

00:13:37: abreiße, das muss ja auch entsorgt werden, wenn ich dann Schadstoffe habe, weil das irgendwie

00:13:42: ein Haus von den 50er, 60ern ist, dann muss das halt gut kalkuliert sein.

00:13:48: Und da würde ich mich niemals, niemals, niemals auf eine Schätzung von einem Fertighaushersteller

00:13:54: verlassen, der das nicht selbst anbietet, weil der wird das immer aus Eigeninteresse

00:13:59: zu tief schätzen.

00:14:02: Und genau dasselbe haben wir in der Kostengruppe 300 für die Baugruppe für die Erdarbeiten.

00:14:09: Das heißt, wenn jetzt beispielsweise da noch ein Hügel ist, der abgetragen werden muss,

00:14:15: oder wenn jetzt, wenn das so ein Stück weit im Hang ist, das Grundstück, und wir für

00:14:21: den Keller Erde rausnehmen müssen, dann sind das einfach Punkte, da werdet ihr merken,

00:14:26: das bieten diese Hersteller nicht selbst an.

00:14:29: Das muss immer dann selbst – müsst ihr euch ein Unternehmen suchen, und diese Schätzungen,

00:14:36: die sind immer zu niedrig von den Herstellern.

00:14:39: Also, ich kenne sehr, sehr wenige, die wirklich da mit einer ordentlichen Schätzung drangehen.

00:14:43: Da kenne ich mich nicht aus.

00:14:45: Bekanntlichermaßen trifft das auch drauf zu, wenn ich einen Keller baue?

00:14:52: Auch meistens haben die meisten Hersteller einen Partner, mit dem sie den Keller bauen.

00:14:57: Und dann gibt es einen Kostenvoranschlag.

00:14:59: Auch da lohnt es sich immer, nochmal einen Vergleich zu ziehen.

00:15:03: Und auch bei den Erdarbeiten hat ein guter Hersteller vielleicht auch Unternehmen, mit

00:15:08: denen er gute Erfahrungen gemacht hat, und empfiehlt dann.

00:15:11: Nur das Thema ist, dass wir die – wenn dieser Werkvertrag unterschrieben wird, ist man meistens

00:15:19: noch nicht so weit, um jetzt wirklich diesen Kostenvoranschlag für die Erdarbeiten in

00:15:25: Auftrag zu geben.

00:15:27: Und da entsteht halt Entscheidung für den Hersteller plus wann habe ich dann wirklich

00:15:34: diese Kostensicherheit, hat einen zeitlichen Versatz und da wird es halt richtig gefährlich,

00:15:40: weil der Haushersteller, der hat ein Ziel, und zwar, dass er euch das Haus verkauft.

00:15:45: Das heißt, für ihn ist es ja wichtig, dass die Kosten so niedrig wie möglich sind oder

00:15:52: niedrig genug, dass ihr das Gefühl habt, euch das leisten zu können.

00:15:56: Und das ist so ein Stück weit der Punkt, wo besonders mir wichtig ist, und da schaue ich

00:16:02: immer ganz genau hin: Abbrucharbeiten und die Erdarbeiten.

00:16:06: Das sind die zwei Punkte, die immer notorisch zu niedrig geschätzt werden.

00:16:12: Ja, sehr spannend.

00:16:14: Es sind jetzt wahrscheinlich zwei Punkte, wo man nicht so wirklich sofort drauf gekommen

00:16:18: wäre, dass das die zwei Fallstricke sind.

00:16:23: Dementsprechend sagst du auch, dass an den anderen Punkten, weil es dann ja auch letztendlich

00:16:29: das Geschäft der Generalunternehmer ist, es eigentlich gar nicht so viel falsch laufen kann.

00:16:38: Das sind die teuersten Punkte, wo wenn es falsch läuft.

00:16:41: Wenn ich mir noch mal beispielsweise die Architektenleistungen, was auch die meisten

00:16:46: nicht wissen, die Haushersteller, die arbeiten zwar mit Architektenbüros zusammen.

00:16:52: Ihr seid aber nicht verpflichtet, den zu nehmen.

00:16:56: Ein Stück weit.

00:16:56: Ihr könnt auch euren eigenen Architekten raussuchen.

00:16:59: Und ich habe einfach die Erfahrung gemacht, dass von solchen Generalunternehmern manche

00:17:07: Architekten halt nicht so ganz so gut sind.

00:17:16: Und auch da ist es einfach wichtig, dass diese Kosten nicht vergessen werden und auch nicht

00:17:22: zu niedrig geschätzt werden.

00:17:24: Auch ganz große Klassiker, was den meisten vielleicht kein Begriff ist.

00:17:29: Wenn jetzt auf der Baustelle gearbeitet wird, dann habe ich ja auch ein Stück weit den Baustrom,

00:17:34: den ich zahlen muss parallel.

00:17:36: Auch das sind Kosten, die ich irgendwo mitkalkulieren muss.

00:17:40: Und die Hersteller, die machen das immer relativ einfach.

00:17:45: Die haben dann das Grundstück, das ist ja klar, das hat einen Preis gehabt, einfach.

00:17:49: Dann haben sie ihren Festpreis, wo in einem 80-seitigen Werkvertrag drinsteht, was ist

00:17:56: drin, was ist nicht drin.

00:17:58: Und dann haben sie ein riesiges Becken, wo sie ein Wort für benutzen: Baunebenkosten.

00:18:02: Und da packen sie einfach rein: Okay, das sind 50.000 Euro.

00:18:06: Wenn sie noch gut sind, nehmen sie noch einen Prozentwert von den Baukosten.

00:18:11: Und die nennen gar nicht mal die einzelnen Unterpunkte.

00:18:15: Das heißt, Bauherren, die sich damit nicht wirklich auseinandersetzen, denen ist gar

00:18:20: nicht bewusst, was gibt es überhaupt eigentlich.

00:18:23: Also wenn ihr euch dann jetzt mal diese DIN anschaut, dann werden euch wahrscheinlich

00:18:29: Positionen vollkommen.

00:18:29: Ach Mist, da habe ich ja gar nicht dran gedacht.

00:18:32: So ein Bodengutachten, da sind so viele Positionen drin, wo man leider, wenn man halt auch in

00:18:38: so einen Vergleich geht – welcher Hersteller ist denn der beste für mich –, vor die Herausforderungen

00:18:44: gestellt wird.

00:18:45: Und zum Glück machen Claude und KI das ein bisschen einfacher, zu sagen: Okay, die DIN

00:18:52: 276 und der Werkvertrag, den ich bekomme, was ist abgedeckt und was ist nicht abgedeckt.

00:18:58: Ja, ich glaube, das ist ja dann auch die – glaube ich – eine der Kernmessages von heute,

00:19:04: dass es eben diese DIN-Norm gibt.

00:19:10: Jetzt bin ich im Zweifel vielleicht gar nicht an jeder Stelle ein großer Fan von unseren

00:19:14: DIN-Normen, aber hier hilft es, glaube ich, extrem gut in der Praxis, in einem Thema,

00:19:21: wo sich die wenigsten jetzt extrem gut auskennen werden.

00:19:25: Du dann mit zwei, drei Anbietern sprichst, die Angebote sehen alle gleich, aber anders

00:19:30: aus.

00:19:31: Was ist jetzt das Richtige für mich?

00:19:33: Hat man hier eben dann eine grundsätzliche Orientierung, die man zu Hilfe nehmen kann,

00:19:42: wo man letztendlich einfach von oben bis unten nur abhaken muss: Was ist drin, was ist nicht

00:19:46: drin? Oder dann halt einfach dann nachfragen: Wie kommt man jetzt dann auf den bestimmten

00:19:53: Punkt oder Preis?

00:19:55: Und den Tipp, den ich geben kann: Bauen ist nie günstig.

00:20:02: Nie.

00:20:03: Deswegen: Wenn ihr eine Gesamtkostenaufstellung bekommt, die zu schön ist, um wahr zu sein,

00:20:09: dann ist das so.

00:20:10: Das wird euch dann nur viel, viel später auffallen und zu einem Zeitpunkt, wo es richtig,

00:20:16: richtig wehtun wird.

00:20:17: Das heißt…

00:20:18: Das ist bei den Großprojekten auch so, habe ich das Gefühl.

00:20:22: Und das ist wirklich…

00:20:24: Da scheint es keine DIN-Norm zu geben, bevor jemand gegencheckt.

00:20:27: Und du musst dir halt die Misere vorstellen, also ich finde es wirklich schlimm: Da geht

00:20:32: wirklich eine Familie, die hat nach Jahren endlich ein Grundstück gefunden, geht jetzt

00:20:37: in diese Fertighaussiedlung rein und geht in drei, vier, fünf, sechs Musterhäuser

00:20:43: rein.

00:20:43: Und da ist keiner von denen, die mal wirklich eine ordentliche Kostenaufstellung ausstellen.

00:20:48: Wenn mir jemand zuhört oder uns zuhört, der eine hat: Gerne bei uns melden.

00:20:55: Ich freue mich auf den Austausch.

00:20:57: Und gehen dann meistens zu einem Finanzierer, ob es jetzt eine Bank oder eine der Großen

00:21:03: ist, die auch keine eigene Aufstellung haben oder damit arbeiten können oder geschweige denn

00:21:09: wissen, dass es überhaupt diese Kostengruppen gibt.

00:21:13: Und dann ist man wirklich komplett allein als Bauherr.

00:21:17: Und am Ende des Tages, die Verantwortung trägt aber der Bauherr.

00:21:21: Und deswegen ist es so extrem wichtig und das ist mir auch deswegen in der Beratung

00:21:26: extrem wichtig bei Neubau: Da muss die Baukostenaufstellung passen.

00:21:32: Und das führt manchmal dazu, dass ich sage: Ihr könnt euch das nicht leisten.

00:21:36: Weil einfach, auch wenn der Hauspreis toll wirkt und man sagt, das kann ich mir doch

00:21:40: leisten, wenn man aber dann alles, alles mit reinnimmt, dann wird es halt schon sehr,

00:21:45: sehr schnell sehr dünn.

00:21:46: Ja, bevor wir in das Thema Finanzierung gehen, bzw. anders gesagt: Heute wollen wir gar

00:21:55: nicht in das Thema Finanzierung einsteigen.

00:21:58: Das ist jetzt vorgezogen schon der Cliffhanger.

00:22:01: Das Thema wollen wir nämlich nächste Woche zusammen mit den Förderungen genau besprechen,

00:22:07: damit das nicht aus dem Rahmen fällt heute.

00:22:09: Aber wenn ich mir das jetzt so vorstelle, du hattest gerade schon gesagt, ich schaue

00:22:13: mir hier so ein paar Musterhäuser an, habe dann auch ein paar Angebote auf dem Tisch

00:22:20: und sehe dann, mir ist irgendwas nicht klar, oder check das jetzt im Zweifel sogar mit

00:22:26: der Hilfe der DIN-Norm gegen und mir kommt da irgendwo was mulmig vor.

00:22:32: Und vielleicht ist es auch nicht nur bei einem Anbieter, sondern mehreren.

00:22:34: Wie funktioniert das in der Praxis?

00:22:36: Was mache ich da dann da am besten?

00:22:38: Oder es fehlt irgendwas?

00:22:40: Wie ist da der beste Prozess dann?

00:22:43: Leider wie bei den Fördermitteln.

00:22:45: Entweder ich habe jemanden, der mir helfen kann, der sich damit auskennt, oder Hilfe zur

00:22:50: Selbsthilfe.

00:22:51: Ich muss meine eigene Kostenaufstellung machen, am besten in der Excel, und wirklich anhand

00:22:57: dieser DIN schauen: Okay, welche Kosten sind sicher über den Generalunternehmer?

00:23:04: Wo kann ich überall einen Haken setzen?

00:23:06: Und was ist noch offen?

00:23:08: Und für das, was noch offen ist, muss man entweder mit Schätzungen arbeiten.

00:23:13: Das sind Prozentwerte von – gibt es ganz, ganz viele Aufstellungen –, oder am besten, man hat

00:23:18: schon jemanden, der einem einen Kostenvoranschlag machen kann und sagen kann: Okay, dafür,

00:23:22: die Bodenarbeiten kannst du beispielsweise 50.000 Euro veranschlagen für genau dieses

00:23:28: Grundstück.

00:23:29: Und das ist dann der Punkt, wo man – je mehr Variablen man hat, desto mehr Puffer muss

00:23:35: man planen.

00:23:36: Und das heißt, desto teurer wird das.

00:23:38: Je weniger Budget man hat, desto sicherer muss man sein und desto mehr muss man an Kosten-

00:23:44: voranschlägen im besten Falle planen, dass halt wirklich auch nichts dazwischenkommen

00:23:50: kann.

00:23:51: Weil Nachfinanzierung – auch das wird ein Thema sein jetzt für das nächste Gespräch –, das

00:23:55: ist das Schlimmste, was man sich vorstellen kann.

00:24:00: Sprich, in der Tat lege ich selbst Hand an, mache die Kostenaufstellung und plan mir

00:24:07: dann eben an allen unsicheren Punkten mehr Puffer ein, um dann vielleicht auch mal, ich

00:24:15: weiß nicht, wenn ich da mit meinem Finanzierer spreche, zwei Szenarien durchrechnen kann.

00:24:20: Exakt.

00:24:21: Also, man muss wirklich, man muss sich einfach lösen von der Illusion, der Fertighaushersteller

00:24:28: hat die Kompetenz, mir eine ordentliche Kostenaufstellung zur Verfügung zu stellen.

00:24:33: Das ist nicht so.

00:24:34: Und man muss sich lösen davon, dass es bei den meisten Finanzierern Kompetenzen dafür

00:24:41: gibt, eine ordentliche Kostenaufstellung zu erstellen.

00:24:44: Und deswegen muss man sich halt dann selbst behelfen, weil am Ende des Tages man selbst

00:24:50: als Bauherr der Leidtragende ist.

00:24:53: Gut.

00:24:55: Um das nochmal einmal abschließend zusammenzufassen, das Thema Baukostenaufstellung, was ich mir

00:25:01: jetzt mitnehme, ist, wie du das gerade schon gesagt hast, selbst auf den Fahrersitz setzen.

00:25:06: Es gibt Orientierung, nämlich die DIN 276 – verlinken wir –, damit man sich da nicht komplett

00:25:14: auf die Angebote von den Generalunternehmern verlassen muss.

00:25:20: Und dann sind es insbesondere die drei Punkte Abbruch, Erdarbeiten und Architekt, wo man

00:25:27: ein genaues Auge drauf haben sollte.

00:25:30: Ja.

00:25:30: Also ein noch genaueres Auge, sowieso an alle Punkte.

00:25:35:

00:25:35: Und letztendlich ist es ja auch, wer selbst baut, da ist das ja wirklich ein sehr, sehr

00:25:39: wichtiges Lebensprojekt.

00:25:41: Ich glaube, mehr als gerechtfertigt, da lieber nochmal zweimal draufzuschauen als einmal

00:25:47: zu wenig.

00:25:48: Genau.

00:25:51: Und wenn man ein Stück weit auch wissen möchte, was ist denn überhaupt drin in diesem Werkvertrag,

00:25:57: dann hilft auch die Bau- und Leistungsbeschreibung.

00:26:00: Die gibt es bei jedem Werkvertrag mit dazu.

00:26:03: Und da muss der Generalunternehmer auch minutiös zur Verfügung stellen: Wie wird das gebaut,

00:26:10: welche Ausstattung, was wird da genau verbaut?

00:26:12: Und da kann man dann, wie gesagt, sich mit KI behelfen, das dort reinlaufen lassen und

00:26:17: das einfach dann mal gegen die DIN laufen lassen, um wirklich nachzuvollziehen: Was

00:26:22: ist drin, was ist nicht drin?

00:26:23: Ja, oder zur Not auch einfach mal übersetzen lassen in eine verständliche Sprache, so

00:26:29: würde ich es mal als eine der ersten Punkte tun.

00:26:34: Lass uns zum Abschluss der Folge – heute haben wir noch das Thema Eigenleistungen im

00:26:42: Gepäck, was ja dann doch auch stark verbunden ist mit dem Thema Kostenaufstellung.

00:26:48: Wieso haben wir das im Gepäck?

00:26:50: Ja, das war mir einfach nochmal wichtig, weil ich sehr viele Bauherren kennenlerne, wo

00:26:55: wir erstmal grundsätzlich klären müssen, okay, was ist eine Eigenleistung und was ist

00:27:01: eine Eigenleistung für einen Generalunternehmer und was ist das für eine Bank?

00:27:08: Und, ich sag mal, ganz klassisch finden wir Eigenleistungen in der Kostengruppe 3, 300.

00:27:16: Das sind beispielsweise Innentüren, die Malerarbeiten oder die Bodenbelagsarbeiten.

00:27:24: Das kannst du dir so vorstellen, dass man halt sagt, dass der Generalunternehmer sagt:

00:27:28: Okay, ich stell das Haus fertig, dass halt Böden und Wände, so ein Stück weit halt das

00:27:35: Mauerwerk da ist, aber ich selbst als Bauherr muss jetzt ein Stück weit die Böden besorgen

00:27:42: und dann auch selbst reinpacken.

00:27:46: Oder der Generalunternehmer stellt mir das Material zur Verfügung, aber der Einbau erfolgt selbst.

00:27:54: Und da kommen wir jetzt auch schon zum Thema: die Unterscheidung.

00:27:57: Wichtig ist einfach bei solchen Themen immer: So eine Leistung, die kann sich immer in Materialkosten

00:28:04: und Lohnkosten zusammensetzen.

00:28:07: Machen wir ein Beispiel: die Bodenbelagsarbeiten.

00:28:09: Ich hab das Material, beispielsweise das Parkett, was einen Wert hat und dann hab ich die Lohnkosten,

00:28:19: das heißt die Zeit, die jemand braucht, um dieses Parkett zu verlegen.

00:28:24: Und wenn jetzt ein Bauträger oder ein Generalunternehmer von der Eigenleistung spricht,

00:28:32: dann nimmt er immer die Material- und die Lohnkosten zusammen raus.

00:28:37: Das heißt, mein Werkvertrag wird günstiger, beispielsweise jetzt beim Boden um 20.000 Euro.

00:28:45: Und ich muss aber dafür ein Stück weit dafür sorgen, dass ich im Baumarkt diesen Boden gekauft bekomme

00:28:51: und ihn auch dann noch verlege.

00:28:54: Aus Bankensicht ist es aber so, dass ja die Kosten für den Boden nicht verschwinden.

00:29:00: Das heißt, das Material muss ja trotzdem gekauft werden.

00:29:03: Das heißt, ich muss dann immer in meiner Kostenaufstellung, da sind wir wieder beim Thema Gesamtkosten,

00:29:10: das Material trotzdem auf diesen Werkvertrag obendrauf rechnen für den Boden.

00:29:15: Und wenn dann mein Bauherr das selber verlegen möchte, kann ich dann,

00:29:19: man sagt ja immer, in etwa die Hälfte als Lohnkosten-Eigenleistung wirklich auch rausrechnen.

00:29:26: Mach ich es mir da dann in der Finanzierung, in der Praxis nicht deutlich komplizierter?

00:29:31: Naja, das ist natürlich ein komplexerer Schritt, aber wenn ich ein Stück weit,

00:29:37: und wir haben ja am Anfang der Folge gesagt, Bauen ist teuer, ein gewisses Budget nur habe

00:29:42: und der einzige Weg ist, dass ich meinen Traum vom Eigenheim erfüllen kann,

00:29:46: dass ich halt gewisse Sachen selber mache, führt da kein Weg dran vorbei.

00:29:50: Ja, verstehe.

00:29:53: Gibt es da noch Punkte zu, zum Thema Eigenleistung?

00:29:59: Grundsätzlich, wie gesagt, zwei Sachen noch.

00:30:03: Zum einen: Plant die Eigenleistung bitte nicht zu groß, weil, wenn ihr gefühlt die Sanitärsachen

00:30:12: selbst einbaut, Böden, Wände macht, im besten Falle gerade noch frisch Eltern geworden seid

00:30:18: und zwei Vollzeitjobs nebenbei habt oder eineinhalb, dann wird das nicht funktionieren,

00:30:24: dann werdet ihr auch nicht glücklich mit.

00:30:26: Das wird dann – dann lasst ihr euch scheiden während des Baus, weil sehr oft vorgekommen

00:30:31: ein Stück weit.

00:30:32: Deswegen würde ich immer von der Schrittigkeit mit einem Schlüsselfertigen rechnen und

00:30:37: dann schauen, okay, wie weit müsste ich runtergehen, dass ich mir das leisten kann.

00:30:42: Und dann wirklich ganz ehrlich zueinander sein: Warten wir vielleicht nochmal, bauen

00:30:46: ein bisschen Eigenkapital auf, um dann wirklich auch unseren Schritt zu gehen.

00:30:49: Thema eins. Und Thema zwei: Es kann immer Sinn machen, Sachen wie Böden und Wände

00:30:57: ein Stück weit selbst zu vergeben, dass man sagt: Hey, ich nehme das bei einem Generalunternehmer

00:31:02: raus, weil einfach die Kosten günstiger sind und dann kann man ja auch ein Stück weit

00:31:07: jemanden Externes in Auftrag geben, zu sagen: Hey, ich habe jetzt den Boden gekauft, verleg

00:31:12: mir den bitte.

00:31:13: Also, das finde ich dann immer eine coole Sache, und da sollte man immer, wenn man so

00:31:17: ein Komplettpaket bucht, sollte man dann einfach immer schauen: Was setzt denn der Bauträger

00:31:21: an Kosten für diese Bodenarbeiten, Malerarbeiten an?

00:31:25: Und das ist wirklich so was Klassisches, auch wie Innentüren, dass man einfach, wenn man

00:31:31: es selbst macht, kauft und jemanden findet, der einem das dann einbaut, viel günstiger

00:31:36: bekommt.

00:31:37: Ich könnte mir auch vorstellen, wenn man jetzt zu viel selbst macht oder zu viel rummacht,

00:31:43: um es jetzt mal so zu formulieren, fängt es dann ja auch irgendwann für den Generalunternehmer

00:31:50: an, nicht mehr ganz so attraktiv zu sein, das Vorhaben.

00:31:52: Oder sehe ich das falsch?

00:31:53: Auch die, die sind vollkommen schmerzbefreit.

00:31:56: Du kannst dir das so vorstellen: Es gibt meistens technikfertig, fast fertig und schlüsselfertig.

00:32:03: Und für die ist das ja einfach, weil wenn das technikfertig ist, dass die wirklich

00:32:08: weit bis zu den technischen Anlagen reinbauen, dann ist das ja dann einfach, die sind ja

00:32:15: als Erstes fertig.

00:32:16: Und dann ist einfach nur Schritt ab 80 bis 100 Prozent, muss dann noch zu Ende gemacht

00:32:22: werden.

00:32:23: Und für die gibt es keinen Schritt dahinter.

00:32:26: Und deswegen ist das der Vorteil für die, deswegen sind die tiefenentspannt.

00:32:30: Die lassen dann einfach alles stehen und liegen.

00:32:32: Und dann kann es denen am Ende des Tages egal sein, ob das fertiggestellt wird oder nicht.

00:32:36: Okay, gut.

00:32:39: Dann sehe ich es so, als wären wir für heute durch.

00:32:43: Ja.

00:32:44: Sehr schön.

00:32:47: Sehr spannendes Thema, und für vor allem alle, die da im Prozess oder mit dem Gedanken

00:32:54: spielen, glaube ich, extrem wichtig.

00:32:58: Und deswegen machen wir da auch zwei Folgen draus.

00:33:03: Nächste Woche dann mit klarem Fokus auf die Finanzierung.

00:33:07: Was sind dann auch da die möglichen Fallstricke?

00:33:11: Was kostet das, wenn es dann auch irgendwie zu lange dauert oder irgendwas nicht so läuft,

00:33:16: wie es sein soll?

00:33:17: Und vor allem dann auch das Thema Förderungen, die es ja durchaus gibt, damit wir irgendwann

00:33:23: mal unsere Ziele in Deutschland erreichen und wieder genug gebaut wird.

00:33:29: Das alles nächste Woche.

00:33:31: Mir hat Spaß gemacht.

00:33:32: Danke euch fürs Zuhören und dann bis nächste Woche.

00:33:36:

00:33:37: Bis dann.

00:33:37: Ciao, ciao.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.