Bestandssanierung: fünf Gewerke bestimmen Kosten und Reihenfolge

Shownotes

Key Insights

  • Substanz schlägt Oberfläche: Simon formuliert es direkt — eine schöne Tapete lässt sich über jede schlechte Substanz ziehen, sie hält nur nicht lange.
  • Besichtigung in zwei Stufen: Zur Erstbesichtigung genügen Checkliste und Fotos; Bausachverständiger oder befreundeter Handwerker gehören in die Zweitbesichtigung, wenn ernsthaftes Kaufinteresse besteht.
  • Die Lücke zwischen Zustand und Preis: Sachverständige sagen, ob etwas schlecht, mittelmäßig oder gut ist — was es kostet, sagt niemand. Belastbar wird es erst mit einem Architektenplan oder konkreten eigenen Vorstellungen.
  • Quadratmeterpreise als Grobraster: Simon nennt für die Wohnfläche rund 1.200 Euro für eine einfache Sanierung, etwa 2.000 Euro im Mittelsegment und 3.000 bis 4.000 Euro im teuren Segment.
  • Fünf Gewerke zuerst: Dachdecker, Fensterbauer, Elektriker, Sanitär und Heizung müssen stehen, bevor alles Weitere kommt. Böden und Wände vorzuziehen heißt, die Wand später wieder aufzumachen.
  • Fenster sind der klassische Fehlschwerpunkt: Sie sind spürbar und werden deshalb zuerst angegangen, machen aber nur 10 bis 15 Prozent des Gesamtvolumens aus und können im Altbau zu dicht sein.
  • Einzelvergabe ist nachvollziehbarer: Lokale Betriebe kalkulieren ihre Positionen täglich; beim Generalunternehmer, laut Elisabeth 20 bis 30 Prozent teurer, gehen Details eher unter. Der Mittelweg ist der gut vernetzte Betrieb, der weitere Gewerke mitbringt.
  • Eigenleistung nur ohne Folgeschäden: Oberbeläge, Streichen und Tapezieren ja — Elektrik, Sanitär und Fliesen im Duschbereich nicht, weil der Rückbau teurer wird als die Ersparnis.

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Credits

  • Host: Marco Beck
  • Expertin: Elisabeth Beck
  • Produktion/Schnitt: Bauffy GmbH
  • Website: https://bauffy.de
  • © 2026 bauffy – Deine Boutique für Baufinanzierung

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge beim bauffy Podcast.

00:00:04: Mein Name ist Marco und heute haben wir eine sehr besondere Folge für uns.

00:00:09: Es ist nämlich die erste mit einem Gast. Wir haben den Simon bei uns.

00:00:13: Ich freue mich extrem darauf. Wir vertiefen das Thema energetische Sanierung und zwar aus der Praxis für Bestandsobjekte.

00:00:22: Bevor wir das tun, erst mal hallo Eli und hallo Simon.

00:00:27: Hallo Marco.

00:00:28: Lasst uns trotzdem wie gewohnt mit der Lage starten. Zinslage, Swap, ja, geht immer weiter hoch.

00:00:38: Die Treppe geht weiter nach oben. 3,54 ist der Swap heute Samstagmittag.

00:00:45: Wie schaut es denn an der Bankenfront aus, Eli?

00:00:48: Ja, sehr, sehr schlecht. Die Gewitterwolken waren ja schon sehr dunkel.

00:00:52: Die sind noch dunkler geworden und ich hätte es tatsächlich nicht geglaubt, aber wir sind so teuer wie das letzte Mal 2011.

00:00:59: Also nach der Finanzkrise.

00:01:02: Und das hat jetzt dazu geführt, dass die Commerzbank für nächste Woche eine Zinserhöhung von 0,19 angekündigt hat.

00:01:10: Also wirklich, die sind ja schon zweimal hoch, jetzt noch mal hoch.

00:01:14: Also wer jetzt nicht ein Stück weit die letzte Chance nutzt, wird einen sehr, sehr teuren Zinssatz akzeptieren müssen.

00:01:21: Was bedeutet, wir sehen es jetzt schon, die Nachfragen gehen zurück, der Markt ist in Schockstarre.

00:01:28: Und es wird dazu führen, dass die Kaufpreise mehr verhandelt werden.

00:01:32: Die Kaufpreisverhandlungen werden sich länger ziehen und die Banken werden noch genauer hinschauen,

00:01:37: weil sich jetzt einfach wirklich nur eine bestimmte Käuferschicht kaufen und bauen leisten kann.

00:01:43: Also die nächsten Wochen wird, solange sich der Iran nicht beruhigt, wird das ganz schön zapfig.

00:01:50: Ja, das ist richtig.

00:01:51: Also ich glaube, da ist die Message auch klar, es geht weiter nach oben.

00:01:55: Keine Erholung in Sicht, wie das ja im Verlaufe des zweiten Quartals auch häufiger mal der Fall war.

00:02:01: Eine Woche hoch, eine Woche runter.

00:02:03: Momentan geht es nur nach oben.

00:02:05: Die politischen Nachrichten sind dementsprechend und die Staatsverschuldung und Staatsanleihenbewegung hilft leider nur dem Weg nach oben.

00:02:17: Dem Sparer hilft es.

00:02:19: Dem Sparer hilft es.

00:02:20: Aber auch nur, wenn es die Bank weitergibt.

00:02:25: Gut, dann will ich sagen, machen wir da einen Haken dran und starten ins Thema.

00:02:32: Vielleicht vorweg, Simon, steigende Zinsen.

00:02:35: Hat das einen Impact auf dein Business as well?

00:02:40: Und vielleicht kannst du dann auch direkt die Gelegenheit nutzen, uns einmal zu sagen, was du genau machst.

00:02:47: Ja, man merkt auf jeden Fall, dass die Leute generell eher vorsichtig sind, was Geldausgeben angeht.

00:02:55: Also gerade in Bezug auf Material, man merkt das ja, dass die Leute oftmals eher das günstige und das teurere Angebot bekommen wollen.

00:03:04: Und dahingehend schon eher, dahin geneigt sind, sich für die günstigere Variante zu entscheiden.

00:03:09: Auch einen guten Freund, der ist Fliesenlegermeister.

00:03:12: Und gerade in den letzten Jahren durch Instagram und so sind Großformate bei Fliesen sehr, sehr beliebt geworden, zu seinem Leidwesen tatsächlich.

00:03:22: Weil hübscher oder?

00:03:24: Weil hübscher.

00:03:25: Ja, zum einen das und dieses fugenlose Design ist sehr, sehr beliebt geworden.

00:03:31: Früher zum Beispiel.

00:03:31: Finde ich ganz schrecklich.

00:03:32: Ja?

00:03:33: Ja.

00:03:33: Also es hat ein paar Vorteile tatsächlich.

00:03:36: Aber wenn du jetzt ein kleines Bad hast und willst da riesige Fliesen rein haben, ist das natürlich auch sehr, sehr schwierig.

00:03:41: Und er hat gemerkt, dass dahingehend die Leute auch wieder einen Rückschritt machen und das eher weniger haben wollen, weil einfach die Preise extrem hoch sind dafür.

00:03:52: Und natürlich auch die Verarbeitungskosten, weil so eine große Fliese, da mache ich vielleicht zwei am Tag dann, wenn ich alleine bin.

00:03:59: Und bei den kleineren mache ich 30, 40 am Tag.

00:04:03: Dementsprechend kann ich natürlich auch mehr Quadratmeter machen.

00:04:05: Dahingehend merkt man schon, dass die Leute einfach etwas vorsichtiger sind, was Geldausgeben angeht.

00:04:12: Und insgesamt dann halt auch eher dann zum günstigeren Material neigen.

00:04:17:

00:04:18: Ja, dann noch kurz zu mir.

00:04:20: Ich habe eine Innenausbaufirma.

00:04:22: Wir arbeiten aber auch mit vielen anderen Firmen zusammen, um halt so eine Art ganzheitliches Konzept anzubieten.

00:04:29: Ich bin jetzt seit fünf Jahren selbstständig, habe davor aber auch eigentlich schon immer auf dem Bau gearbeitet.

00:04:35: Ganz unterschiedlichen Firmen.

00:04:37: Unser Spezialgebiet aktuell ist eigentlich hauptsächlich Trockenbau, Innenausbau und in dem Zusammenhang natürlich auch Dachdämmung und dergleichen.

00:04:47: Ja, und da kommt man natürlich auf Kundenseite sehr, sehr, sehr viel mit.

00:04:52: Eher so die Seite, die halt jemand, der aus der Finanzierungsbranche kommt, nicht so mitbekommt.

00:04:57: Ja, wir haben uns gedacht, nutzen wir die Gelegenheit, mal beide Seiten so miteinander zu verbinden.

00:05:01:

00:05:01: Ja, absolut. Und ich glaube, das ist auch ein sehr guter Zeitpunkt.

00:05:06: Wir hatten in den letzten Wochen das Thema ja wirklich eigentlich fast jede Woche im Podcast an unterschiedlichen Stellen,

00:05:14: sei es beim Thema Förderungen, die mit dem Thema energetisches Sanieren zusammenhängen, oder Praxisfall.

00:05:21: Ich glaube, vor zwei Wochen war es, den du mitgebracht hast.

00:05:24: Und deswegen aus unserer Sicht auch wirklich sehr schön und rund, dich hier heute bei uns zu haben.

00:05:31: Und das Thema dann vor allem aus der Praxis anzugehen, weil ich glaube, das eine ist,

00:05:37: wie kann ich gefördert werden bzw. was sind da dann mögliche Programme?

00:05:42: Das andere ist ja dann noch viel wichtiger. Wie mache ich das denn jetzt in der Praxis?

00:05:45: Und worauf achte ich? Wo sind dann vielleicht auch so ein paar Fallen, in die man reintappen kann?

00:05:54: Und genau das wollen wir heute besprechen.

00:05:57: Ja, Simon ist für mich auch mein Go-to. Den rufe ich immer an, wenn ich besonders jetzt in dem Fall,

00:06:03: den wir besprochen hatten vor ein paar Wochen.

00:06:05: Stimmt, genau. Darüber sind wir auch drauf gekommen, dass wir mal zusammen Podcast machen müssen.

00:06:10:

00:06:10: Ja, wenn mir irgendwas nicht koscher vorkommt oder wenn ich einfach noch mal so ein Grundsatzthema mit ihm besprechen möchte,

00:06:16: weil klar, aus der Ferne so eine Ferndiagnose ist immer schwierig.

00:06:20: Mir geht es aber meistens eher um ein Bauchgefühl.

00:06:22: Und dadurch ist mir einfach auch in den meisten, weil ich auch wirklich sehr viel in Sanierung drin bin,

00:06:27: jetzt aus der Finanzierungsseite raus.

00:06:29: Es ist immer schwierig für den Kunden, für den Käufer, wenn er halt so eine Immobilie hat.

00:06:35: Und wir haben halt einen extrem alten Bestand in Deutschland.

00:06:38: Da muss viel gemacht werden. Da ist viel verpasst worden in den letzten Jahrzehnten.

00:06:43: Auf jeden Fall, auf jeden Fall.

00:06:45: Und deswegen ist es für mich einfach immer der erste Aufschlagpunkt ein Stück weit,

00:06:50: vielleicht wenn ich dann so eine Erstberatung mache und die Kunden wissen ihr Budget.

00:06:55: Das ist immer alles durchgegangen.

00:06:57: Und dann ist wirklich das Aufregende.

00:06:58: Wir haben unsere erste Besichtigung gemacht.

00:07:01: Und für mich wäre jetzt mal echt spannend, dass du uns mal ein bisschen davon erzählst,

00:07:06: was sollten denn meine Käufer, worauf sollten die achten, wenn wir an die erste Besichtigung gehen,

00:07:12: wenn wir so ein schönes Bestandshaus uns angucken.

00:07:15: Also das eine ist natürlich, dass man so ein bisschen einteilen kann,

00:07:20: in welchem Baujahr die Immobilie quasi geschaffen wurde.

00:07:24: Da ist immer ganz wichtig, dass jedes Baujahr oder jede Epoche gewisse Gefahren,

00:07:29: aber auch Vorteile mit sich bringt.

00:07:31: Ganz klassisch kann man natürlich sagen, dass die meisten Häuser vor 1990 und ab 1970 ungefähr

00:07:37: oder auch ab 1960, dass da zum Beispiel extrem auf Schadstoffe zu achten ist.

00:07:42: Also gerade Asbest zum Beispiel.

00:07:46: Ganz genau.

00:07:47: Und ganz vielen Fliesenklebern, das wissen ganz viele Leute nicht, von vor 1990,

00:07:51: sind auch Asbestfasern mit drin.

00:07:52: Die wollen dann in Eigenleistung die Fliesen runterklopfen.

00:07:55: Ist ja auch alles schön und gut, aber da sollte man halt vorher schon auf bestimmte Sachen achten,

00:08:00: PAK-Analysen, dass man da auf die teerhaltigen Substanzen achtet und so Sachen.

00:08:07: Und dass man da, bevor man an so eine Immobilie geht, dass man sich einfach informiert.

00:08:11: Dann hat man natürlich auch Häuser, die von 1902 sind oder 1910.

00:08:17: Das sieht man meistens dann auf irgendeinem Stein, der im Keller irgendwann verbaut wurde.

00:08:21: Und da sind zum Beispiel ganz, ganz andere Sachen entscheidend.

00:08:23: Und zwar, wenn die in Holzständerbauweise oder so was gebaut wurden.

00:08:27: Fachwerk.

00:08:28: Genau, Fachwerk ebenso.

00:08:30: Dass man sich einfach anschaut, wie ist diese Substanz.

00:08:32: Substanz ist eigentlich viel, viel entscheidender, wie ob mir die Tapete gefällt.

00:08:36: Ich kann eine wunderschöne Tapete über ein Haus knallen mit einer ganz, ganz schlechten Substanz.

00:08:42: Das sieht schön aus.

00:08:43: Auf jeden Fall, das sieht schön aus.

00:08:44: Es hält nur leider nicht so lang.

00:08:46: Und das ist oft das Problem.

00:08:48: Dann würde ich unterscheiden, ist das Haus unterkellert oder ist es nicht unterkellert.

00:08:52: Gerade bei älteren Häusern ist halt oftmals eine fehlende Abdichtung das Problem.

00:08:59: Wenn man in so einen Keller zum Beispiel reinkommt oder in die Immobilie reinkommt,

00:09:02: dann kann man so einen ersten Eindruck einfach auf sich wirken lassen.

00:09:07: Das heißt, es sind zum Beispiel Sachen, die, wenn man die Treppe hochlaufen will, bewegt sich die Treppe stark.

00:09:16: Wurden Sachen instand gehalten oder sowas.

00:09:18: Daran kann man teilweise schon merken, wie sieht es aus.

00:09:21: Wenn ich vor der Immobilie stehe, sind da größere Risse.

00:09:24: Man unterscheidet zum Beispiel putzbedingte Risse oder mauerwerksbedingte Risse.

00:09:29: Das heißt, wenn ich jetzt zum Beispiel kleine Risse in der Fassade sehe,

00:09:32: dann kann es einfach nur sein, dass sich der Putz mit der Zeit gelöst hat und deswegen Risse entstanden sind.

00:09:37: Sind die Risse im Mauerwerk, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Haus irgendwann mal gesetzt hat, viel, viel größer.

00:09:43: Nachbarhaus von meinen Eltern zum Beispiel, da ist mal eine Bombe eingeschlagen.

00:09:45: Ui.

00:09:47: Ja, dort wird auch gerade tatsächlich saniert, nicht von uns, aber von der anderen Firma.

00:09:51: Und da sieht man außen ganz deutlich den Riss, wo sich alles ein bisschen verschoben hat.

00:09:55: Das wurde damals ja notdürftig geflickt und da hatten die Handwerker dann massiv Probleme,

00:10:01: weil sie dann eine Balkenkopfsanierung usw. machen mussten.

00:10:04: Und sowas geht dann ganz, ganz schnell, weil es halt in dem Fall nicht eingeplant wurde.

00:10:09: Dann die Substanz der Hausbesitzer.

00:10:12: Und von daher kann ich nur empfehlen, das Erste und Wichtigste ist eigentlich, guckt euch die Substanz an.

00:10:17: Haben wir größere Risse im Mauerwerk, haben wir eventuell einen feuchten Keller.

00:10:20: Das muss erst mal kein schlechtes Zeichen sein, aber es gilt halt zu beachten,

00:10:24: gerade auch wenn ich sage, ich will mit dem Keller als Anteil rechnen,

00:10:28: um dort vielleicht einen Abstellraum oder sowas reinzumachen,

00:10:31: dann ist ein feuchter Keller natürlich nicht gut, um Dokumente oder dergleichen zu lagern.

00:10:36: Und solche Sachen gilt es da zu beachten.

00:10:38: Kann man natürlich sagen, okay, in den Wohneinheiten selbst, wie alt sind die Fenster,

00:10:44: wie sieht der Boden aus und wie sehen die Bäder aus?

00:10:50: Sind das extrem alte Leitungen, auch die Elektrik?

00:10:55: Das sind schnell Punkte, die sehr, sehr ins Geld gehen können,

00:11:00: gerade zum Thema Energie, was für eine Heizung ist verbaut, was habe ich da an Werten,

00:11:07: was muss ich da investieren, um das neu zu machen, um wieder instand zu setzen.

00:11:11: Und natürlich ein ganz großes Thema, auch aktuell, ist einfach Dach.

00:11:15: Dach ist ein Riesenkostenpunkt an einem Haus, ist auch energetisch gesehen einer der Faktoren,

00:11:21: die am meisten beeinflussen, ganz früher ganz klassisch.

00:11:25: Ich habe ein komplett kaltes Dach, ich habe keine Dämmung quasi von meiner obersten Geschossdecke zum Dach selbst.

00:11:34: Und wenn ich da dann quasi heize, warme Luft steigt nach oben,

00:11:37: dann habe ich da natürlich auch einen Riesenverlust.

00:11:41: Von daher, wenn ich da jetzt jemand bin, der gar keine Ahnung von Häusern oder so hat,

00:11:45: ich würde entweder mit einem befreundeten Handwerker, der sich auskennt,

00:11:48: vielleicht auch schon mit einem Architekten oder einem Bausachverständigen, mit einem Baugutachter hingehen.

00:11:55: Und ja, das kostet Geld, aber später hinaus spart man dadurch natürlich auch Geld.

00:11:59: Wenn du uns jetzt auf die Baujahre, was du gesagt hattest, interessiert mich immer,

00:12:05: was ist dein Lieblingsbaujahr, wenn wir jetzt so die Jahrzehnte gehen, 60er, 70er, 80er, 2000er, 2010?

00:12:12: Das ist eine sehr, sehr gute Frage.

00:12:15: Dadurch, dass wir extrem viele Altbausanierungen anbieten und machen,

00:12:21: ist das natürlich so ein bisschen mein Steckenpferd und das finde ich extrem schön.

00:12:27: Von der Substanz her muss ich halt tatsächlich sagen, dass so 70er-Jahre-Bauten,

00:12:33: oftmals viel Beton, schwere Steine, gutes Mauerwerk, dahingehend einfach sehr, sehr gut sind von der Substanz her.

00:12:40: Auch wenn oftmals die Schadstoffbelastung, die in so einem Haus stecken kann, einfach wesentlich höher ist.

00:12:48: Und gerade so etwas wieder rückzubauen, kann einen extremen Kostenpunkt darstellen.

00:12:52: Aber wie gesagt, die Substanz ist oftmals sehr, sehr gut.

00:12:56: Von daher denke ich, das ist so mein Go-to.

00:12:59: Ich muss echt sagen, ich bin tatsächlich 30 Jahre später, würde ich mein Lieblingsbaujahr ansetzen.

00:13:05: Ich liebe 2000er-Baujahre.

00:13:07: Das war alles so zwischen 1995 und 2005.

00:13:11: Das ist so etwas, wo ich einfach die Erfahrung gemacht habe, die Bäder sehen schön aus,

00:13:15: die muss man meistens noch gar nicht so sehr wechseln, weil die sehr zeitlos sind.

00:13:19: Wenn ich mir 70er-Jahre-Bäder angucke, ist das schon gruselig.

00:13:22: Auf jeden Fall, ja. Bis nach oben gefliest, zwei Zentimeter dicke Fugen, noch eine gusseiserne

00:13:29: eine Badewanne drin, die macht auch immer Spaß, rauszubauen. Ja, genau, genau.

00:13:33: Und das zum einen. Und ich finde halt, dass dieses Preis-Leistungs-Verhältnis,

00:13:39: du hast da noch echt viel für dein Geld bekommen und die Schadstoffbelastung ist geringer,

00:13:45: weil das halt da wirklich in dem Zeitraum auch extrem der Blickpunkt drauf war.

00:13:50: Und deswegen bin ich immer ein Freund, wenn ich so ein Exposé sehe, in diesen Baujahren sehe,

00:13:55: weil ich finde, ab 2005 in Richtung 2010 sieht man die Qualität schwinden.

00:14:02: Auf jeden Fall. Und über 2010, wenn wir da noch, also das wollen wir heute nicht öffnen,

00:14:08: aber dann so diese Fertighaus-Thematik gehen, die dann wirklich auf dem Vormarsch war,

00:14:12: weil um die 2000er hast du eigentlich fast nur massiv gebaut, sehr, sehr wenig oder ausgewählt

00:14:17: fertig und das ist so ein Stück weit der Punkt, aber witzig, so unterschiedlich ist das. Also wir können

00:14:24: natürlich auch gerne fragen, Marco, was da hinten liegt. Wenn du mich jetzt nicht gefragt hättest,

00:14:29: hätte ich gesagt, ich habe keine Präferenz. Ich wohne gern in hübschen Objekten und im Neubau.

00:14:39: Aber Neubau ist heute nicht das Thema, deshalb halte ich mich an der Stelle zurück. Was mich

00:14:44: aber interessieren würde, ist, Simon, du hast das jetzt gerade schon angesprochen, im Prinzip worauf

00:14:51: grundsätzlich zu achten ist. Wenn ich mich jetzt in die Situation reinversetze, ich als Laie

00:14:58: besichtige eine Immobilie zum ersten Mal dann vielleicht auch. Ist ja dann glaube ich auch

00:15:05: durchaus ratsam, auch da schon einen Blick drauf zu haben, so grundsätzlicher Natur.

00:15:11: Ist das jetzt eine Problemimmobilie oder passt das alles? So jetzt mal ganz oberflächlich formuliert.

00:15:19: Worauf achte ich denn oder kann ich da dann auch als Laie vielleicht schon drauf achten,

00:15:25: ohne dass ich jetzt direkt mit einem Sachverständigen mit in die Besichtigung gehe, um mal einfach so eine

00:15:31: Vorfilterung sozusagen durchzuführen. Wenn ich jetzt wie in deinem Beispiel irgendwie den Riss

00:15:37: durchs Mauerwerk direkt erkenne, dann ist das mit Sicherheit eine Flagge. Ich vermute ja aber,

00:15:42: dass das nicht immer so einfach ist, sowieso für jemanden, der sich nicht auskennt, wie mich.

00:15:48: Das ist auf jeden Fall also die Risse im Mauerwerk, die dann wirklich gravierend sind,

00:15:52: die sieht man dann in der Regel schon. Also da einfach ein offenes Auge haben im ersten Schritt.

00:15:59: Genau, dass man schon mal an die Immobilie hinfährt. Und auch nicht so täuschen lassen von,

00:16:05: da wird jetzt das und das neu gemacht oder jenes. Das ist ein bisschen das Problem.

00:16:12: Wenn ich jetzt zum Beispiel als Laie in ein Haus reinkommen würde, wie gesagt,

00:16:18: dann würde ich mir einfach anschauen, was für ein Baujahr ist es, dass ich im Hinterkopf behalte,

00:16:24: was könnte da eventuell problematisch sein. Wichtig dabei ist natürlich auch so Sachen zu

00:16:31: erfragen, wann wurde das Haus gebaut, dass man einen groben Abriss hat. In der Regel wurde die

00:16:38: Elektrik zum Beispiel oder die Kalt-Warmwasserversorgung, Heizung und so weiter in der

00:16:44: Zeit, seitdem das Haus gebaut wurde, wenn es jetzt nicht schon kernsaniert wurde, wie auch immer,

00:16:50: seitdem ist das auf diesem Stand geblieben. Und da sind halt einfach manche Sachen zu beachten.

00:16:54: Wenn ich jetzt ein Haus habe, aus deinem Lieblingsbaujahr zum Beispiel, dann ist es

00:16:58: in der Regel so, dass die meisten Leitungen noch erhalten werden können und auch bleiben können.

00:17:02: Und das ist ein Riesenkostenpunkt, der sich dahingehend schmälert. Wenn jetzt natürlich

00:17:06: jemand sagt, er will sich sein Traumhaus genau so umgestalten, wie er möchte, dann kann man

00:17:10: auch davon absehen. Dann ist der nächste Punkt ganz wichtig, weil es ein Riesenkostenpunkt ist,

00:17:16: das Dach. Geht aufs Dach, guckt euch das an. Guckt euch an, sind da eventuell Ziegel kaputt.

00:17:23: Wenn man im obersten Geschoss ist, sind irgendwo Wasserflecken. Wenn die gelblich sind, dann sind

00:17:28: sie abgetrocknet. Man kann mit dem Finger drüber fahren, fühlt sich die Wand nass an. Das sind

00:17:34: alles Sachen, die kann man mit einem haptischen Feedback schon relativ gut testen und sich einfach

00:17:40: das Ganze anschauen. Wenn man jetzt zum Beispiel auch Schimmelprobleme oder so was vermuten würde,

00:17:49: dass man einfach darauf achtet, wo in den Ecken zum Beispiel Farbkleckse drauf sind. Weil Ecken

00:17:56: werden ganz gerne mal nachgestrichen, wenn ein Schimmelproblem herrscht. Das sind einfach so

00:18:01: Sachen, die einem da ... Man muss eigentlich schauen, dass man sich die Sachen anguckt,

00:18:06: die vielleicht vertuscht werden sollten. Das muss man heutzutage einfach so sagen,

00:18:11: weil da viele Leute einfach auch Schmu betreiben. Das sind so konkrete Sachen.

00:18:15: Wie alt ist das Dach? Das ist eine ganz einfache Frage. Wann wurde das zum letzten Mal gedeckt?

00:18:19: Sind Reparaturen notwendig gewesen? Auch die Dachsparren angucken. Sind da irgendwelche

00:18:28: Sparren gerissen? Ist da irgendwie von außen schon eine Holzfäulnis zu erkennen? Gerade,

00:18:34: wenn man einen gewissen Dachüberstand hat, wo man sichtbare Sparren hat. Ist da vielleicht an der

00:18:39: Hirnholzseite irgendwas kaputt? Solche Sachen. Ist das Dach stark vermoost? Wurde sich da drum

00:18:45: gekümmert? Wie sieht es aus, wenn das Haus noch einen Kamin hat? Ist dort der Anschluss in Ordnung? Solche

00:18:54: Sachen sind einfach ganz, ganz entscheidend, weil das einfache Sachen sind, mit denen man schon

00:19:00: dieses Auge, mit dem Auge das erkennen kann. Und natürlich auch, falls das Haus unterkellert sein

00:19:08: sollte, haben wir da Feuchtigkeit drin. Das riecht man ja auch schon, dieser typisch modrige Geruch,

00:19:15: den man oftmals in Kellern hat. So wie unten bei uns in der Garage. Ja, das ist ganz, ganz häufig so.

00:19:21: Oder auch, falls Balkone vorhanden sind, falls das Betonbalkone sind, sieht man irgendwo Eisen

00:19:27: rausgucken unten drunter. So eine Balkonsanierung kann schnell sehr, sehr teuer werden. Einfach aus

00:19:33: dem Grund, weil früher keine Abdichtungen drauf gemacht wurden. Heutzutage ist das Pflicht. Und

00:19:39: dadurch, wenn man so eine Balkonsanierung machen muss, das wird auch sehr, sehr schnell sehr, sehr

00:19:44: teuer. Das sind alles so Punkte. Da kann ein Haus, das vielleicht nach mehr Arbeit aussieht, im Endeffekt

00:19:50: günstiger sein, weil einfach an schwerwiegenden Stellen einfach nicht so viel saniert werden muss.

00:19:57: Ich glaube tatsächlich, für die erste Besichtigung, das ist auch das, was ich meinen Kunden immer empfehle,

00:20:02: korrigiere mich, wenn du da nicht mitgehst. Da bin ich noch kein Freund davon, einen Bausachverständigen

00:20:08: mitzunehmen, weil man guckt sich meiner Meinung nach zehn Häuser an und dann gefällt bei einem der

00:20:14: Grundriss nicht. Bei einem anderen sagt man, die Nachbarn sind schon ein Stück weit unfreundlich.

00:20:21: Deswegen sage ich immer, fürs Erste ist es erst mal die Haptik, die zählt. Und ich glaube, da wäre es

00:20:27: sehr wertvoll, genau was du sagst, wenn du vielleicht auch mal so eine Checkliste ausarbeiten, wo man

00:20:32: wirklich dieses Sehen, Hören, Fühlen. Schmecken jetzt weniger. Aber du hast ja gerade eben gesagt, so eine Feuchte schmeckt man ja auch so, wenn das in der Luft ist.

00:20:43: Auf jeden Fall. Und dass man einfach sich diese Sinne bewusst wird und so eine Checkliste für sich ausfüllt mit den Bildern dann.

00:20:53: Und weil wir haben ja in den Exposés leider mittlerweile immer mehr dieser KI-generierten Bilder.

00:20:58: Ich muss immer mehr schauen, ist das jetzt die Wirklichkeit oder ist das irgendwo?

00:21:03: Es ist halt auch super easy, mit KI das super aussehen zu lassen. Und die Flecken hier in der Ecke, in der Wand, die sind dann alle weiß.

00:21:12: Und wenn man dann nicht darauf achtet, dann könnte das halt schon ein Schnitzer sein.

00:21:17: Und deswegen ist es für mich immer der erste Punkt, wo ich sage, die Empfehlung ausspreche, geht besichtigen, macht euch diese Checkliste mit dem, was euch aufgefallen ist.

00:21:28: Und wenn was auffällt, direkt ein Bild davon. Und dann, wenn man wirklich in die Kaufpreisverhandlung einsteigt und dann auch wirklich seriös an dem Gebäude interessiert ist und eine Zweitbesichtigung macht.

00:21:40: Also eine Zweitbesichtigung ist für mich immer ein Stück weit das Wichtigste.

00:21:44: Auf jeden Fall.

00:21:45: Und dann ist, glaube ich, der Zeitpunkt gekommen, wo man dann entweder einen befreundeten Menschen aus dem Handwerk mitnimmt oder jemanden, einen Bausachverständigen.

00:21:55: Es muss halt das geschulte Auge sein.

00:21:57: Und wenn der schon so eine Checkliste von dir bekommt, wenn ich dir die zur Verfügung stelle, hilft das natürlich.

00:22:02: Weil auch so eine Besichtigung habe ich viele Makler und Verkäufer erlebt.

00:22:06: Du hast da keine zwei Stunden Zeit.

00:22:08: Also da musst du wirklich in 30 Minuten musst du da durchkommen.

00:22:12: Und ich glaube, das würde dir auch helfen, wenn du dann mal so durch ein Gebäude gehst oder einem Bausachverständigen dann auch sehr schnell genau diese Punkte einschätzen zu können.

00:22:21: Auf jeden Fall. Da bin ich ganz bei dir.

00:22:22: Ich glaube, das kam auch vorhin vielleicht ein bisschen falsch rüber mit dem Sachverständigen oder Handwerker mitnehmen.

00:22:27: Wie gesagt, ich weiß, wie das ist.

00:22:29: Man guckt sich zehn Häuser an und eins oder zwei kommen vielleicht in Frage.

00:22:32: Aber dass man dahingehend dann einfach für so eine zweite Einschätzung, weil wenn man sich dann für das entscheidet oder sagt,

00:22:39: okay, da könnte ich mir das vorstellen, irgendwann mal zu wohnen, dass man einfach klipp und klare Vorstellungen hat, was da preislich auf einen zukommt.

00:22:48: Natürlich muss man immer einen gewissen Puffer natürlich mit einplanen.

00:22:51: Ich denke, das wirst du auch immer automatisch irgendwie mit einbeziehen.

00:22:56: Aber dass man da einfach keine bösen Überraschungen erlebt.

00:22:58: Und da ist es halt so, wenn man da dann zum Beispiel so einen älteren Hasen hat und der Handwerker ist und schon ewig lang das Ganze macht,

00:23:06: dann weiß er natürlich auch nochmal selbst, worauf zu achten ist.

00:23:09: Und wenn man dann noch so jemandem eine Checkliste an die Hand gibt, dann ist das natürlich noch mal einfacher.

00:23:14: Gerade wenn er zum Beispiel Dachdecker ist, dann kennt er sich natürlich nicht ganz so gut mit feuchten Kellern aus,

00:23:19: weil er halt am ganz anderen Ende vom Haus arbeitet und dementsprechend da dann aber sowas in die Richtung hat.

00:23:24: Ich glaube, Thema Checkliste hatten wir so in der Form noch gar nicht besprochen oder auf dem Schirm.

00:23:30: Aber die Inhalte haben wir ja gerade besprochen.

00:23:33: Dementsprechend werden wir das auf Grundlage der Folge einfach machen und euch dann zur Verfügung stellen.

00:23:41: Auf unserer Website werden wir das auf jeden Fall tun, würde ich vorschlagen.

00:23:45: Dann kann jeder, der die Folge hört oder für den das relevant ist, sich da orientieren und die dann entweder mitnehmen zur Besichtigung.

00:23:54: Freut sich der Makler oder auswendig lernen.

00:24:00: Meistens freut sich tatsächlich der Makler, weil man darf das gar nicht so sehr außer Acht lassen,

00:24:05: weil du auch gesagt hattest, es wird viel Schmu betrieben.

00:24:09: Die sind ja auch immer in der Haftung drin, ein Stück weit.

00:24:12: Und auch der Verkäufer ist in einer gewissen Haftung drin.

00:24:15: Das heißt, wenn der Sachen, die offensichtlich schon davor bestanden haben, nicht irgendwo aufzeigt und definiert,

00:24:26: ist das tatsächlich echt immer ein Problem.

00:24:28: Das heißt, die guten Makler, die ich kennengelernt habe, die haben das für sich erkannt.

00:24:33: Und die sind tatsächlich auch, das finde ich so faszinierend, ich weiß nicht, wie deine Erfahrungen sind.

00:24:36: Die sind sogar ganz froh, wenn ein Bausachverständiger kommt, weil denen damit die Arbeit abgenommen wird.

00:24:43: Ich habe sehr, sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

00:24:46: Also ein Bekannter von mir, ein Amerikaner, den kenne ich vom Training.

00:24:50: Und dann habe ich im Fitnessstudio getroffen und er wusste, was ich mache.

00:24:55: Und er hat mich gefragt, weil er sich ein Haus anschauen wollte bei Kaiserslautern in der Innenstadt.

00:25:02: Und hatte einen Termin mit der Maklerin.

00:25:04: So, dann habe ich zu ihm gesagt, okay gerne, wir kommen dorthin.

00:25:08: Die Maklerin kam eine Stunde zu spät, da waren wir schon mit der Besichtigung fertig.

00:25:11: Ich habe mir das Ganze angeschaut.

00:25:13: Die Maklerin hatte ihm gesagt, da müsste man maximal 100.000 Euro reinstecken in die Sanierung.

00:25:18: Dreigeschossiges Haus mit unausgebautem Dachboden.

00:25:22: Und da war ich schon sehr stark verwundert, dass sie nur so um die 30.000 Euro pro Stockwerk angesetzt hatte.

00:25:29: Als ich ihm dann sagte, dass er wahrscheinlich eher mit dem Dreifachen rechnen müsste.

00:25:35: Also 100.000 Euro pro Stockwerk.

00:25:37: Einfach weil es in sehr, sehr schlechtem Zustand war.

00:25:40: Es hatte einen ungenehmigten Anbau auch noch gehabt.

00:25:43: Also da waren ein paar Sachen, die ich doch sehr, sehr schwierig fand.

00:25:45: Als dann die Maklerin kam und er sagte, nein er will es doch nicht haben.

00:25:50: Und er ihr erklärt hat, dass ich meinte, dass man da wesentlich mehr reinstecken musste.

00:25:54: Hat man auch gemerkt, wie sie doch nicht mehr so happy war.

00:25:56: Ich glaube in dem Fall ging es ja einfach darum, die dachte, das ist ein Amerikaner, der kennt sich eh nicht so gut aus.

00:26:00: Dem kann ich dann einen Bären aufbinden.

00:26:04:

00:26:05: Dementsprechend.

00:26:06: Auf der anderen Seite habe ich auch sehr, sehr gute Erfahrungen mit einem Makler gemacht.

00:26:11: Der hat damals mich gefragt.

00:26:14: Den kenne ich privat wegen einer Einschätzung, weil er sich nicht sicher war, ob das zu einem späteren Problem führen könnte.

00:26:19: Es war dann tatsächlich so, dass durch den Feuchteschaden mehrere Holzbalken morsch geworden waren.

00:26:26: Da muss man natürlich dann später hinaus auch immer mit Pilzbefall, Hausschwamm und dergleichen aufpassen oder Ungezieferbefall.

00:26:32: Und da war ich tatsächlich ganz froh gewesen, da noch eine zweite Einschätzung zu kriegen.

00:26:37: Also ich denke, da gibt es wie überall im Leben immer verschiedene Leute, gute und schlechte.

00:26:42: Aber ich finde, das ist ein guter Anschlagspunkt, wie du das sagst.

00:26:46: Einen guten auch von einem schlechten Verkäufer und auch einen guten von einem schlechten Makler zu erkennen.

00:26:51: Auf jeden Fall.

00:26:52: Weil du dann, wenn der anfängt wie deine Maklerin sich zu echauffieren, dass da jetzt, sage ich jetzt mal Rückfragen gestellt werden,

00:27:01: dann weiß man, okay, da sollte man vielleicht Abstand von dem Objekt nehmen.

00:27:05: Auf jeden Fall.

00:27:07: Auch wenn die Maklerin da zu sehr drauf drückt und ihr das auch nicht so recht ist, dass da jetzt noch jemand anderes mitkommt

00:27:14: oder kein Folgetermin oder sowas machen will, würde ich das tatsächlich so als gewisses Warnzeichen sehen.

00:27:19: Ja, das wäre für mich ein krasser Red Flag.

00:27:22: Dann würde ich denken, gut, ich weiß, was du vorhast.

00:27:26: Jetzt ist meine Erfahrung.

00:27:27: Wir haben jetzt so die erste Besichtigung hinter uns.

00:27:30: Objekt gefällt.

00:27:31: Wir haben im besten Falle diese Checkliste ausgefüllt.

00:27:34: Auch die zweite Besichtigung ist gut gelaufen.

00:27:37: Der Bausachverständige.

00:27:38: Und da komme ich jetzt so ein Stück weit dazu.

00:27:40: Meine Erfahrung.

00:27:42: Die sind immer ganz gut, eben zu sagen, okay, das ist sehr schlecht, mittelmäßig und gut.

00:27:49: Aber die sind super schlecht da drin, eigentlich den Pain zu lösen, den meine meisten Käufer haben.

00:27:56: Und zwar, was kostet mich das denn jetzt?

00:27:59: Also was muss gemacht werden?

00:28:01: Und wie viel kostet mich das?

00:28:03: Weil ich habe dann immer riesige Augen in der Beratung, weil die einfach sagen, ja, wir haben echt, wir rufen Handwerker an.

00:28:10: Die sagen, ja, wann können wir denn auf der Baustelle sein?

00:28:13: Und die sagen dann, ja, wir hätten jetzt erst gerne mal so einen Kostenvoranschlag.

00:28:15: Und dann wird schon quasi aufgelegt, weil keine Zeit dafür.

00:28:19: Und da würde ich mich jetzt, was würdest du meinen Käufern so ein Stück weit empfehlen,

00:28:24: wie man dann zu so einer Kostenschätzung kommt, die dann auch irgendwo belastbar ist?

00:28:30: Das ist tatsächlich eines der größten Probleme, dass ich auch sehe, dass ganz, ganz viele Leute mich anrufen und sagen,

00:28:39: was kostet das denn oder das oder jenes?

00:28:41: Und das ist einfach extrem individuell.

00:28:44: Da spielen so viele Faktoren einfach eine Rolle.

00:28:48: Klar, Grundsubstanz quasi wiederherstellen ist eine Sache, aber es macht allein schon einen Riesenunterschied.

00:28:55: Bei einem Haus jetzt muss der ganze Unterputz runter oder nicht.

00:29:01: Was soll konkret gemacht werden, fassadentechnisch, mit Dämmung, ohne Dämmung und so weiter und so fort?

00:29:08: Da sind so viele Punkte, die einfach eine entscheidende Rolle spielen.

00:29:13: Und das ist teilweise schon extrem schwer, da eine belastbare Aussage hinzubekommen.

00:29:19: Das Beste, was ich dahingehend eigentlich so als Erfahrungswert sagen kann, ist,

00:29:27: dass man, wenn man jetzt zum Beispiel mit einem Architekten kommunizieren würde oder so,

00:29:31: klar, darüber sind wir ja drauf gekommen.

00:29:35: Das ist manchmal dieses Problem, aber wenn man sich von einem Architekten einen Plan erstellen lässt...

00:29:42: Sag ich immer um 30 Prozent runterverhandeln.

00:29:44: Ja, genau das.

00:29:47: Dass man dann aber schon mal so einen ungefähren Plan hat.

00:29:50: Oder man macht es dem Handwerker leichter, man geht bewusst hin und sagt,

00:29:56: okay, wir haben die Immobilie zwar noch nicht, wir wollen das aber auf jeden Fall mit einer lokalen Firma machen.

00:30:03: Und dahingehend dann auch schon mit ein bisschen konkreteren Vorstellungen vielleicht an die Sache rangehen.

00:30:08: Da geht es jetzt nicht darum, dass man schon weiß, ob man grüne oder blaue Farbe haben will,

00:30:12: aber einfach, dass man sagt, okay, ich hätte gerne den alten Boden vielleicht wiederhergestellt

00:30:17: oder kann man den überhaupt wiederherstellen.

00:30:19: Dass man bei den Wänden konkrete Vorschläge macht, dass man sagt, okay, ich hätte gerne Rauputz,

00:30:24: ich hätte gerne Glattputz, Feinspachtel, wie auch immer.

00:30:27: Das sind so viele Punkte, wo man sich aber einfach auch von Kundenseite ein bisschen vielleicht informieren sollte,

00:30:34: was man dann konkret haben will.

00:30:36: Weil mir als Handwerker zum Beispiel, das ist jetzt halt die andere Sichtweise,

00:30:39: das ist jetzt immer extrem schwer, weil ich Leuten zehn Vorschläge machen kann.

00:30:44: Ja, da haben wir uns jetzt auch keine Gedanken drüber gemacht.

00:30:46: Das ist halt oft das Problem auch, das wir dann haben, weil Zeit ist Geld irgendwo.

00:30:50: Das ist einfach so.

00:30:51: Und ich kann nicht für einen potenziellen Auftrag mit dem Kunden dahingehend dann 15 Vorschläge schicken,

00:31:00: nur um dann am Ende den Auftrag quasi nicht zu erhalten.

00:31:03: Dementsprechend ist es da nicht verkehrt, dass man da einfach mit einem konkreteren Plan

00:31:08: auf jemanden zukommt.

00:31:12: Und diese Lücke zwischen diesem, ist die Substanz gut?

00:31:16: Und was kostet mich das letztendlich?

00:31:18: Ist extrem schwer zu füllen, solange man keine ganz, ganz konkreten Vorstellungen hat.

00:31:24: Aber dann lass uns doch da gerade mal kurz tiefer reingehen.

00:31:27: Also mich würde jetzt tatsächlich interessieren, wir werden jetzt nicht durch jedes Gewerk durchgehen können.

00:31:32: Und Simon, alle Möglichkeiten.

00:31:39: Das ist nicht mein Gedanke, aber wenn wir jetzt einfach mal überlegen,

00:31:44: keine Ahnung, dass mal anhand des vielleicht am häufigsten wirklich zu tuenden oder zu machenden Gewerks durchgehen,

00:31:53: welche Möglichkeiten habe ich denn dann?

00:31:55: Ich weiß nicht, wo ist der größte Hebel?

00:31:56: Müsst ihr mir jetzt aus eurer Erfahrung sagen, was vielleicht auch immer gemacht werden muss?

00:32:02: Was ich dazu sagen kann, Simon, du warst jetzt schon sehr im Detail.

00:32:07: Also das Thema bei meinen, ich wollte jetzt sagen Kindern, aber bei meinen Käufern ist,

00:32:13: dass es hapert ja schon danach zu wissen, was für ein Gewerk ist überhaupt.

00:32:18: Was ist das überhaupt?

00:32:20: Was ist also dieses Wort Gewerk und was ist denn so an einem Haus so zu machen?

00:32:24: Die meisten können mir sagen, also wirklich All-time-Favorite ist die Heizung.

00:32:28: Ja, die Heizung muss gemacht werden.

00:32:32: Ja, doch, jetzt.

00:32:33: Viele Unterschiede.

00:32:36: Also so weit kommen die meisten.

00:32:39: Aber auch nur, weil es so in den Medien war die letzten Jahre.

00:32:42: Ja, natürlich.

00:32:45: Und Böden, Wände, natürlich, das ist dann auch immer das muss gemacht werden,

00:32:50: wo es dann aber schon sehr, sehr schnell dünn wird, wo ich tatsächlich sehr oft darauf hinweise,

00:32:54: sind Elektro- und Wasserleitungen.

00:32:55: Weil das ist das Schöne, das, was man nicht sieht, existiert auch nicht.

00:33:00: Und ich glaube tatsächlich oder wie gehe ich vor, ich nehme immer die Hauptgewerke

00:33:05: und habe dann so Buckets, die sind dann, sage ich mal, unterschiedlich groß von den Eurobeträgen.

00:33:11: Und dann erst mal so Pi mal Daumen, sind wir jetzt bei 100, 200, 400 oder 600.000 Euro an Sanierung.

00:33:18: Und wie findest du die Vorgehensweise gut oder wie würdest du denn an so was rangehen,

00:33:23: die diese Buckets bilden oder was sind überhaupt die Gewerke, die du dir dann,

00:33:27: die Hauptgewerke, die du dir anschaust?

00:33:30: Das ist eine sehr gute Frage tatsächlich.

00:33:32: Also im Endeffekt ist es so, dass man bei den Gewerken immer ja unterscheiden kann zwischen,

00:33:40: das muss gemacht werden und das kann gemacht werden.

00:33:44: Und bei dem, das muss gemacht werden, würde ich immer tatsächlich auch den Bucket ein

00:33:48: bisschen größer wählen, um dann eine gewisse Absicherung zu haben.

00:33:51: Wir hatten es ja auch über diese Preise, wo man dann oftmals über den Quadratmeterpreis,

00:33:57: also man hat jetzt eine 100-Quadratmeter-Wohnung, sagt man, okay, für eine einfache Sanierung

00:34:03: steckt man 2.000 Euro den Quadratmeter rein, aber da ist dann wirklich alles vom Feinsten,

00:34:07: wie auch immer, und dass man über diese Schiene geht.

00:34:12: Pro Bucket würde ich tatsächlich schauen.

00:34:14: Wie würdest du das kurz einteilen, diese Quadratmeterpreise?

00:34:18: Wo würdest du jetzt, sage ich mal, absolutes Low Budget, ich hole mir das Billigste vom

00:34:23: Billigsten, vielleicht auch ohne Nummer und jetzt, ich lebe in Gold und Marmor, wo würdest

00:34:29: du jetzt mal so einfach, mittel, teuer einordnen?

00:34:33: Also einfach würde ich tatsächlich dahingehend einordnen, dass man vielleicht 1.200 Euro ansetzt.

00:34:40: Pro Quadratmeter Wohnfläche.

00:34:42: Genau, dass man da wirklich sagt, okay, man hat so die Sache gemacht, also weit in Ordnung

00:34:47: und so ist auch schön, aber man hat jetzt nicht das Beste vom Besten.

00:34:53: Die Preise sind extrem hoch auf Material, die sind extrem gestiegen und da reden wir aber

00:34:59: auch schon von, dass man da eigentlich wohnlicher dann wohnen kann als zuvor.

00:35:06: Dann würde ich so Mittelpreissegment irgendwas um die zwei ansetzen tatsächlich und teureres

00:35:15: Segment würde ich so um die, ja, sagen wir mal so drei, dreieinhalb, vier ansetzen, aber

00:35:21: da reden wir jetzt auch nicht von, wir bauen noch irgendwas um, sondern wirklich für

00:35:25: die Wohnung selbst, dass man das wirklich wieder schön hinbekommt und dann ist man

00:35:29: da in der Regel schon mit solchen Preisen dabei und wie sich die Gewerke dann aufteilen

00:35:34: ist natürlich extrem unterschiedlich.

00:35:38: Jetzt muss ich kurz ganz blöd reingrätschen, wenn ihr da fachsimpelt.

00:35:44: Die 3K, 1,5K pro Quadratmeter, das ist dann so eine Benchmark für quasi alles, die Gesamtkosten.

00:35:52: Gut, nur um sicherzugehen.

00:35:56: Aber ist ja ein cooler erster Punkt.

00:35:58: Das ist eine sehr gute Orientierung.

00:36:00: Weil dann kann ich nämlich schon direkt, vor der ersten Besichtigung habe ich ja

00:36:04: schon mal, je nachdem, ich kann mich ja schon ganz gut einteilen, will ich jetzt State of

00:36:09: the Art, will ich gut und günstig oder will ich, sag ich mal, das Beste aus beiden Welten?

00:36:15: Habe ich schon mal so eine Benchmark, okay, genau das, 100, 200, 300.000 Euro und kann

00:36:20: das schon mal ganz gut einschätzen.

00:36:22: Ja.

00:36:23: Das ist halt das, was vielen Leuten auch so glaube ich ein bisschen fehlt in der Einteilung,

00:36:30: weil es extrem schwer greifbar ist.

00:36:33: Dahingehend auch so zu verstehen, wie sich manche Preise zusammensetzen, warum das jetzt

00:36:37: weniger kostet, was sehr, sehr teuer einfach ist, sind die ganzen Leitungen, also Elektro

00:36:45: und Sanitär.

00:36:46: Die haben zum einen mit die höchsten Lohnkosten, die Firmen selbst verdienen auch mit am meisten.

00:36:54: Und das andere ist halt einfach die Materialkosten sind relativ hoch.

00:36:57: Kupfer ist extrem teuer, Edelstahl, klar, mittlerweile Alu-Verbundrohr, alles Mögliche,

00:37:03: gibt es alle Neuerungen, aber nichtsdestotrotz, die Kosten selbst bleiben dahingehend einfach

00:37:09: hoch.

00:37:09: Und wenn ich Leitungen neu machen muss und muss die Wand dafür aufreißen, um die Leitungen

00:37:12: neu zu ziehen, dann muss ich die Wände halt komplett durchgehen.

00:37:20: Und das sind halt extrem aufwendige Maßnahmen.

00:37:23: Und da können schnell mal ein paar tausend Euro zusammenkommen.

00:37:27:

00:37:27: Aber führe uns doch mal, vielleicht ist das auch ganz interessant, so durch die Hauptgewerke

00:37:33: durch, die bei so einem Bestand aufkommen können und vielleicht auch ein paar Sachen,

00:37:38: die man dazu ein Stück weit dann beachten soll.

00:37:42: Also wir haben, wenn wir jetzt von einem Haus ausgehen zum Beispiel, dann haben wir natürlich,

00:37:47: fangen wir von unten an, dann haben wir zum einen, wir kommen rein und dann kommen wir

00:37:53: über eine Tür rein.

00:37:54: Dann haben wir natürlich Fensterbau, Türen- und Fensterbau, Rollladenbau, solche Firmen.

00:38:01: Gerade dahingehend ist oftmals in meinen Augen so ein falscher Punkt angesetzt, weil viele

00:38:06: Leute kaufen ein Haus und denken ach, ich mache neue Fenster, weil Fenster der erste

00:38:09: Punkt sind, wo man merkt, dass es zieht, einfach weil sie undicht sind.

00:38:12: Das ist so was direkt Spürbares, man geht ans Fenster, es wird direkt kälter.

00:38:16: Viele Leute sagen ach, ich setze da einfach nur neue Fenster rein, dann passt das.

00:38:19: Das ist im Altbau tatsächlich ein bisschen schwierig.

00:38:21: Schimmelbelastung wahrscheinlich, gell?

00:38:22: Exakt, genau, weil die oftmals zu dicht sind und dann bleibt zu viel Nässe innen drin

00:38:27: und schlägt sich dann halt in den Ecken nieder.

00:38:29: Aber auch da siehst du wieder, das ist ja wieder was Haptisches.

00:38:33: Kann ich wirklich bestätigen, meine Kunden fahren total auf Fenster ab, das Erste, was

00:38:38: gesagt wird, ach, Frau Beck, da müssten die Fenster gemacht werden.

00:38:42: Und das ist das, was oftmals dann fehlerhaft ist, weil dann hat man zum Beispiel eine Zweifachverglasung

00:38:47: oder wie auch immer, dann hat man zu einer Dreifachverglasung, hat man dann Energieersparnis,

00:38:51: Einsparnis um 70 Prozent, aber Fenster machen nur 10 bis 15 Prozent vom Gesamtvolumen vom Haus aus

00:38:57: und können aber schnell mal sehr, sehr viel Geld kosten.

00:39:01: Deswegen, wenn man da dann reingeht, wie gesagt, Fensterbau ist mit das erste Gewerk,

00:39:07: mit dem man sich auch absprechen sollte, zumal wenn die Fenster nämlich eingebaut werden,

00:39:13: danach kann zum Beispiel erst der Verputzer, der Trockenbauer und so weiter kommen, um

00:39:18: dahingehend weiterzumachen.

00:39:20: Dann haben wir natürlich auch die Gewerke wie Elektro und Sanitär, würde ich auch sehr,

00:39:25: sehr früh mit ins Boot holen, einfach mal überprüfen.

00:39:29: Wenn ich einen Sicherungskasten aufmache, kann ich auch mal einfach ein Foto machen,

00:39:32: wäre auch was für die Checkliste und das einfach jemandem zeigen, der Elektriker ist.

00:39:36: Da sieht man, wenn er schon die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, nur alte Drehsicherungen,

00:39:41: dann für ein ganzes Haus vielleicht drei Sicherungen im Kasten, dann weiß man schon,

00:39:47: okay, vielleicht sollte ich da ein paar mehr Sicherungen mit einbauen.

00:39:52: Das sind so klassische Sachen.

00:39:54: Und zumal, dass dahingehend einfach die Planung besteht, weil später hinaus, wenn ich jetzt

00:39:59: plane, wo kommen Leitungen hin und ich ziehe die durch die Wand oder über die Decke, dann

00:40:04: sind die irgendwann fix in der Wand drin und dann kann ich da auch nicht mehr so viel ändern.

00:40:08: Gerade wenn die Wand schon verputzt ist und dann müssen die Leitungen doch neu gemacht

00:40:11: werden und ich muss die Wand wieder aufmachen, entstehen halt auch doppelte Kosten.

00:40:16: Das ist für die Sachen.

00:40:17: Das macht dann auch tatsächlich keinen Sinn, sich ein Stück weit erst mal schön, also das

00:40:22: ist ja dann das Schlimmste, was du machen kannst, nur Böden und Wände zu machen und

00:40:26: sagen, ich mache das dann irgendwann später, weil du dann ja doppelt aufmachst.

00:40:31: Genau, deswegen.

00:40:32: Und das sind, wie gesagt, Dachdecker, Fensterbauer, Elektriker, Sanitär und Heizung, sind eigentlich

00:40:40: in meinen Augen so die Gewerke, die man relativ früh ins Boot holen, eigentlich mit als Erstes

00:40:44: ins Boot holen sollte.

00:40:45: Zum einen, dass man da einfach sich klar ist, was kommen da für Kosten auf mich zu und

00:40:51: weil diese Gewerke eigentlich die sind, die bestehen müssen, bevor die anderen Sachen

00:40:55: kommen.

00:40:57: Und die anderen Sachen sind dann?

00:41:00: Ganz klassisch haben wir den Verputzer, Maler, Stuckateur, das sind viele Malerbetriebe,

00:41:06: bieten auch Putzarbeiten mit an.

00:41:08: Kurze Frage.

00:41:12: Ich habe jetzt sehr, sehr oft Angebote zum Verputzen auf dem Tisch gehabt und ich habe

00:41:19: mir sagen lassen, ich habe es noch nie selbst gemacht, du kannst vielleicht mal berichten,

00:41:22: dass das eine richtige Shitarbeit ist.

00:41:26: Ja, ja, das kann man so sagen.

00:41:31: Deswegen jetzt meine Frage, warum ist das so?

00:41:35: Ich habe auch gemerkt, das ist mittlerweile Gold.

00:41:39: Also das Teuerste, was ich wirklich mal auf dem Tisch hatte, das waren Lohnkosten

00:41:44: von 80.000 bis 100.000 Euro für so ein komplettes Haus und dann sage ich den Kunden immer, ja,

00:41:51: das ist halt einfach, weil das keiner mehr machen möchte.

00:41:54: Tatsächlich ist es so, dass das Estrichbauer und Verputzer tatsächlich Gewerke sind, die

00:42:00: mit sehr, sehr viel Dreck und Schmutz verbunden sind und extrem anstrengend sind.

00:42:04: Das muss man einfach so sagen, klar, Dachdecken und so was hat auch und Zimmermann schwere Balken

00:42:09: schleppen, aber Verputzer ist einfach ein extrem dreckiges Handwerk, nicht im Sinne

00:42:16: von, dass es schmutzig ist und übertragen sind und du findest kaum mehr Leute, die das

00:42:22: gut können, die das gut machen.

00:42:24: Es wollen die wenigsten machen, generell wollen die wenigsten ins Handwerk und dann

00:42:28: in so eine Richtung wollen die wenigsten gehen und du hast tatsächlich von den Materialkosten

00:42:35: oftmals, klar, wenn man ein ganzes Haus verputzt, kommt da einiges zusammen, aber im Vergleich

00:42:40: zu einem Dach hast du sehr geringe Materialkosten, wir reden jetzt nicht von einem WDVS-System

00:42:46: an der Außenfassade, aber das, was da hauptsächlich reingeht, sind einfach die Arbeits- und

00:42:52: Lohnkosten in dem Fall.

00:42:53: Du musst jemanden dastehen haben, wenn du einen Putz von Hand anrührst oder ein Silo kommen

00:42:57: lässt und an die Wand wirfst mit einer Putzmaschine, du musst vorher Schienen machen, du hast

00:43:03: die ganzen Abklebearbeiten, du hast die Schutzarbeiten dafür.

00:43:08: Wenn du jetzt eine Fassade machst zum Beispiel, wir haben gerade mit einer Firma aus Ludwigshafen

00:43:13: zusammen eine Fassade gemacht und wenn du jetzt Reibeputz aufträgst, dann musst du

00:43:18: zu acht sein, teilweise zu acht, weil wenn du jetzt eine große Fassade hast, dann siehst du,

00:43:24: wenn der Putz schon angetrocknet ist, dann siehst du die Übergänge und dass du die

00:43:27: Übergänge nicht siehst, dann müssen zwei Leute quasi vorrennen, anwerfen und die anderen

00:43:31: gehen nach und filzen ab und wieder einer geht nach und guckt ob irgendwo alle Stellen

00:43:36: in Ordnung sind und wenn du das nicht machst, dann hast du da einfach eine hässliche Fassade

00:43:41: und das sind so Sachen, die da halt doch schon mit einer Rolle spielen.

00:43:46: Ja, weiß halt unsereiner nicht.

00:43:49: Aber dann ist es ja gut, dann muss man sich ja eigentlich, ist der beste Freund, der neue

00:43:55: beste Freund dann der Verputzer?

00:43:58: Oder wer würde dein bester Freund werden?

00:44:02: Also ich glaube, die größten Schäden können tatsächlich entstehen beim Elektriker und

00:44:07: beim Sanitärgewerk und daher würde ich denen nicht ans Bein pissen, sonst hat man später

00:44:13: ein Problem.

00:44:14: Lieber einen hässlichen Übergang.

00:44:17: Lieber einen hässlichen Übergang als einen Wasserschaden, weil dann kommt alles runter.

00:44:21: Das ist tatsächlich das größte Problem.

00:44:24: Aber apropos Freunde, da ist zum Beispiel auch was, wenn man Gewerke nimmt, mittlerweile

00:44:30: arbeiten viele leider so ein bisschen gegeneinander, auf der Baustelle selbst, vielen Leuten ist

00:44:33: viel egal oftmals, das merkt man ganz oft.

00:44:37: Neulich hat ein Trockenbauer einfach die Wand zugemacht und mein Elektriker hat mich,

00:44:41: hat sich total beschwert gehabt, ist ein Bekannter von mir und hat sich ein bisschen ausgelassen

00:44:48: über die eine Baustelle, weil er einfach nicht gewartet hat.

00:44:52: Der musste einen Tag später kommen und dann hat der gesagt, ja aber ich will fertig werden

00:44:55: und hat einfach zugemacht.

00:44:57: Und das ist auch so was, ich würde lieber Gewerke nehmen, die schon länger miteinander

00:45:01: zusammenarbeiten, vielleicht kennt der Dachdecker ja einen Verputzer und der Verputzer kennt

00:45:04: einen Elektriker oder sowas.

00:45:06: Klar muss man da aufpassen, dass es unter denen keine Kartellabsprachen gibt, dass sie

00:45:10: dann sagen, mach du ruhig was drauf, die haben Geld oder sowas.

00:45:14: Aber im Prinzip ist es so, dass wenn die sich kennen und öfter zusammenarbeiten, dann

00:45:18: wollen die sich natürlich auch gegenseitig ein bisschen helfen oder unter die Arme greifen.

00:45:24: Dann ist es natürlich auch so, dass der eine sagt, ich lass hier noch auf, dann kannst

00:45:27: du das noch schnell ziehen und dann hat man als Bauherr weniger Stress, weil dann niemanden

00:45:32: in die Haftung zu nehmen, weil er da zugemacht hat und der Zeitplan das aber so vorgegeben

00:45:35: hat und der andere nicht nachgekommen ist, ist dann natürlich, das hilft keinem, dann

00:45:39: ist der Bauherr am Ende wieder der Leidtragende.

00:45:42: Das sind so Sachen, wo ich drauf achte.

00:45:43: Das heißt also, weil ich finde, Einzelgewerksvergabe, wenn wir jetzt mal in die Fachtermini kommen,

00:45:49: ist das ja dann Einzelgewerksvergabe versus Generalunternehmer.

00:45:53: Exakt.

00:45:55: Und tendenziell ist ja die Einzelgewerksvergabe, wenn man das als Laie betrachtet, günstiger,

00:46:01: weil man ja dann mit jedem einzelnen Gewerk, ich habe ein Angebot vom Sanitär, ich habe

00:46:09: ein Angebot vom Elektriker. Das ist dann auch sehr spannend, weil dann würde ja die These daraus, was

00:46:11: du jetzt gerade erzählst, rausgehen, dass ich mit einem Generalunternehmer ja dann doch

00:46:17: günstiger bin als mit jemandem, der das unterschiedlich macht oder wenn der Generalunternehmer, der

00:46:26: meiner Meinung nach immer so 20, 30 Prozent teurer ist, dass man dann eher vielleicht

00:46:30: den Mittelweg geht und sagt, wie du richtig sagst, ich habe einen Dachdecker, der ist

00:46:34: gut vernetzt und der bringt halt die anderen Gewerke dann mit an den Tischen ein Stück

00:46:38: weit.

00:46:39: Das ist zum Beispiel auch so ein bisschen das Konzept, das wir fahren, weil ich habe

00:46:45: einen Elektriker an der Hand, wir machen auch, da kann sich eigentlich jeder eintragen lassen,

00:46:49: das ist Kabelzieher im Hochbau ohne Anschlussarbeit nennt sich dieses Gewerk, ist zulassungsfrei

00:46:56: und diese Eintragung haben wir damals vorgenommen, nämlich bewusst, weil Elektriker einen extrem

00:47:01: hohen Stundenlohn haben, auch gerechtfertigt, viel Haftungsrisiko und die Anschlussarbeiten

00:47:10: kann aber nur er vornehmen und gerade wenn wir jetzt den Trockenbau machen, das ist für

00:47:13: uns zum Beispiel von Vorteil, wenn wir dann vom Elektriker wissen, okay, mach die Leitung

00:47:17: da rein, weil wir halt direkt weiterarbeiten können und bei ganz, ganz vielen Generalunternehmern

00:47:23: hast du in meinen Augen das Problem, dass die Größenordnung teilweise so groß ist,

00:47:28: dass kleinere Details untergehen und mit die besten Handwerker, die ich erlebt habe,

00:47:34: die auch selbstständig sind, sind oftmals ein bisschen ältere Hasen, die haben natürlich

00:47:38: die Erfahrung, die stehen teilweise auch selber auf der Baustelle, haben Mitarbeitende, die

00:47:42: haben dann vielleicht drei, vier Angestellte, machen ihr Ding, machen das aber auch, weil

00:47:46: es ihnen Spaß macht und es ist oftmals bei den Angeboten, die jetzt Einzelunternehmer,

00:47:54: also Einzelgewerke anbieten, viel viel leichter für den Endverbraucher nachzuvollziehen,

00:47:59: was einzelne Positionen kosten, einfach aus dem Grund, weil die diese Kostenaufstellung

00:48:05: andauernd machen und dementsprechend auch wissen, okay, Kalkputz kostet zwei Euro

00:48:11: weniger als Lehmputz oder wie auch immer, einfach aus dem Grund, weil sie das täglich

00:48:18: auf dem Tisch haben und diese Preise auch schon in dem System drin haben.

00:48:23: Und bei einem Generalunternehmer habe ich oftmals nicht so eine gute Nachvollziehbarkeit

00:48:27: von den einzelnen Preisen oder wie sich der Preis zusammensetzt, einfach weil du kannst

00:48:32: da gar nicht alle Positionen abdecken, du kannst da nicht drauf schreiben, okay, das

00:48:36: kostet das und das und das und das, einfach weil das Angebot so umfänglich wäre, dass

00:48:41: es sehr, sehr schwierig dann ist, für den auch das Angebot zu schreiben, was ich auch

00:48:44: dann schreibt man zehn solche Angebote sehr, sehr genau und detailliert, hockt dann an jedem

00:48:48: drei, vier Stunden dran und dann wird keins angenommen oder nur eins angenommen und die

00:48:53: Zeit bezahlt einem ja auch niemand und daher ist oftmals so dieses Einzelgewerk, der lokale

00:48:59: Schreiner, der lokale Maler, die dann eine wesentlich genauere und detailliertere Aufstellung

00:49:05: geben und das ist dahingehend dann einfach für den Endverbraucher sehr, sehr gut nachzuvollziehen.

00:49:09: Weil du gerade schon Abhängigkeiten gesagt hattest, gibt es Einzelgewerke, die wirklich

00:49:16: sehr stark voneinander abhängen.

00:49:17: Dein Beispiel gerade, das war sehr einleuchtend, Elektrik, Trockenbau, der Dachdecker, der

00:49:27: hat ja wahrscheinlich mit dem Elektriker jetzt im ersten Schritt gar nicht so viel zu tun.

00:49:30: Das kann mittlerweile auch eine Fehleinschätzung sein.

00:49:33: Wenn du jetzt eine Photovoltaikanlage drauf haben willst, dann müssen die beiden sich

00:49:36: Ja, ich kann das verstehen, genau das.

00:49:39: Aber der Dachdecker ist ein bisschen außen vor natürlich.

00:49:42: Aber die grundsätzliche Frage ist ja im Prinzip, wenn ich jetzt dran denke, wo macht es denn

00:49:47: vielleicht auch Sinn mit mehreren zusammenzuarbeiten, die sich untereinander kennen und wo macht

00:49:54: das vielleicht nicht so einen Unterschied?

00:49:55: Das ist ganz klassisch das Beispiel, dass zum Beispiel, wenn du jetzt viel Trockenbauwände

00:50:03: oder solche Sachen, zum Beispiel, ein klassisches Beispiel ist der Sanitär-, Heizungs- und Klimamann und

00:50:10: der Trockenbauer, zum Beispiel diese Geberit-Kästen.

00:50:15: Ich will jetzt keine Schleichwerbung machen oder so, aber das sind so die gängigsten

00:50:17: Modelle.

00:50:18: Achtung Werbung.

00:50:20: Ja, keine Werbung.

00:50:23: Das sind ganz häufig verbaute Modelle, wo dann die klassische Vorsatzschale kommt und da

00:50:29: kommt dann das WC dran.

00:50:32: Und wenn dann der Sanitärtyp seinen Teil einfach stellt, dann musst du deine Schiene drumherum

00:50:40: arbeiten und da macht es zum Beispiel viel mehr Sinn, dass man sich da vorher bespricht,

00:50:44: wann was gemacht werden soll.

00:50:45: Dann setzt man seine Schiene schon vorher, sowohl an die Wand als auch auf den Boden

00:50:49: und dann kann man da viel leichter anarbeiten, hat ein saubereres Ergebnis.

00:50:54: Genauso wie mit einem Elektriker, dass der seine Kabel zieht oder auch dann in dem Zusammenhang

00:50:59: mit dem Verputzer, dass der nicht einfach die Wand zuschmeißt, obwohl der Elektriker

00:51:03: da noch ein Kabel ziehen will.

00:51:05: Da ist es einfach ganz wichtig, dass man da auch darauf achtet, dass da einfach eine gewisse

00:51:12: Kommunikation stattfindet, weil das ist oftmals, woran es dann mangelt.

00:51:17: Person A denkt, ach, das ist schon fertig, Person B denkt, nee, genau deswegen.

00:51:23: Das ist oft das Problem.

00:51:25: Und dahingehend, wie gesagt, sind eigentlich bis auf den Dachdecker, den kann man so ein

00:51:28: bisschen außen vor lassen, die Gewerke untereinander schon ein Stück weit voneinander abhängig.

00:51:32: Nur, man sagt ganz scherzhaft oft, der Maler macht den Rest, weil das so das letzte Gewerk

00:51:37: ist, das reinkommt.

00:51:39: Aber wenn der Maler zum Beispiel dann die Probleme hat, weil da Sachen nicht gescheit

00:51:45: gemacht worden sind, dann ist das immer so ein bisschen problematisch.

00:51:48: Deswegen vor dem Abschluss vielleicht doch noch mal das Gewerk, das nachfolgend kommen

00:51:51: soll, auf die Baustelle holen, sagen passt das so alles für dich.

00:51:54: Auch wenn der da vielleicht nicht so Bock drauf hat, aber dass man dann einfach Fotos

00:51:58: schickt und sagt, ey passt das so alles, könnt ihr so arbeiten, all das dahingehend

00:52:02: einfach sehr, sehr wichtig ist.

00:52:04: Okay, also sprich am Ende des Tages extrem wichtig, die Koordination und Kommunikation

00:52:09: zwischen den einzelnen Gewerken, im Ende des Tages, egal ob die sich kennen oder nicht,

00:52:14: sondern dass man da wirklich auch als Bauherr dann nicht nur ein Auge drauf hat, sondern

00:52:19: das aktiv managt, oder?

00:52:21: Da muss man einfach hinten dran sein.

00:52:23: Genau, das ist zwar als Bauherr extrem anstrengend, klar gibt es da die Möglichkeit, das auszusourcen.

00:52:29: Einen Architekten, Generalunternehmer und Co.

00:52:33: Exakt, der da einfach so ein bisschen die Schirmherrschaft drüber hält, weil einfach

00:52:40: Fenster sind noch nicht eingebaut, der will schon die Laibung vielleicht zuschmieren,

00:52:42: das macht natürlich gar keinen Sinn, aber wird dann trotzdem schon gemacht.

00:52:47: Oder ganz klassisch, dass man im Altbau, man macht die alten Fenster raus, dann hat man

00:52:55: unten keine saubere Kante, das müsste eigentlich erst noch eingeschalt werden, eine saubere

00:53:00: Kante hergestellt werden fürs Fenster und dann wird die Kante viel höher gesetzt, sodass

00:53:04: der Fensterbauer sein Fenster später nicht setzen kann.

00:53:07: Solche Sachen sind dann ganz, ganz entscheidend, dass man einfach Rücksprache hält, dass

00:53:11: man bewusst sagt, hey wie ist das, das hat auch was mit Nachmessen zu tun, zu kontrollieren

00:53:16: und dahingehend ist halt auch ein bisschen, wie soll ich sagen, die Kommunikation schwieriger

00:53:21: geworden, weil man halt auch extrem viele Firmen hat, die keine deutschsprachigen Mitarbeiter

00:53:27: mehr haben, wo einfach die Kommunikation dann dadurch erschwert wird.

00:53:31: Ich kann nur sagen, ich habe mit die besten Handwerker und mit die schlechtesten, die

00:53:35: ich erlebt habe, kamen zum Beispiel aus Osteuropa, ich habe extrem gute Handwerker erlebt, die

00:53:40: aus Osteuropa kamen, ich habe aber auch extrem schlechte erlebt, genauso wie bei Deutschen

00:53:44: auch, es ist überall das Gleiche, nur dass oftmals dahingehend dann die Kommunikation

00:53:50: nochmals etwas schwieriger ist.

00:53:52: Die Sprachbarriere erhöht das Niveau.

00:53:56: Meistens habe ich auch die Erfahrung gemacht, zwei Punkte, also ich habe jemanden kennengelernt,

00:54:00: der sehr viele Häuser saniert, weil der auch viele Mehrfamilienhäuser kauft, ich nenne

00:54:05: sie immer ganz gerne die Immobilien-Sammler und die sagen immer ganz klar, also wenn

00:54:10: ich jeden Tag auf der Baustelle bin und denen auf die Füße gucke und das bedeutet nicht,

00:54:17: dass der da ein Controlletti ist, sondern aber einfach genau, was du gesagt hast, ich

00:54:21: vergleiche das immer mit einem Orchester, wenn der Dirigent nicht sagt, du da,

00:54:26: du da, dann funktioniert das nicht.

00:54:28: Dann würde Katastrophe herrschen, weil Chaos ausbricht, weil irgendwer muss das halt ein

00:54:33: Stück weit die ganzen Fäden zusammenhalten.

00:54:35: Das heißt aber auch dann für Bauherren ein Stück weit und auch für jemanden, der einen

00:54:39: Bestand saniert, das sage ich auch immer wieder meinen Käufern, ihr müsst euch entscheiden,

00:54:45: entweder oder entweder ihr fahrt in der Mittagspause und abends auf die Baustelle und guckt euch

00:54:50: das an und schaut, dass, sage ich mal, auch jedes Rädchen läuft oder ihr bezahlt

00:54:56: jemanden, der das tut.

00:54:58: Ich finde halt deine Strategie ganz cool, dass du sagst, man spart sich die 30 Prozent Generalunternehmer,

00:55:04: weil man jemanden eigentlich die Verantwortung gibt.

00:55:08: Ich mache jetzt mal das Beispiel der alte Hase, der Dachdecker ist, der dann eigentlich

00:55:13: quasi die Generalunternehmer-Tätigkeiten übernimmt, weil der dann seine Jungs kennt

00:55:18: und ein Stück weit untereinander dann die Kommunikation funktioniert.

00:55:22: Und ich habe die Erfahrung gemacht bei den osteuropäischen Blocks, also die nennen sich

00:55:28: ja auch immer.

00:55:29: Das ist der Arbeiterblock, der dann kommt.

00:55:34: Meistens haben die einen Sprecher, das ist dann der, der dann auch der deutschen Sprache

00:55:39: sehr mächtig ist und der ist dann, sage ich mal, der macht Ansagen ein Stück weit dann

00:55:46: in der jeweiligen Sprache.

00:55:48: Aber ich glaube, das muss man auf jeden Fall dann auch haben, dass man wirklich auch voraussetzt,

00:55:52: dass wenigstens einer der Sprache mächtig ist, weil sonst ist das halt, finde ich, Kommunikation

00:55:57: ist das Key.

00:56:00: Das auf jeden Fall.

00:56:02: Und worauf ich auch achten würde, ist, dass ich mir keine, das ist auch ganz klassisch,

00:56:06: diese Trupps, die alles können, alles machen, von Elektrik über Sanitär, Fenster, alles,

00:56:12: da wäre ich einfach sehr, sehr vorsichtig, weil ein Haus ist einfach sehr, sehr komplex.

00:56:16: Die Materialien sind komplex, die Normen und Vorgaben werden immer komplexer.

00:56:23: Und da alles zu kennen und zu können, da bräuchte man vermutlich so drei oder vier Leben und

00:56:29: selbst dann hätten sich die Normen wieder geändert, so dass man von vorne anfangen

00:56:32: könnte.

00:56:34: Und von daher würde ich da einfach darauf achten, dass man da ein bisschen vorsichtig

00:56:38: einfach ist.

00:56:41: Klar hört sich das im ersten Moment dann gut an, aber da wäre ich doch dann schon

00:56:44: ein bisschen skeptisch.

00:56:45: Was anderes ist, wenn da jemand, wie jetzt in dem Beispiel sagt, ich habe da jemanden,

00:56:50: der ist Trockenbauer oder ich habe da jemanden, der ist das, dann ist das immer eine andere

00:56:55: Hausnummer.

00:56:56: Und wie gesagt, weil die auch zusammenarbeiten müssen und so ein bisschen abhängig voneinander

00:57:01: sind, empfehlen die in der Regel niemanden, der Schmu betreibt.

00:57:06: Einfach aus dem Grund, weil jetzt als Beispiel jemand empfiehlt einen Fensterbauer, der

00:57:12: Verputzer hat ihn zum Beispiel empfohlen und die Fenster sind schief eingebaut und der verputzt danach

00:57:16: die Wand und die sieht deswegen schief aus.

00:57:19: Dann hat er auch ein Problem.

00:57:21: Genau das ist es halt.

00:57:22: Und so holt man quasi das Ganze so ein bisschen mit ins Boot, dass die sich gegenseitig auch

00:57:28: ein bisschen halten und stützen und jeder von denen will natürlich auch Geld verdienen

00:57:31: und will seinem Kumpel dann natürlich auch nicht ans Bein pissen, gerade wenn er ihn

00:57:35: halt dadurch ins Boot geholt hat.

00:57:37: Eigentlich sehr interessant finde ich, ist ein cooler Punkt, den du da erwähnst, weil

00:57:41: mir würde es ja genauso gehen, wenn ich qualitative Arbeit im Verputzen oder in einem Fensterbau

00:57:46: leiste, dann will ich ja auch am besten nicht mit Menschen zusammenarbeiten, die die Qualität

00:57:50: nicht bringen, weil dann habe ich ja nur mehr Scherereien.

00:57:52: Das färbt auf dich ab.

00:57:54: Genau.

00:57:54: Und so negativ.

00:57:56: Dann glaube ich auch, dann wird da so eine Dynamik entstehen, dass man dann der Verputzer,

00:58:00: dem Fensterbauer hinruft, hier, das darf aber nicht mehr als das kosten oder also sage ich

00:58:05: mal, dass man das schon fair hält ein Stück weit oder wenn der Fensterbauer ihm einen Preis

00:58:10: hinwirft, dann wird wahrscheinlich erst mal intern ein Stück weit miteinander gesprochen.

00:58:15: Das auf jeden Fall, das wird natürlich auch immer darüber gesprochen, zum einen in die

00:58:20: Richtung und das ist gar nicht dem Kunden gegenüber böse, aber dass man sagt, Alter,

00:58:24: das Haus ist schon in schlechtem Zustand oder ein guter Freund von mir, der Fliesenlegermeister,

00:58:29: von dem habe ich vorhin kurz erzählt und der regt sich oftmals auf Baustellen auf, wenn

00:58:34: andere Trockenbauer da waren, weil zum Beispiel alles schief ist, er sagt dann immer, da

00:58:38: platzt mir ja die Libelle, das ist das kleine Wasserbläschen an der Wasserwaage, wenn das

00:58:43: extrem schief ist, dann wird die Blase wohl ganz anders hingehen und dann sagt er so, da platzt mir die

00:58:48: Libelle. Und dann hat er tatsächlich gesagt, hey Simon, ich habe jetzt gesagt, reißt

00:58:54: den Trockenbau noch mal ab und die sollen dich das machen lassen. Das ist natürlich ein

00:58:59: riesiger Vertrauensbeweis und der warnt mich dann aber auch manchmal so ein bisschen vor,

00:59:04: aber schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, hier sieht es aus wie Sau und alles bisschen

00:59:07: und so weiter und so fort und wenn ich dort arbeite, habe ich natürlich zum einen den

00:59:14: Anspruch, den habe ich immer, die Arbeit gut zu machen, die wir machen, zum anderen will

00:59:19: ich natürlich auch, wenn mich jemand empfiehlt, nicht seinen Ruf mit in den Dreck ziehen,

00:59:24: und andererseits, ich habe eigentlich vor, mit dem nochmal zusammenzuarbeiten und dementsprechend

00:59:30: würde ich das schon dreimal nicht schlecht machen und das sind halt immer so die Punkte,

00:59:33: dieses gegenseitig da in die Verantwortung mit reinziehen. Cool. Wie ist das? Ich habe das schon

00:59:41: oft erlebt, dass mir besonders Generalunternehmer sagen, okay, ich mache jetzt, wenn ich ganz viel

00:59:48: Freizeit habe, mache ich natürlich ein sehr kompetitives Angebot und dann war das das

00:59:53: Faszinierende, er hat dann den Preis verdoppelt, weil er eigentlich keine Ahnung hatte, wie er

00:59:59: das noch machen soll, das war so eine Baustelle von so um die 150.000 Euro und dann hat der Kunde

01:00:05: aber das angenommen, das Angebot. Das ist ja, das ist tatsächlich. Und dann hat er gesagt,

01:00:12: ah ja, für den Preis wird das dann irgendwo zwischengequetscht, aber ich frage mich,

01:00:17: wenn er ja wirklich gar keine Zeit hat, wie macht man das dann? Das ist genau der Punkt,

01:00:22: ich bin jetzt nächste Woche im Urlaub und wenn ich im Urlaub bin, ich habe zwei Mitarbeiter in

01:00:27: der Zeit, dann gehe ich auch mal ganz gerne hin und verleihe die quasi als Subunternehmer an

01:00:32: befreundete Firmen, wo ich aber auch weiß, dass die Arbeit gut ist. Und wenn du Angestellte hast,

01:00:39: musst du natürlich eigentlich immer ein bisschen mehr Arbeit haben, als du eigentlich bewältigen

01:00:44: kannst. Zum einen, weil wenn auf der einen Baustelle zum Beispiel Baustopp ist und du

01:00:48: hättest dich nur auf die Baustelle konzentriert, kannst du gar nicht wirtschaftlich arbeiten,

01:00:51: in dem Sinne, dass du dann nichts anderes zur Verfügung hast. Und bei solchen Beispielen zum

01:00:58: Beispiel ist es halt so, dass man dann sogar Subunternehmer eigentlich holen kann, weil sich

01:01:02: das vierfach lohnt und einfach die Wartezeiten bei Handwerkern sind einfach extrem lang. Der

01:01:10: Termindruck steigt eigentlich immer. Die Lieferzeiten von manchen Materialien sind immer länger,

01:01:17: gerade wenn man bestimmte Sachen bestellen will, jetzt Terrassendielen bestellt zum Beispiel für ein

01:01:22: Projekt, da habe ich relativ lang darauf gewartet und die Leisten, die ich eigentlich dazu bestellt

01:01:26: hatte, wo eigentlich Lieferzeit zwei, drei Wochen hieß, waren dann acht Wochen. Und dann braucht man

01:01:30: natürlich andere Projekte, um dahingehend das Ganze ein bisschen auszugleichen. Und dieses,

01:01:38: ich mache es mal teurer, ist gängige Praxis leider, das muss man sagen. Das machen relativ

01:01:43: viele und viele sagen sich auch, bevor ich gar kein Angebot abgebe, gebe ich lieber eins,

01:01:47: das viel zu teuer ist ab. Ich habe tatsächlich einer Kundin mal gesagt, das tut mir leid,

01:01:52: aber ich kann das in dem Zeitraum nicht machen. Eine war sauer, eine andere hat gesagt, ich finde

01:01:57: es total toll, dass du da so ehrlich mit mir bist und nicht sagst, dass du es machst und es dann doch

01:02:00: nicht machst. Und wenn man natürlich dann den Preis verdoppelt, den Zuschlag trotzdem erhält,

01:02:06: dann denkt man sich, okay, dafür lohnt sich halt auch der Extra-Stress zu machen und zum anderen

01:02:11: kann ich natürlich auch eine andere Firma beauftragen, weil die wird wahrscheinlich

01:02:15: immer noch günstiger sein und ich werde Gewinn daran machen. Das ist natürlich ein perfides

01:02:18: System. Das ist ja Angebot und Nachfrage am Ende des Tages. Wenn die Nachfrage so viel höher ist

01:02:25: als das Angebot und das wäre jetzt vielleicht auch die Anschlussfrage, hört man jetzt ja auch

01:02:30: nicht erst seit gestern. Mich würde ja mal interessieren, woran liegt es? Es scheint mir

01:02:35: so, als hätten wir gefühlt wirklich keine Handwerker mehr in Deutschland. Es mag so einfach

01:02:43: sein, wie es ist so. Ja, es ist tatsächlich leider einfach so und das hört man einfach an

01:02:49: paar Punkten. Viele von den Älteren, die ich treffe, manche von denen sagen, Herr Dummholz,

01:02:58: als ich meine Ausbildung gemacht habe, da gab es das alles nicht. Also früher die Lehrlinge, die wurden

01:03:03: schon auf gut Deutsch behandelt. Hart rangenommen. Genau das ist es, weil da einfach, das hast du

01:03:13: schön gesagt, weil es einfach... Felix Magath mit den Medizinbällen, mit der Fußballanalogie.

01:03:20: Quälix, das war doch sein Spitzname. Genau. Und da hat man damals einfach, die Leute haben

01:03:27: sich darum gerissen, irgendwo arbeiten zu können. Ein ganz klassischer Weg war Hauptschule, okay,

01:03:33: dann gehe ich auf den Bau. Mein Sportlehrer hat mal zu mir gesagt, wenn du so weitermachst, dann endest

01:03:37: du auf dem Bau. Also der Bau hatte ganz, ganz lange zum einen dieses gesellschaftliche Stigma,

01:03:42: da schaffen nur die, die nichts können, die einen Hauptschulabschluss haben und die ein bisschen

01:03:49: dumm sind und oben ist gerne Feierabend, Bier trinken. Das ist aber einfach nicht mehr so.

01:03:52: Bau ist hochkomplex. Gerade heutzutage, was für unterschiedliche Sachen da zusammengreifen,

01:03:59: man muss sich mittlerweile mit so vielen unterschiedlichen Dingen beschäftigen,

01:04:02: sich auskennen, Fliesenleger muss zum Beispiel sich auch ganz gut mit Chemie auskennen und so

01:04:06: Sachen. Das ist nicht mehr so einfach, ich klatsche ein paar Fliesen an die Wand und wird

01:04:09: schon halten. Und viele Leute sind halt... So endet man halt im Asbest. Genau das,

01:04:18: sonst endest du im Asbest. Genau so ist es. Und auch dieses, du musst studieren, um was zu

01:04:23: werden, ist halt doch sehr verbreitet, finde ich, in unserer Gesellschaft. Und das finde ich

01:04:27: eigentlich sehr schade, weil Handwerk doch so langsam teilweise schon einen goldenen Boden hat,

01:04:34: aber auch noch mal mehr goldenen Boden bekommt. In meinem nächsten Leben werde ich Verputzer.

01:04:42: Das will ich sehen. Wir machen einen Deal, ich bin ja zu euch in den Podcast gekommen,

01:04:48: du kommst noch auf die Baustelle und verputzt mit mir, was? Dann machen wir das mal.

01:04:51: Das machen wir gemeinsam, da habe ich Bock drauf. Erstens will ich sehen, wie du verputzt.

01:04:58: Ich weiß genau, dass du die Kamera danebenstellst.

01:05:01: Also das ist Pflicht, aber körperliche Arbeit kann ja auch mal Spaß machen, die Frage. Ich werde es

01:05:09: nach fünf Minuten verfluchen, aber das mache ich. Gute Idee. Das ist ein Videopodcast live.

01:05:18: Live von der Baustelle. Das wäre doch sehr schön. Ich muss echt sagen, ich komme ja ursprünglich

01:05:24: aus dem Bauträgerbereich, deswegen ist eine Baustelle auch nicht... Also ich kann was damit

01:05:31: anfangen. Ich war aber immer die... Ich kann immer sehr viel geschaut. Ich meine, wenn wir von der

01:05:42: Bank kamen und so eine Baustellenbesichtigung gemacht haben, dann hatte ich immer meine hochhackigen

01:05:47: Schuhe mit meiner Tasche und meinem Kostüm ein Stück weit, bin ich dann da durchgegangen und dann

01:05:54: waren wir immer so diese Außerirdischen und die haben so geguckt und dann haben sie so, ach Gott.

01:05:59: Ihr würdet mit Sicherheit geliebt. Vielleicht hatten sie auch Angst, dass du die Architektin bist,

01:06:03: weil das ist dann auch immer fatal. Ich denke, die Angewohnheit, gerade wenn man gerade irgendwas

01:06:08: mit dem Hammer wegkloppt, weil es auf den Sack geht, oder das ist halt immer so, dass genau in dem Moment

01:06:13: der Architekt um die Ecke kommt und einen fragt, was man da macht und wo man es die ganze Zeit

01:06:17: komplett nach Vorschrift gemacht hat. Das ist leider immer die Sache. Wahrscheinlich daran,

01:06:22: wie du bist Architektin. Ich muss echt sagen, was ich aber gesagt dort immer das Gefühl bekommen

01:06:31: habe, Handwerker und Handwerk ist sehr herzlich. Simon braucht Refill. Normalerweise rede ich nicht

01:06:41: so viel, sondern arbeite mehr. Ich kriege immer schnell einen trockenen Mund. Ich mache nichts anderes als den ganzen

01:06:48: Handwerk. Wie gesagt, Handwerk ist wirklich sehr herzlich. Das, was ich von den Baustellen immer

01:06:55: mitgenommen habe, ist, dass man echt einladend mit aufgenommen wurde. Ich kann auch dazu sagen,

01:07:02: meine Schwester, die studiert ja gerade Bauingenieurwesen und die hat ihre Praktika zum

01:07:09: Großteil auf der Baustelle gemacht. Da musste eine extra Baustellenschuhgröße bestellt werden, weil meine

01:07:16: Schwester ist eineinhalb Köpfe kleiner als ich und ich bin so 1,72. Liebe Grüße an Anna. Jetzt können wir testen, ob sie uns zuhört.

01:07:27: Sie ist dann immer in den ersten Tagen, weil Frauen auf der Baustelle, da können wir vielleicht auch mal

01:07:31: zukommen, sind natürlich immer so ein bisschen beäugt, würde ich mal sagen. Auf jeden Fall.

01:07:37: Die hat aber wirklich extrem hart gearbeitet. Was hat sie als Werkstudent gemacht? Sie hat halt

01:07:48: nach drei, vier Tagen, wo die gemerkt haben, okay, die macht nicht nur ihre Nägel, sondern die arbeitet

01:07:54: hart, wurde die auch richtig aufgenommen. Dann war es scheißegal, ob sie jetzt männlich, weiblich,

01:08:02: divers ist. Ich glaube, aus dem, was ich erzählt bekommen habe, solange du hart arbeitest und mitziehst,

01:08:10: ist das, sage ich mal, ein Stück weit egal, was du bist. Ich glaube tatsächlich, dass da auch dieses,

01:08:18: das spielt für mich da einfach eine Rolle. Du hast viele Leute, die einfach faul sind und wenn du

01:08:25: merkst, dass dir jemand nicht faul ist und dir auch deine Arbeit erleichtert und da auch Lust drauf hat

01:08:29: und Interesse an dem, was du machst, das ist ja immer so, wenn sich jemand für das interessiert,

01:08:33: was du machst, dann erzählt man ja auch gerne davon, ist man auch ein Stück weit stolz darauf,

01:08:37: wenn man was gut macht und ein Handwerk hat sehr viel Stolz und dann ist es tatsächlich komplett

01:08:42: egal. Ich glaube auch, dass es dem Handwerk guttun würde, wenn mehr Frauen im Handwerk wären.

01:08:49: Dieses alte Stigma, dieses, das ist alles zu schwer und zu anstrengend, das halte ich für ein Gerücht

01:08:56: einfach auch aus dem Grund, wenn du jeden Tag so schwer hebst, dass das eine Frau nicht heben kann

01:09:02: und das jeden Tag machst, ich glaube mit der Zeit merkst du deine Knochen und das ist ja auch oft

01:09:07: das Problem und dieses zu hart, zu viel, zu schwer, das ist halt genau das Thema, das da

01:09:14: dann anfällt und daher, wir hatten auch ab und zu Praktikanten, jetzt keine weiblichen, sondern

01:09:21: wirklich männliche, da war es tatsächlich so, dass wir einen hatten, der ist zwei Tage gekommen und

01:09:29: ist dann nicht mehr gekommen. Ich denke mal, es hat nicht an uns gelegen, ich denke mal, es hat eher

01:09:34: dran gelegen, dass er hauptsächlich am Handy war und TikToks geschaut hat und ja, das ist dann das

01:09:40: Problem und der andere, wenn man da merkt, der gibt sich Mühe, dann gibt man dem auch gerne mal eine

01:09:44: Aufgabe, wo er selber was probieren kann und wenn man dann merkt, okay, da hat er Spaß dran und auch

01:09:49: Interesse und es geht nicht darum, keine Fehler zu machen, sondern es geht darum, es zu versuchen und

01:09:54: das ist oft das, was dann leider so ein bisschen fehlt. Es interessiert nicht, es wird nicht probiert,

01:10:01: dann ist es wie gesagt komplett egal, ob es jetzt Frau oder Mann ist und was ich tatsächlich aber

01:10:06: sagen muss, vielleicht ist da dieses Stigma dann doch ein bisschen, ich war auf einer Baustelle und

01:10:12: der Malerbetrieb, der dort war, die hatten eine Auszubildende und die hat die ganze Zeit abgeklebt

01:10:18: und dann habe ich sie gefragt, darfst du nur abkleben? Nein, nein, nein, mir macht Abkleben

01:10:22: viel Spaß und ich mache das besser als die anderen, weil das waren halt viele ältere Männer in dem

01:10:28: Betrieb, die hatten nicht so die Geduld fürs Abkleben wie sie und ihr hat das richtig Spaß gemacht

01:10:34: und die hat dann auch die Ecken richtig feinsäuberlich mit dem Messer und sowas ausgeschnitten

01:10:38: und so und die hat da richtig Spaß, das ist doch eine super Arbeitseinteilung und hat gesagt,

01:10:43: nee, sie findet das total geil, wenn da so eine saubere Kante später beim Abziehen ist und sowas,

01:10:47: was natürlich auch ein gutes Gefühl ist, wenn man einen schönen Job macht, aber das war voll ihr

01:10:51: Ding tatsächlich. Ich glaube, ich bin wirklich fürs Verputzen gemacht, weil es gäbe für mich

01:10:55: nichts Schlimmeres als Abkleben. Ja, ich wollte gerade sagen, das wäre für dich eine Katastrophe.

01:11:03: Ja, es gehört leider dazu, aber es kann tatsächlich manchmal sehr, sehr nervig sein.

01:11:13: Aber würdest du sagen, dass nach wie vor eigentlich keine Frauen in eurem Business sind,

01:11:23: außer Ausnahmen? Kaum. Also ich glaube, ich kann an einer Hand abzählen, wie oft ich eine

01:11:39: Baustelle hatte, wo tatsächlich auch eine Frau war. Klar kann man jetzt sagen, ich arbeite viel mit

01:11:45: den gleichen Firmen zusammen und da sind halt keine Frauen drin und dass ich deswegen so einem

01:11:49: gewissen Bias unterliege, aber auch auf anderen größeren Baustellen waren kaum Frauen vertreten.

01:11:57: Ich denke, das hängt vielleicht auch damit zusammen. Zum einen viele Betriebe verkraulen

01:12:03: männliche Auszubildende schon, da will ich nicht wissen, wie es mit weiblichen Auszubildenden ist.

01:12:07: Und dann, was ich auch sehr, sehr stark gemerkt habe, ist, dass Frauen im Handwerk immer meistens in

01:12:12: bestimmte Branchen gehen. Zum einen Schreiner, Maler und Lackierer ist sehr, sehr beliebt.

01:12:20: Verputzer vielleicht auch gerade noch so. Wirklich? Ja, weil diese Gewerke oft mal so ein bisschen

01:12:26: miteinander zusammenhängen. Maler, Verputzer, Stuckateur, früher Stuckateur hat auch viel,

01:12:32: viel Stuck selbst gemacht. Das fällt heute fast komplett weg. In Wiesbaden,

01:12:36: wo es viele Altbauten gibt, gibt es so etwas noch mal häufiger. Und tatsächlich, ich habe einige,

01:12:44: die Steinmetz gemacht haben, die ich kennengelernt habe. Und ich glaube, da ist auch oftmals diese

01:12:51: Verbindung zwischen Kunst und Handwerk, die da eine Rolle spielt. Es steht jetzt trotzdem von

01:12:59: Baunehmengewerbe, wo es quasi anfällt. Und dass dieses künstlerische Aspekt doch dann mehr zum

01:13:09: Tragen kommt, als dass eine Frau dann vielleicht Maurer macht oder so. Das ist ein körperlicherer Job.

01:13:15: Und ich glaube, da ist diese Grenze auch noch definitiv da. Ich glaube einfach auch,

01:13:21: dass, wenn ich mir so eine Baustelle vorstelle, es würde auch vielen Frauen gut tun, weil ich

01:13:25: viele Frauen kennengelernt habe, die Bauingenieurwesen studieren, die halt wirklich dann schon,

01:13:32: also es sind ja auch mehr Frauen als Männer in diesen Studenten, also in den Studienabschlüssen

01:13:39: und gebildeter. Das Problem ist nur, wenn man dann nicht irgendwo mal die Praxiserfahrung gesammelt

01:13:45: hat, dann kommst du halt in deinem süßen Outfit auf die Baustelle und hast dann wahrscheinlich

01:13:50: das erste Mal eine Baustelle gesehen und hast halt einfach nicht diesen Werksschweiß, würde ich

01:13:58: ihn mal nennen. Und das merkt dein Gegenüber, der Bautrupp. Sorry, dass ich lachen muss.

01:14:04: Auf der Baustelle ist es kein Werkstolz, sondern ein Werksschweiß. Und das ist so, glaube ich,

01:14:11: also deswegen, ich glaube, ich kann das als Frau dann ganz gut einschätzen. Und dann ist es auch

01:14:16: egal, ob du Frau oder Mann bist, aber wenn du halt einfach von der Uni kommst und noch nur

01:14:20: theoretisches Wissen hast, dann kann, und das ist ja dann die Litanei, dann kann die Idee, die du hast

01:14:26: oder das Vorgehen noch so gut sein. Die Menschen werden dir nicht folgen, weil du halt einfach nicht

01:14:32: diese praktische Erfahrung auf der Baustelle gesammelt hast. Und wenn du aber dann,

01:14:38: so würde ich das sehen, genau das machst, dass du halt beides machst, dass du studierst, aber

01:14:45: trotzdem versuchst, so viel auf der Baustelle zu sein wie möglich und dann auch ein Stück weit

01:14:50: diese Praxiserfahrung mitbringst, dann hast du auch ein ganz anderes Auftreten am Ende des Tages und

01:14:55: das merkt dein Gegenüber sofort. Und ich glaube, dann würde es halt auch Frauen, die dann, sage ich

01:15:01: mal, diesen höheren Studienabschluss haben, dann meistens in der Bauleitung tätig sind. Einfacher

01:15:15: Ich will jetzt nicht schlecht über Architekten reden, aber meine Erfahrung ist manchmal,

01:15:20: ich merke, da ist auch ein bisschen Zwist. Architekten sind ja an sich schon wichtig,

01:15:28: ich meine, das was sie planen, man sagt ja immer, der Traum des Architekten ist ja der

01:15:32: Albtraum des Ingenieurs und so ein bisschen geht es auch Handwerkern manchmal. Ich glaube teilweise,

01:15:38: dass in manchen Punkten dieses sehr, sehr allgemeine Studium, wie das Architekturstudium,

01:15:46: man kann sich mit vielen Sachen auskennen, wie man sie dann ausführt, ist dann halt wiederum

01:15:50: eine andere Sache und dass man dahingehend einfach auch, wieder zu dem Punkt Kommunikation zurückzukommen,

01:15:57: einfach auch sich nicht auf dieses hohe Ross setzt auf der Baustelle und da angeritten kommt,

01:16:03: sein Porsche und dann erst mal rumkommandiert, sondern dass man einfach ein ganz normales Gespräch

01:16:11: führt, dass man fragt, klappt alles so weit, ist alles in Ordnung und dann halt auch auf Augenhöhe

01:16:17: miteinander redet, hey, wie stellt ihr euch das vor, wir wollten, habt ihr die Pläne gesehen,

01:16:21: da ist das und das so gemacht und vielleicht tauchen in so einem Gespräch dann auch Probleme

01:16:26: oder bessere Ideen auf, dass man sagt, ey, pass auf, wenn wir das so machen, ist dir aufgefallen,

01:16:30: dass die Wand dann zu nah ist. Wenn da einer hinkommt und sagt, ja, warum habt ihr das noch

01:16:33: nicht so und so gemacht, dann denkt sich der Maurer vielleicht, weißt du was, ich stelle die Wand

01:16:36: dahin und dann ist es dein Planungsfehler, sonst hätte ich dich vielleicht darauf aufmerksam gemacht.

01:16:41: Ja. Da sind alle einfach Menschen und wenn man da halt mit so einer gewissen Arroganz an den Tag

01:16:46: legt und da dann auch hingeht, egal ob man jetzt Mann oder Frau ist, dann ist das halt doch schon

01:16:52: ein bisschen problematischer, gerade in so was, dass man eigentlich, wenn man auf eine Baustelle

01:16:59: kommt und selbst wenn man die anderen Gewerke nicht kennt, spätestens in der Mittagspause

01:17:02: eigentlich zusammensitzt und erzählt und halt eigentlich auch immer ein Thema findet,

01:17:07: sei es jetzt Baustellen, Fußball oder was auch immer und da auch irgendwie ein bisschen so im

01:17:14: gleichen Boot sitzt und dann kommt da so ein Außerirdischer von der Uni und erzählt einem

01:17:20: oder von der Bank in hohen Schuhen, dann ist das natürlich immer ein bisschen schwieriger und das

01:17:28: glaube ich, ich glaube das ist dann auch das, was manchmal so ein bisschen fehlt in dem Aspekt,

01:17:33: dass man da ein bisschen Verständnis für hat, auch für die Probleme und sowas.

01:17:37: Ja. Was sind so deine, weil ich finde das immer, ich folge bei LinkedIn jemandem auch,

01:17:44: der vom Bau ist und da gibt es immer so witzige Bilder, so Hasskunden, so wie viel Preisaufschlag

01:17:51: mache ich und da ist so das All-time-Favorite ist so, ich habe mir ein YouTube-Video von

01:18:02: so einem Obi-Markt-Dude angeguckt, der meint, wie man das machen sollte und gibt jetzt meine Bau-

01:18:11: hast du da so ein paar Geschichten? Also was ich dazu generell sagen will, ist,

01:18:18: dass ich es an sich eigentlich cool finde, wenn Leute bestimmte Sachen selbst machen,

01:18:22: auch selber probieren, einfach weil ich glaube, dass man mittlerweile bei bestimmten Preisen

01:18:26: einfach nicht drum herum kommt, deswegen finde ich es an sich cool, wenn jemand sagt, ey ich gucke

01:18:30: mir jetzt mal an, wie ich mein Gartenhaus streichen kann und informiere mich da ein bisschen, ob ich

01:18:33: ölen soll, lasieren soll, anstreichen soll, mit Deckfarbe, finde ich das super,

01:18:38: nur den Leuten fehlt manchmal so ein bisschen die Grenze und das wird dann immer ein bisschen

01:18:44: schwieriger, ich muss halt tatsächlich sagen, man muss sich ja überlegen, ob man es jetzt

01:18:48: wirklich besser weiß. Ja genau das ist es halt und dann finde ich es auch immer schwierig,

01:18:54: wenn der Kunde dann die ganze Zeit neben dran steht und kritisch guckt, das hat nicht

01:19:01: mal was damit zu tun, ja so auf die Art, weil das hat gar nichts damit zu tun, dass man jetzt

01:19:09: pfuschen will, sondern das ist einfach extrem nervig und man kann nicht mal vor sich hinfluchen,

01:19:15: weil der Kunde dann direkt denkt. Um es in die Office-Welt zu übersetzen, auch mal den einen

01:19:22: oder anderen Kollegen, Kollegin gehabt, die dann irgendwie länger am Bildschirm hinter einem stehen,

01:19:27: ohne dass es notwendig ist, ich glaube, das ist sehr übertragbar, maximal nervig. Zu 1000 Prozent und

01:19:34: gerade wenn man die Person nicht kennt und die steht dann da neben dran, ist schwierig,

01:19:39: auch ganz, ganz schwierige Kunden sind die, bei denen man anruft, das hatte ich die Woche jetzt,

01:19:45: der wollte wissen, was das kostet, dann habe ich gesagt, ich kann gar nicht vorbeikommen,

01:19:49: um danach ein Angebot zu erstellen, er will wissen, was die Stunde kostet und dann habe ich gesagt,

01:19:53: ich weiß gar nicht, was anfällt, ob ich Materialien brauche, ob ich das und das Werkzeug

01:20:00: brauche und dann meinte er, er hätte alles und er würde ja selber auch mithelfen und dann habe

01:20:06: ich ihn mal gefragt, ob es nicht, wenn er doch alles hat und auch mithelfen will, ob er es nicht

01:20:12: komplett selbst machen will oder was dann der Hintergrund ist, er kann es ja nicht selbst,

01:20:17: dann habe ich gesagt, ja, aber wenn sie es nicht selbst können und dann wollen sie helfen, dann ist

01:20:20: das sehr, sehr schwierig, weil es ist zum einen sehr anstrengend für mich, dann für jemand anderen

01:20:24: mitzudenken, zweitens arbeite ich eigentlich mit einem eingespielten Team ganz gern zusammen und

01:20:29: drittens weiß ich ja nicht, was sie da an Werkzeug oder Material haben, wenn sie jetzt was befestigen

01:20:34: wollen, in Stahlbeton und sie haben die Bohrmaschine von ihrem Urgroßvater, dann ist das sehr, sehr

01:20:38: schwierig, da überhaupt ein Loch zu bohren und das sind so Punkte und das sind so sehr, sehr schwierige

01:20:43: Gründe und dann hat man noch diese Extreme immer bei Kunden, die Leute, die ganz, ganz, ganz genau

01:20:48: wissen, was sie haben wollen, auch wenn es vielleicht einfach nicht möglich ist, in dem Rahmen

01:20:52: durchzuführen, weil die räumlichen Gegebenheiten nicht da sind, wenn ein Kunde hohe Decke haben,

01:20:57: hohe Decke haben will und die Decke ist aber nur 2,60 Meter hoch und man muss da noch unten drunter eine

01:21:05: Konstruktion bauen, eine UK und dann mit Trockenbau abhängen, dann wird das sehr, sehr schwierig,

01:21:10: da noch mehr rauszuholen und die Kunden, die gar keine Ahnung haben, sind natürlich auch sehr,

01:21:15: sehr schwierig, weil man dann fragt, ja wie wollt ihr das da machen, da haben wir uns noch keine

01:21:19: Gedanken drüber gemacht und wenn das dann bei zehn Fragen genau die Antwort ist, ist das natürlich,

01:21:26: ja dann steht man am Ende des Gesprächs fast genauso schlau da wie davor. Klar kann man ein

01:21:32: gewisses Stück weit mit beraten und es geht auch nicht darum, dann zum Beispiel direkt Wandfarbe

01:21:36: oder sowas auszuwählen, aber wenn man die Kunden fragt, wollt ihr da eine Tür haben oder wollt ihr

01:21:41: da keine Tür haben oder wollt ihr diese Wand entfernt haben, dass der Raum offener ist,

01:21:46: das bitte natürlich nur bei nicht tragenden Wänden machen, dann ist das natürlich etwas,

01:21:51: etwas schwierig und das sind so Kundenarten, die dann doch etwas schwierig sind. Du hast es eben

01:22:01: gerade angesprochen, sanieren wird immer teurer und deswegen, was mich doch interessieren würde,

01:22:07: was ich, wo ich meinen großen Tipp gebe, ist Tapezieren, meistens sind das nicht meine Kunden,

01:22:14: die das können, witzigerweise sind das immer dann Mama, Papa oder Oma, Opa, also wirklich das Baujahr

01:22:21: wirklich so um 60er, 70er Jahre, weil da aus meiner Erfahrung, wenn ich meine Eltern und

01:22:28: Großeltern betrachte, musste man das halt einfach machen und hat man das auch gelernt, wo ich dann

01:22:34: sage, okay, Tapezieren, wenn da jemand Übung mit hat, da kann man nicht viel falsch

01:22:40: machen ein Stück weit. Ich sage immer aber dazu, es wird nicht so hübsch sein, wie wenn jemand das

01:22:48: Fach macht, also wenn man das wirklich richtig schön haben möchte, dann muss man das Geld

01:22:53: investieren, deswegen, wo würdest du denn sagen, machen Eigenleistungen beim Sanieren,

01:22:58: bringen viel Ersparnis und man hat jetzt auch keine Katastrophe danach? Ich würde sagen, überall

01:23:04: dort, wo keine Folgeschäden entstehen können und wo später nicht drauf aufgebaut werden muss, also wenn

01:23:09: es jetzt zum Beispiel darum geht, ganz klassisches Beispiel, der Boden ist soweit eigentlich fertig

01:23:16: und man will jetzt einen Oberbelag drauf haben. Jeder Laie kann sich ein Video angucken, wie man

01:23:22: Klickvinyl verlegt, das ist nicht schwer, Parkett verlegen, jetzt kein verklebtes, sondern halt...

01:23:29: Oder Fischgräte? Ja, bei Fischgräte wird es dann etwas schwieriger, das stimmt, es ist auch viel

01:23:35: Verschnitt, aber bei solchen Sachen sage ich, das sind Sachen, die wenn man ein bisschen

01:23:41: handwerkliches Geschick hat, doch durchaus selbst machen kann. Ganz klassisches Beispiel ist

01:23:48: streichen. Vorher mal informieren, was für Farben will ich benutzen, da rede ich jetzt nicht von

01:23:54: welchen Farbton, sondern Dispersionsfarbe, Silikatfarbe, zig Farbarten, Silikonharzfarbe,

01:24:04: dass man sich einfach informiert, wo macht was Sinn, brauche ich eine Grundierung, aber das sind

01:24:09: alles Sachen, die man heutzutage extrem leicht, zum Beispiel eine KI fragen kann, hey ich will die

01:24:14: und die Wand streichen, das und das ist das Material und der Untergrund, was muss ich da beachten?

01:24:21: Und das sind so Sachen, wo ich sage, da kann man ruhig auch als Laie sich das Ganze zutrauen,

01:24:27: bei allen Punkten, die zum Beispiel jetzt den Putz betreffen, wäre ich schon etwas vorsichtiger,

01:24:33: einfach weil, wenn später der Putz von der Wand kommt, wird es schwierig, Elektrik und Sanitär

01:24:36: würde ich natürlich komplett die Finger davon lassen. Einfach aus Garantiethemen. Das ist extrem

01:24:42: gefährlich, das ist einfach, wo ich sage, lasst da die Finger davon. Obwohl so Schlitzeklopfen,

01:24:49: sage ich immer, das sind so Vorbereitungsmaßnahmen. Ist an sich auch möglich, nur da sollte man halt

01:24:55: auch beachten, dass ich habe Kunden, die wollten das unbedingt selbst machen, und der

01:25:05: Kunde hat dann gedacht, er macht schon mal eine Vorbereitung und schlitzt eine Betondecke,

01:25:12: das ist halt fatal, solche Sachen sind dann fatal, also haltet da Rücksprache auf jeden Fall und

01:25:20: klar, Schlitzeklopfen kann dahingehend einen Vorteil bringen, aber wenn man dann vergisst,

01:25:24: dass da noch Estrich reinkommen soll und man setzt die Dosen dann viel zu tief und die müssen

01:25:28: wieder zugemacht werden, ist das natürlich auch etwas schwierig und daher vorher besprechen,

01:25:36: wieder Kommunikation der entscheidende Punkt und dahingehend gucken, aber ganz, ganz viele

01:25:41: Sachen kann man auch selbst machen. Fliesen? Also Fliesen, davon würde ich

01:25:51: die Leute eigentlich abraten, gerade im Duschbereich oder so,

01:25:59: wir haben Abdichtungsnormen, die müssen auch eingehalten werden, weil sonst einfach wieder

01:26:04: Folgeschäden entstehen könnten, dass man da einfach darauf achtet, das andere ist natürlich,

01:26:11: gerade im Altbau oder so, brauchst du eine Entkopplungsbahn, was für einen Fliesenkleber nehme

01:26:16: ich dann, in welchem Muster verlege ich die Fliesen. Das sind alles so Punkte, wo ich sage,

01:26:23: lasst lieber die Finger davon, lasst das den Fachmann machen, auch wenn das Budget knapp ist,

01:26:30: das ist so eine Sache, man kann es selbst machen, aber es kann auch viel, viel schiefgehen und Fliesen,

01:26:36: die scheiße aussehen, von der Wand wieder runter zu holen, ist halt auch eine nicht so schöne Arbeit,

01:26:41: einfach wieder mit viel Dreck, viel Rückbau verbunden, wenn ich eine Vorsatzschale blöd

01:26:48: gefliest habe und will die Fliesen wieder runterholen, dann kommt in der Regel auch der

01:26:51: Rigips mit runter, das heißt, da muss ich wieder alles mit runterholen, das sind so Sachen, wo ich

01:26:56: sage, da sind die Folgekosten dann manchmal höher als die Ersparnis, die ich eigentlich hätte.

01:27:01: Also muss ich eigentlich, wenn ich dann mit einem Gespräch mit dir als Bauunternehmer,

01:27:06: als Handwerker gehe, muss ich sagen, okay, wir haben jetzt zwei Möglichkeiten, entweder

01:27:11: habt ihr mich auf der Baustelle rumtanzen und es wird für alle unangenehm oder ich kriege ein bisschen

01:27:17: Preisabschlag und ihr dürft das alles selber machen. Preisaufschlag oder Preisnachlass. Na,

01:27:24: das ist tatsächlich die Sache. Ich habe auch immer Kunden, die halt gerne mal über den Preis

01:27:32: verhandeln wollen, das ist ja auch irgendwo normal, dass man da versucht, noch ein bisschen

01:27:39: günstiger zu kommen. Ich habe, also meine Erfahrung nach ist, wenn es ein faires Angebot ist und es

01:27:48: kommt einem erstens fair vor, zweitens die Auflistung macht Sinn und drittens, es hält dem Verstand

01:27:53: gleich, handelt er nicht mit dem Mann. Kann ich nur aus meiner Erfahrung heraus sagen, weil ich zum

01:28:00: Beispiel habe meine Angebote auch immer mit gewissen Pufferstunden kalkuliert und dann sage

01:28:06: ich dem Kunden schon, da sind zehn Pufferstunden drin, jetzt als Beispiel. Die Stunde kostet 62,50

01:28:13: netto und diese Stunden werden aber nur benutzt, um zum Beispiel unvorhergesehene Probleme oder

01:28:19: kleinere Änderungen mit einzupreisen. Wenn ich die nicht drin habe und am Ende habe ich sieben

01:28:24: Stunden mehr, dann sind das wieder ein paar hundert Euro. Klar kann man sagen, es sind nur

01:28:29: 100 Euro, aber wenn ich jetzt zum Beispiel einen Raum neu machen soll oder zwei, drei Wände,

01:28:34: dann fällt das natürlich auch ins Gewicht und über die große Baustelle natürlich auch.

01:28:38: Von daher, diese Pufferstunden rechne ich halt immer nach tatsächlichem Aufwand ab und das ist

01:28:45: auch immer ganz gut, so etwas mit reinzumachen in meinen Augen. Der Kunde sieht zum einen, okay,

01:28:52: unvorhergesehene Dinge sind ein bisschen mit eingeplant und wenn ich dann einen Kunden habe,

01:28:57: der da noch verhandelt und ich sage, die Stunden, die brauche ich eventuell eh nicht alle, vielleicht

01:29:01: brauche ich aber mehr so und so, dann finde ich das immer ein bisschen schwierig, weil ich sage,

01:29:06: das ist so was, das ist schon so kalkuliert, dass es eigentlich passen sollte und diesen Puffer,

01:29:14: den rechne ich ja tatsächlich nur nach Aufwand ab und wenn ich dann da nochmal runtergehe,

01:29:18: dann bin ich halt auch genauer im Umkehrschluss bei den Arbeiten, die dann anfallen und dann sage ich,

01:29:24: pass auf, Sachen, die ich vielleicht eigentlich so gerade mitgemacht hätte, rechne ich dann

01:29:28: halt separat ab. Also das ist so das, was dann halt oftmals ins Gewicht fällt. Ich glaube,

01:29:32: da muss man sich dann zur Not den Kunden auch aussuchen, ob man das Spiel mitmacht oder nicht,

01:29:37: sowieso, wenn das jetzt in dem Fall ja nur nach Aufwand abgerechnet wird, dann ist ja wenn es

01:29:41: nicht anfällt auch kein Thema. Ich glaube halt, ich weiß nicht, wie du das siehst Simon, aber ich

01:29:48: sage schon meinen Kunden immer, weil es ist genauso wie bei mir im Erstgespräch. Sag ich immer,

01:29:55: holt euch bitte den Vergleich, weil ich finde, sonst kann Qualität ja gar nicht ersichtlich werden,

01:30:03: wenn man den Vergleich nicht hat ein Stück weit. Deswegen sage ich schon immer ganz gerne,

01:30:07: ich bin auch immer ein großer Fan von regionalen Unternehmen, weil wir hatten uns ja auch oft

01:30:11: darüber unterhalten, du bist ja so rund um Kaiserslautern bist du tätig, für dich natürlich

01:30:17: eine Baustelle im Taunus zu übernehmen, hat einfach mit gewissen Fahrtkosten,

01:30:23: Unterbringungskosten zu tun, weil du ja keine neuen Firmen oder sowas, sage ich jetzt mal mit

01:30:29: anstellen wirst. Auch da ist einfach der regionale Charakter meiner Meinung nach immer der günstigere

01:30:35: und dann würde ich, wenn es dann in der Region zwei Dachdecker gibt, würde ich mir halt dort

01:30:41: ein Stück weit einen Eindruck verschaffen, das muss nicht unbedingt ein Angebot sein, super,

01:30:46: wenn er eins macht, aber auch einfach wie ist er drauf, wie geht er dran, was ist sein Konzept und

01:30:52: ich finde, danach sollte man dann aber auch eine Entscheidung treffen und dann mit demjenigen gehen,

01:30:57: weil dann nur seriös dann auch gearbeitet werden kann, aber ich finde diesen Vergleich,

01:31:02: also da würde ich bleiben, super wichtig, weil sonst wie willst du unterscheiden, ob der mir jetzt

01:31:07: was Böses will oder nicht? Das ist ganz wichtig und ich finde auch dieser erste Kontakt ist der

01:31:13: Handwerker zuverlässig, schafft er es mir ein vernünftiges Angebot zuzuschicken, oder kommt

01:31:20: er nur vorbei, ruft mir einen Preis zu und fährt wieder, geht er auf Fragen, Bedenken, Wünsche ein,

01:31:28: das sind alles so Sachen, viele können vielleicht auch einen guten Job machen, sind mit Sicherheit

01:31:34: auch sehr sehr gute Handwerker, aber da fehlt auch so ein bisschen diese Dienstleistungskomponente

01:31:39: und das muss man halt mittlerweile sagen, da will jemand viel viel Geld in die Hand nehmen und

01:31:45: klar für den Handwerker ist das eine Baustelle wie die andere, aber für die Endkunden ist es halt

01:31:51: später mal ihr Zuhause im besten Falle und dann sollte das halt auch dahingehend gewertschätzt

01:31:57: werden von Handwerkers Seite aus, dass man sagt, wenn sie die Fenster nehmen, dann haben sie da einen

01:32:03: wesentlich schöneren Lichteinfall und wenn sie die kleinere nehmen, dann ist es nicht ganz so hell,

01:32:10: dass man den Kunden halt auch bewusst auf so Sachen aufmerksam macht und wenn man da jemanden hat,

01:32:16: der da auch kompetent ist und kompetent wirkt, dann ist es in meiner Meinung nach vollkommen

01:32:21: gerechtfertigt, wenn der 20 Prozent teurer ist als der andere, einfach weil man da in guten Händen

01:32:26: ist und das einfach auch was ist, was in meinen Augen eine gewisse Wertschätzung sowohl als

01:32:32: Anerkennung als auch in einem monetären Sinne verdient und wenn man da dann zwei verschiedene

01:32:37: Angebote hat und die sind ungefähr im gleichen Rahmen, dann ist das auch ein gutes Zeichen,

01:32:48: dass man da auf der richtigen Spur ist. Wenn die Angebote sich komplett unterscheiden von extrem

01:32:54: teuer zu extrem günstig, dann ist das natürlich immer ein bisschen schwierig, weil entweder der

01:33:03: andere ist viel zu teuer und dann ist es natürlich für den Kunden da schwer,

01:33:07: schwer eine Unterscheidung zu treffen. Da würde ich dann tatsächlich mir eventuell noch ein drittes

01:33:13: Angebot einholen, das ist in der Regel auch möglich und falls das nicht möglich sein sollte,

01:33:19: würde ich fragen, ob ich Referenzen sehen könnte. Klar, die kann man auch faken, aber Referenzen

01:33:25: sind dann doch immer so die Sache und wenn es wirklich so klein sein sollte in der Umgebung,

01:33:31: dann findet man oder kennt man mit Sicherheit jemanden, bei dem der eine oder der andere mal

01:33:35: gearbeitet hat. Wenn der eine sagt, der macht super Arbeit, aber ist etwas teurer und der andere

01:33:40: sagt, nehmt den nicht, ist zwar billig, aber am Ende kostet es das Doppelte, dann kann man

01:33:45: halt auch schon ein bisschen mitjustieren. Super wertvoll finde ich, weil es am Ende des Tages

01:33:52: halt dann doch nicht auf den Preis ankommt. Dann finde ich noch einen spannenden Punkt,

01:33:57: wenn du jetzt darüber sprichst dieser Dienstleistungsgedanke. Es ist ja bei mir auch

01:34:02: in der Branche so, dass wir so ein bisschen die Klick-Äffchen haben, die einfach nur eine

01:34:06: Selbstauskunft vervollständigen und die erstbeste Bank in der Plattform nehmen und dann so ein

01:34:11: Lotto spielen kann gut gehen, kann nicht gut gehen und da ja unsere beiden Produkte ein bisschen

01:34:17: komplexer sind, kommt es ja natürlich auch auf die Erläuterung, auf das Mitnehmen, auf das den

01:34:25: Prozess in der Hand halten an. Wie ist das denn bei euch, wenn du so eine Ausbildung

01:34:30: durchläufst, du hast dann den Master, ach, den Meister, den du dann abschließt,

01:34:36: gibt es da irgendwo auch eine Guidance, dass ihr solche, sag ich mal, diesen Dienstleistungsgedanken,

01:34:44: diese Qualität auch irgendwo gelernt bekommt oder wie sind da so die Unterschiede?

01:34:50: Ich glaube tatsächlich, dass du dahingehend ganz, ganz viele Firmen sind einfach schon länger in

01:35:00: Betrieb und die Söhne oder Töchter kriegen das so ein bisschen mitvermittelt. Dementsprechend

01:35:04: besteht da oftmals auch so diese Diskrepanz. Du hast auch bei den meisten Firmen, merkst du

01:35:19: nicht, auf irgendwas in die Richtung ausgelegt. Erst so Richtung Meister. Meister ist ja auch

01:35:23: auf das, was dich befähigt, dich selbstständig zu machen. Erst der Meister ist eigentlich schon

01:35:28: in Richtung dieses wirtschaftliche Denken und auch so ein bisschen Rechnungen, Kalkulationen

01:35:39: gemünzt. Nur dieses Angebote dann auch mit dem Kunden kommunizieren, das bleibt schon etwas auf

01:35:50: der Strecke. Ich meine, das ist auch irgendwo, wie ich sagen kann, verständlich, aber die Leute und

01:35:55: das ist halt der Hintergedanke, sollen in erster Linie ihr Handwerk beherrschen und nicht einem

01:36:00: Menschen in den Arsch kriechen können und etwas verkaufen können. Aber dieses Daraufeingehen ist

01:36:07: einfach das, was ein bisschen kurz wird. Das ist ähnlich wie in der Medizinbranche. Du

01:36:13: wirst Arzt, das heißt aber nicht, dass du gut mit deinen Patienten kannst, aber das heißt, dass du

01:36:18: vielleicht trotzdem ein guter Arzt sein kannst. Aber Menschen brauchen in manchen

01:36:22: Situationen vielleicht jemanden, der ein bisschen einfühlsamer ist, als dahingehend, dass jemand

01:36:28: fachlich alles kann. Das ist glaube ich auch dahingehend so ein bisschen das Problem. Und viele,

01:36:35: und das ist es halt, wir hatten es vorhin ganz kurz, Marco, du hast es erwähnt, mit Angebot und

01:36:39: Nachfrage. Dadurch, dass die Nachfrage so extrem hoch ist, kannst du dir halt auf Anbieterseite

01:36:46: auch sehr viel rausnehmen. Das ist eigentlich schade. Vielleicht spielt da auch ein bisschen

01:36:51: dieser Frust mit, mit einer Rolle, dass man jahrelang ein bisschen aufs Handwerk runtergeblickt hat und

01:36:56: manche Leute jetzt sagen, ja komm, die stiften ja genau so ein bisschen auf die Art und das ist

01:37:03: es halt. Deswegen, ich habe mich mit einem jungen Dachdecker unterhalten und er hat gesagt,

01:37:07: ja, und was haben die ganzen Studierten dann von ihrem Studium? Also wenn dein Computer

01:37:12: nicht geht, bist du auch froh, dass jemand, der IT studiert hat, dir helfen kann. Aber das ist es halt.

01:37:16: Das ist halt immer ein Zusammenspiel und da sollte man halt die anderen nicht so von der Bettkante

01:37:22: stoßen, nur weil man gerade Oberwasser hat. Stimmt, wenn ich mir die Makler anschaue. Das ist ein grundsätzlich

01:37:28: sehr weiser Punkt. Absolut, also ein richtig wichtiger Punkt, weil wenn ich mir die Makler

01:37:33: anschaue, die waren halt in der Niedrigzinsphase, hatten die absolutes Oberwasser, weil halt so viel

01:37:38: Andrang war, dass die einfach auch von den Objektunterlagenqualitäten einfach nichts

01:37:43: liefern mussten. Das kann sich auch ganz schnell mal wandeln, wie man das jetzt auch in der

01:37:48: Zinsentwicklung sieht und deswegen absolut wertvoll, aber auch dieser Werkstolz. Deswegen

01:37:55: bin ich jetzt echt mal gespannt, wenn ich mal dann wirklich auch mit Arbeitsklamotten auf der

01:38:00: Baustelle bin, dass ich das einfach mal auch hautnah oder dass wir das hautnah erleben können.

01:38:06: Das machen wir. Ich glaube, wenn ich hier auf die Uhr gucke, so langsam finden wir einen Wrap und

01:38:13: das ist glaube ich ein ganz guter Moment jetzt gerade. Wir sind hier jetzt glaube ich heute

01:38:17: nicht nur bei der ersten Gästefolge, sondern bei mit Sicherheit der längsten Folge, die wir

01:38:22: bisher aufgenommen haben. Ich weiß nicht, was schätzt ihr? Wie lange sprechen wir jetzt? So eine Stunde 30.

01:38:28: Was hast du jetzt gesagt, so eine Stunde? Eine Stunde 38, 57, 58. Also sehr geil. Vielleicht bevor wir

01:38:39: abbrechen, liegt euch noch was auf dem Herzen zum Thema. Wir haben schon sehr viel besprochen.

01:38:44: Ich würde gerne noch einen Spruch zum Abschluss bringen. Das ist tatsächlich ein bisschen blöder

01:38:49: Spruch, aber es stimmt. Wer denkt, dass ein guter Handwerker teuer ist, hatte noch nie einen

01:38:53: schlechten. Muss man leider einfach so sagen. Nicht alles, was glänzt, ist Gold. Hört auch so

01:39:01: ein bisschen auf euer Bauchgefühl, habt ihr da ein gutes Gefühl. Hat der Ahnung von dem, was er

01:39:07: redet. Geht auch so ein bisschen drauf ein auf eure Bedenken und so was und einfach auch nicht so

01:39:13: blauäugig an die Sache ran gehen. Ruhig vergleichen und wie auch bei Lebensmitteln am besten lokal

01:39:20: einkaufen. Sehr gut. Letzte Frage von mir an dich, Simon. Wie findet man dich bzw. euch?

01:39:29: Also am einfachsten ist es eigentlich, eine Kontaktanfrage per E-Mail zu erstellen. Ich

01:39:33: bin gerade noch dabei, mir für die eine Firma eine Website aufzubauen. Das meiste ist tatsächlich

01:39:39: immer über Mund zu Mund-Propaganda gelaufen, weil Leute einfach zufrieden waren mit der

01:39:42: Arbeit und haben dann den Kontakt weitergegeben oder ich arbeite mit anderen Handwerkern zusammen,

01:39:47: die mich dann immer empfehlen. Die Website kommt aber noch und die E-Mail-Adresse wäre

01:39:51: sb@bau-bettinger.de. Stark, packen wir in die Shownotes. Umkreis? Etwa Kaiserslautern,

01:40:02: Innenstadt und Umkreis, so um die 30 bis 40 Kilometer. Perfekt. Also an alle, ich kann mein absolutes

01:40:09: Herz reinlegen. Also tolle Empfehlung für den Simon. Dankeschön. Dem gibt es nichts mehr

01:40:15: hinzuzufügen. Wir sind ja auch privat befreundet. Macht nicht nur professionell Spaß zusammen zu

01:40:21: arbeiten. Sehr gut. Ja, ich fand es geil. Auch super aufschlussreich. Ich glaube auch extrem

01:40:29: hilfreich für alle, die uns zugehört haben. Mich würde interessieren, meldet euch bei uns,

01:40:36: wie ihr es fandet, egal auf welchem Wege. Und ja, ich weiß nicht, Eli hast du noch was hinzuzufügen.

01:40:44: Bringt Geschichten mit, also gerne noch in die Kommentare. Das interessiert bestimmt auch den

01:40:48: Simon, besonders auch mich. Und ich glaube, wir haben allen Käufern und Käuferinnen einen guten Rahmen

01:40:55: gegeben, wie man dann auch vorgeht, auf was man achtet, die Checkliste kommt. Wenn da noch

01:41:00: Fragen offen bleiben sollten, auch gerne stellen. Die werden wir dann auch im Nachgang beantworten.

01:41:05: Was wichtig ist, was du auch schon letztes Mal gesagt hast, auch wenn es nervt, gebt ein Follow.

01:41:11: Das hilft uns einfach auch, noch mehr Menschen zu erreichen. Jetzt übernimmst du meinen Job. Ich kann alles.

01:41:18: Das sagen auch manche Handwerker. Das ist echt schwierig, wenn man nicht zu zweit ist. Schuster,

01:41:26: bleib bei deinen Leisten. Absolut. Das wäre es von meiner Seite. Und dann würde ich sagen,

01:41:33: bleibe ich bei meinem Ciao-Ciao. Bleibst du bei deinem Ciao-Ciao. Ich sage bis bald und macht's gut.

01:41:40: Wie immer, Simon, vielen, vielen Dank, dass du heute zu uns nach Mainz gefunden hast. Ich fand's mega.

01:41:48: Und ja, in dem Fall, ciao. Ciao, ciao.

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